Bühne frei!

Kritische Leserbriefe zum Thema FAMILIENGERECHTIGKEIT aus der Feder von Bärbel Fischer sind bei der Schwäbischen Zeitung künftig unerwünscht

1. weil der Redaktion das Thema ausgelutscht erscheint, Kommentare daher überflüssig
2. weil andere Themen den beschränkten Platz brauchen
3. weil die Autorin den Platz offenbar längst überstrapaziert hat

Leserbriefe spiegeln die Meinung der Leser wieder. Diese äußern oftmals Zustimmung und Lob für guten Journalismus. Notwendig werden Leserbriefe jedoch, wenn die Berichterstattung ohne gründliche Recherche, undifferenziert, kritiklos und sachlich falsch daherkommt, oder wenn sie sich über wichtige Ereignisse ausschweigt. Dann drängt sich schnell der Verdacht auf, mit der Unabhängigkeit des Blattes sei es nicht mehr weit her. Die Leserschaft fühlt sich manipuliert.

Dabei sind kritische Kommentare für eine gute Zeitung ein willkommenes Korrektiv. Gute Zeitungen wünschen sich sogar eine aufmerksame und engagierte Leserschaft und stellen ihr einen entsprechend großzügigen Raum zur Verfügung.

Persönlich danke ich allen Mitlesern für viele aufschlussreiche Gespräche, für Bestätigung und Ermutigung. Ich hoffe sehr, dass immer mehr von ihnen bereit sind, ihr Recht auf freie Meinungsäußerung zu nutzen. Also, Bühne frei für alle, denen unsere zukunftsblinde Familien- und Sozialpolitik ans Mark geht. Schweigen wäre Gift.

Bärbel Fischer

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