Die Mär von der „beitragsfreien Mitversicherung“

CDU/ FDP planen bereits die Abschaffung der so genannten beitragsfreien Mitversicherung erwerbsloser Familienmitglieder ( Mütter ohne Einkommen und die Kinder). Dabei waren diese noch gar nie beitragsfrei mitversichert, wie folgendes Beispiel ( Alleinverdiener ) zeigt. Ein Familienvater mit drei Kindern und einem Bruttoeinkommen von 4000.- muss sich diesen Betrag mit der Familie teilen. So hat jede Person Anspruch auf 800.-. Angenommen der Mann muss 250.- an die Krankenversicherung abführen, so stehen jedem Familienmitglied 50.- weniger zur Verfügung, also nur noch 750.- pro Person. De facto haben sich also die Mutter und jedes Kind anteilig selbst versichert.


Wären Kinder und Ehefrau – fairerweise – wirklich beitragsfrei, so müsste der Vater nur seine eigene Versicherung mit 50.- bezahlen. Die übrigen 200.- würden das Budget merklich entlasten. Aber davon können Familien nur träumen.


Von einer Beitragsfreiheit zu reden ist daher eine böswillige Täuschung der Öffentlichkeit. Der Gipfel der Schamlosigkeit aber besteht darin, dass dieses virtuelle Geschenk von 200.- bislang und ohne Skrupel als Familientransfer verkauft wird.

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