16 Jahre Merkel – und nun?

Frau Gertrud Martin hatte sich an MdB Thorsten Frei CDU mit der Bitte um eine Stellungnahme zu dem Beschluss des Parlaments gewandt, den Rechtsanspruch auf einen ganztägigen Betreuungsplatz auch für Grundschüler zu sichern. Dazu sandte sie ihm  u.a. meinen Leserbrief an die Schwäbische Zeitung weiter. Seine Antwort erschöpfte sich lediglich in einem AfD-Bashing.

Daraufhin bezog sich meine Antwort:

Sehr geehrter Herr Frei,

von Frau Martin erfuhr ich, dass sie meinen Leserbrief ( Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschüler) an                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                          die Schwäbische Zeitung an Sie weiter geleitet hat.
In Ihrer Antwort an Frau Martin klagen Sie in 11 von 12 Sätzen über das „parlamentarische Benehmen der AfD“, ohne auch nur zu registrieren, dass die UNION in 16 Jahren Merkel nicht eine einzige Verbesserung der Lage für Familien erreicht hat, weder ökonomisch noch ideell. (Siehe die jährliche Schlechterstellung der Familien vom Deutschen Familienverband: https://www.deutscher-familienverband.de/wp-content/uploads/2020/05/200506_HV_2020_Gesamtdatei.pdf?utm_source=mailpoet&utm_medium=email&utm_campaign=dfv-presse-ungerechte-belastung-von-familien-durch-steuern-und-sozialabgaben-horizontaler-vergleich-deckt-schieflage-auf_15 )
Was die UNION erreicht hat ist eine Kopie der DDR-Familie: widernatürlich, gespalten, wertfrei, angepasst. 
Was ist das für eine Politik, die Kinder von der Wiege an ganztags bis über die Grundschulzeit unter staatliche Aufsicht stellt, selbst erziehende Eltern aber um mehr als 1000 € monatlich pro Kind ( staatl. Subventionierung für die Fremdbetreuung ) benachteiligt? Das macht bei drei Kindern in je drei Jahren 108.000 € aus, obwohl die personale 1:1-Betreuung in der Familie psychosozial als weit hochwertiger gilt als die kollektive Massen-Kinder-Haltung.
Des Weiteren hat die UNION mit dem unsozialen „Elterngeld“ dafür gesorgt, dass ältere „Karrieremütter erster Klasse“ mit hohem Einkommen vor der Niederkunft ein Jahr lang monatlich bis zu 1800 € = 21.600 € jährlich Elterngeld erhalten, „Mütter zweiter Klasse“  aber nur 300 € monatlich = 3600 € jährlich, weil sie vor der Niederkunft entweder bereits ältere Kinder zu versorgen hatten, oder alleinerziehend  in Studium / Ausbildung waren und deshalb nicht berufstätig sein konnten.  Differenz: 18.000 € !!!
Ist die UNION stolz darauf, Eltern in „wertvoll“ und „minderwertig“ gespalten zu haben?
Herr Frei, seit mehr als zwei Jahrzehnten kämpfen Elternverbände für Familiengerechtigkeit, ohne auch nur ein Minimum an Verständnis bei der UNION gefunden zu haben. Seit Renate Schmidt SPD und Ursula v.d. Leyen CDU reitet die UNION mit Erfolg das sozialistische Pferd der Zerstörung der Familie. Eltern und Kinder treffen sich frühestens um 17 Uhr ziemlich erschöpft, um morgens um 8 Uhr sich wieder voneinander zu verabschieden. Die täglichen Freuden, Nöte und Sorgen umeinander, Umarmungen, Liebkosungen, Trost und Empathie bleiben tagsüber stundenlang auf der Strecke. Tolle Familienpolitik!
Die einzige Partei, die solche Themen zur Sprache bringt, ist die AfD. Da können Sie noch so sehr wettern gegen eine Partei, welche sich der Sorgen der Familien annimmt. Was wir Eltern sehen ist, dass UNION, SPD, GRÜNE, LINKE, FDP seit fast zwei Jahrzehnten, und nicht nur im aktuellen Wahlkampf                                                                                                                                                                                                                          alle Themen vermeiden, die uns Bürgern zu schaffen machen, wie Migration, Finanzpolitik, Familienpolitik, Sicherheitspolitik, Coronapolitik zugunsten einer wahnwitzigen Klimapolitik, die punktgenau unsere Familien trifft, weil eben speziell bei uns erhebliche Mehrkosten für Wohnen, Mobilität, Energie, Bildung entstehen.
Offensichtlich hat Sie mein Einwand gegen die ausgeweitete Ganztagsbetreuung auf Grundschüler kaum berührt, wenn Ihre Reaktion sich auf das Bashing gegen die AfD beschränkt.
Warum, um Gottes Willen, Herr Frei, hat sich die UNION 16 Jahre lang von einer bürgernahen Politik verabschiedet? Warum hat sie sich widerspruchslos dem sozialistischen Diktat von Angela Merkel gebeugt? Jetzt muss sie die Ernte einfahren, die sie mit dem grundgesetzwidrigen Samen des Sozialismus selbst gelegt hat. Wenn sich Bürger diese Missachtung heute einfach nicht mehr gefallen lassen, sollte die UNION doch endlich aufwachen und ihre Konsequenzen ziehen!
 
Nein, wenn unsere gewählten Abgeordneten vergessen haben, dass sie die Exekutive zu kontrollieren und zu regulieren haben und nicht als deren Abnickverein gewählt wurden, dann muss unbedingt ein neues Parlament her, das sich wieder dem Bürger verpflichtet fühlt.
Vielleicht, Herr Frei, betrachten Sie meinen Einwurf als belanglos. Dann wandert er in den Papierkorb. Vielleicht aber macht er Sie auch hellhörig, und Sie fangen endlich an zu agieren.
Mein Tip: Achten Sie auf das Engagement von Herrn Georg Maaßen, einem Kandidaten, welcher (seltsamerweise! ) noch immer der UNION die Stange hält.
Mit besten Grüßen
Bärbel Fischer
ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT
P.S. Was wir der UNION trotzdem hoch anrechnen, ist die Ablehnung des Vorhabens: „Kinderrechte in die Verfassung“.

Ein Gedanke zu „16 Jahre Merkel – und nun?

  1. Ich kann nur jedem empfehlen, diese hervorragende und aufschlussreiche Stellungnahme weiter zu verbreiten, um diese schreiende Ungerechtigkeit gegenüber Familien einer größeren Öffentlichkeit bewusst zu machen.

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