zu: Schwäbische Zeitung: "Ohne Frauen geht gar nichts“, 7. 10. 2011

Ob Frau v.d. Leyens Aufschrei „ Ohne Frauen geht gar nichts“ und: „Frauen gebt Gas, der Fachkräftemangel ruft! “ junge Mütter mit fliegenden Fahnen in die Jobcenter treibt, sei dahingestellt. Vielleicht träumt die ehemalige Familienministerin davon, dass unser ( politisch selbst verschuldeter ) Fachkräftemangel den Frauen so sehr ans Herz geht, dass sie lieber Haus, Hof und Kinder verlassen, als das Wachstum unserer Wirtschaft zu gefährden. Kurzum, man buhlt mit allen Mitteln um die billige Arbeitskraft der Frauen. Insofern wächst den Frauen heute eine ungeahnte Macht zu, bestehende Unrechtsverhältnisse zu ändern. Gäbe es eine Frauengewerkschaft, sie würde sofort fordern: Erst gleiche Löhne für gleiche Arbeit, dann lassen wir mit uns reden. Gäbe es eine Müttergewerkschaft, dann hieße die Forderung: Erst ein Erziehungsgehalt und damit Wahlfreiheit, dann entscheiden wir uns.

Mit den entsprechenden Bündnissen hätten es die Frauen heute selbst in der Hand, ob sie sich weiterhin ausnutzen lassen oder ob sie endlich ihr Recht einfordern.

Bärbel Fischer

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