Über den (Un-)Wert von Bertelsmann-„Studien“

Josef Kraus, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes (DL), kritisiert im unten verlinkten Beitrag die von der Bertelsmann Stiftung bezahlten und in die Medien lancierten „Studien“ als bedenklich unprofessionell und gibt im Schlusswort folgende Empfehlung:

„Es wäre also längst Aufgabe nicht nur der Bildungspolitik, sondern aller Politikfelder, in denen Bertelsmann wildert, sich von den Einflüssen dieser Stiftung frei zu machen, anstatt ständig auf „Studien“ dieses Hauses aufzuspringen oder im günstigen Fall ein halbherziges Ceterum Censeo anzufügen.“

http://www.lehrerverband.de/aktuell_Dossier_Bertelsmannstudien_Dez_12.html

3 Gedanken zu „Über den (Un-)Wert von Bertelsmann-„Studien“

  1. Mich hat schon immer gewundert, warum die Bertelsmann-Studien in den Medien so breitgetreten werden. Das vermittelt den Eindruck von ungeheurer Seriosität und Wichtigkeit.
    Danke für die Aufklärung, Frau Fischer. Wahrscheinlich sind nicht nur die Bertelsmänner mit Studien unterwegs, die unter dem Deckmantel „Wissenschaft“ nichts anderes als Meinungsmache und Politik betreiben durch die Verbreitung von Irrtümern und Fehlanalysen.

  2. Zitat aus einem „Spiegel“-Heft von 2008: „Denn Kinder, die eine Krippe besuchen, haben später deutlich höhere Bildungschancen. Das ergab eine Studie im Auftrag der Bertelsmann-Stiftung.“

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/bildungschancen-krippenkinder-kommen-oefter-aufs-gymnasium-a-539032.html

    Mein Spiegel-Abonnement habe ich vor ein paar Jahren gekündigt, nachdem nicht mehr zu übersehen war, dass dieses Politmagazin nur noch eine Richtung kannte. Kein Wunder, wenn Bertelsmann auch am „Spiegel“ beteiligt ist und als Miteigner erheblichen Einfluss hat auf die redaktionellen Inhalte.

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