Nicht der Rede wert?

Anfang Dezember einigten sich die Jungsozialisten ( JUSOs ) auf einen Antrag zur Abschaffung des § 218 StGB, was Abtreibungen unbefristet erlaubt. Wo bleibt der Aufschrei der Christlichen  Parteien, der Kirchen, der Medien? Fehlanzeige!

Die AfD erzwang eine „Aktuelle Stunde“ im Bundestag.

3 Gedanken zu „Nicht der Rede wert?

  1. Man stelle sich mal folgendes Gegenszenario vor: Deutsche Politiker, sagen wir mal von der AfD, fordern, dass W e r b u n g für die Mehrkindfamilie gemacht wird. Angesichts der demographischen Situation nicht nur denkbar, sondern eigentlich notwendig.

    Auf Litfaßsäulen und im Internet prangte beispielsweise folgender Spruch:
    „Familie zu dritt zu viert
    Deutschland zu neuer Blüte führt.
    Nur wer Familien stützt und auf sie zählt
    wird das nächste mal gewählt.“
    Den hysterischen Aufschrei der Zeitgeisteinheitspartei Links-grün-liberal -christdemokratisch kann man sich schon ausmalen. Und der Vergleich mit Parolen aus der Nazizeit folgte wohl auf dem Fuss.
    Frau Kathrin Göring Eckart würde darauf hinweisen, dass wir ja Menschen geschenkt bekommen. Und Frau Kanzlerin Merkel würde darauf hinweisen, dass diese Kampagne „nicht hilfreich sei“.

    Und außerdem würde die Zeitgeisteinheitpartei voll stolz darauf hinweisen, dass wohl niemand so famlilienfreundlich sei wie sie, denn schließlich hätte man die „Ehe für alle“ gegen erhebliche Widerstände eingeführt.

  2. Vor ein paar Jahren berichtete ein Historiker in der Zeitschrift des Historischen Vereins für die Saargegend über Ergebnisse von Ausgrabungen römischer Friedhöfe im Saarland. Ihm war aufgefallen, dass mit einsetzender Christianisierung im vierten Jahrhundert auch Kindergräber mit Denkmälern ausgestattet wurden und dass diese mit besonders liebevoll verfassten Inschriften versehen worden waren. In heidnischer Zeit waren solche Denkmäler Erwachsenen vorbehalten gewesen. Kinder galten in dieser Zeit wenig; so gibt es z.B. grauenerregende Berichte über Funde zahlreicher Kinderskelette in der Nähe von Bordellen, die nach ihrem Tod, sprich nach ihrer Ermordung, in die nächst erreichbare Kloake geworfen worden waren.
    Ein befreundeter Historiker erzählte mir, dass im heutigen Norddeutschland vor der Christianisierung Neugeborene, die eine Behinderung aufwiesen, meist umgebracht worden seien. Auch hier sei mit Einsetzen des Christentums eine grundlegende Änderung eingetreten; von da ab und in vielen folgenden Jahrhunderte gab es die Findelkinder, welche verzweifelte Mütter vor Kirchen oder Klosterpforten ablegten, aber das kaltblütige Ermorden unerwünschter Neugeborener galt fortan als ein Verbrechen und war nicht mehr gang und gäbe.

    Wer die zu Herzen gehenden Worte Christi über Kinder einmal gehört hat, wird sich darüber nicht wundern. Die Barmherzigkeit gegenüber den Wehrlosen, eben den Kindern, Kranken, gebrechlichen Alten ist ein Kennzeichen des Christentums und seiner Mutter, des Judentums.

    Man hört von besorgten Christen in letzter Zeit oft, der Glaube in Europa habe sich verdunstet und verflüchtigt; er sei eines stillen Todes gestorben. Als Kriterium wird gewöhnlich die niedrige Zahl der Gottesdienstbesucher genannt. Ich meine, dass ein anderes Kriterium wichtiger ist.
    Wenn der gruseligen Forderung nach einer Freigabe der Tötung von Kindern bis unmittelbar vor dem Zeitpunkt der Geburt nicht umgehend, entschieden und mit glaubwürdigen Maßnahmen entgegen getreten wird, dann ist ein notwendiges Merkmal des Christentums aufgegeben worden . Die Wahrheit liegt in der Tat: Verhalten sich die Europäer gegenüber den Wehrlosen wie ihre heidnischen Vorfahren, so sind sie ins Heidentum zurückgekehrt. Dann adieu, christliches Abendland.

  3. All‘ diejenigen, die Abtreibungen erlauben wollen, sollten sich die Frage stellen bzw. gefallen lassen, wer sie später im Alter versorgen und ihre Renten verdienen soll.
    Das Rentensystem ist bekanntlich KEINE Versicherung, in die die Arbeitnehmer einzahlen und später ihr Geld als Rente zurück bekommen, sondern ein Umlagesystem: die heutigen Arbeitnehmer finanzieren die heutigen Rentner, und die künftigen Arbeitnehmer die künftigen Rentner. Doch das setzt voraus, dass die künftigen Arbeitnehmer nicht abgetrieben werden.
    Allein vor diesem Hintergrund ist eine familien- und kinderfreundliche Politik gefragt, die künftiges Leben wertschätzt.

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