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LESERBRIEF Außer einem Bericht über die fragwürdige Denunzierungsplattform der AfD, widmet sich die heutige Schwäbischen Zeitung auf vier vollen Seiten dem Wahlausgang in Bayern mit Analysen, Interviews, Kommentaren, Leitartikel etc. Genau zwei unvermeidliche Sätze über das Abschneiden der AfD in Bayern hat das Blatt sich abgerungen: „Die AfD zieht mit 10.3% erstmals in den Landtag ein“ und „Neben Grünen und SPD wird künftig auch die AfD im Landtag sitzen – der Streit um die Flüchtlingspolitik hat den Rechtspopulisten (gemeint ist die AfD) Wähler zugetrieben.“ Das war´s. Kein Wort über das relativ hohe Abschneiden der AfD aus dem Stand, keine Erwähnung von Namen der Spitzenkandidaten, keine Analyse zur Wählerwanderung von CSU und SPD zur AfD, keine Frage nach Wechselmotiven jenseits der Migrationspolitik, kein Interview mit AfD-Wählern oder AfD-Gewählten….. Die uninformierte Leserschaft der Schwäbischen Zeitung muss sich trotz ABO-Kosten ihre Informationen aus dem Internet abholen. Parole: Totschweigen! Egal mit welcher Partei solch schäbiger Umgang getrieben wird, es handelt sich immer um eine Verletzung der Informationspflicht, eine Verletzung der Gleichbehandlung und Ausgewogenheit, eine Verletzung der Meinungsfreiheit und daher auch um eine Verletzung der Demokratie. Dies ist kein Eintreten für die AfD, sondern ein Appell an die Medien sich künftig wieder an Anstand, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit zu erinnern. Die Wähler sind ja nicht dumm, sie erkennen genau, was hier medial gespielt wird. Genau wie 2017 wird dieser dümmliche Schuss nach hinten losgehen. Bärbel Fischer, langjährige Abonnentin der Schwäbischen Zeitung
Zitat:
„… Zugleich erleben wir in Teilen einen Hyperindividualismus und einen dramatischen Funktionsverlust der Familie. Womit übrigens eine Institution bedroht ist, die in die Uranfänge der Menschheit zurückreicht. Dass man Vater und Mutter ehren soll, ist nicht nur ein Gebot des Alten Testaments, sondern Menschheitsüberlieferung…..“
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Uns erreichte folgender Brief von Herrn Eduard Grabherr an den baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann, mit der Erlaubnis zur Veröffentlichung :
Betreff:
Blutritt Weingarten 2015
Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Kretschmann,
der „Schwäbischen“ vom 7.4. d. J habe ich entnommen, dass Sie zum diesjährigen „Blutritt“ nach Weingarten kommen. Ich habe das mit großem Wohlwollen registriert, denn ich habe Ihre beabsichtigte Präsenz als Wertschätzung dieser oberschwäbischen Tradition und der kath. Kirche insgesamt interpretiert.
Ja ich dachte noch schmunzelnd: Eigentlich sehr mutig von Herrn Kretschmann, denn Claudia Roth und andere Feministinnen in seiner Partei werden sicher „zetern“, wenn Sie einer reinen Männerprozession die Ehre geben, von der nach wie vor die Frauen ausgeschlossen sind.
Seit drei Tagen hat sich aber mein Wohlwollen Ihnen gegenüber in Zorn verwandelt. Und ich werde zum ersten Mal seit 30 Jahren nicht beim Blutritt sein, weil ich Ihr Kommen nur als „Granatenheuchelei“ deuten kann.
Hintergrund: ich wurde auf den „Aktionsplan gleiche Rechte“ aufmerksam gemacht, der heimlich, still und leise von Ihren Ministerialen geschmiedet wird und ohne Ihre Duldung nicht denkbar ist. Bei der Lektüre wird schnell klar, dass jedem, der Ehe und Familie als Idealform menschlichen Zusammenlebens und menschlicher Sexualität betrachtet, ein „veraltetes Menschenbild (Altpeter)“ unterstellt wird, auch wenn er anderen Ausprägungsformen der Sexualität mit Toleranz begegnet. Da diese Einstellung in etwa der kath. Kirche entspricht, soll sie mit Entzug finanzieller Mittel für ihre Erziehungseinrichtungen ( wohl kath. Kindergärten, freie kath. Schulen etc.) b e s t r a f t werden. Hingegen sollen sich so genannte „Szenenkneipen“ und ähnliche Einrichtungen endlich finanzieller Förderung durch ihre Regierung erfreuen! Unglaublich!
Meiner Frau und mir hat es die Sprache verschlagen, wie wohl auch so manchem Blutreiter, wenn er davon erfahren wird. Und würde ich Sie beim Blutritt auf dem Balkon des Weingartner Rathauses erleben, wie Sie die gleichzeitige Präsenz von Bischof Fürst und Kardinal Koch wohl publikums- und auch wählerwirksam auskosten, würde sich mir der Magen umdrehen.
Beim Biberacher Aschermittwoch haben Sie mit großer Emotionalität beteuert, dass der Islam ohne wenn und aber zu Baden-Württemberg gehöre, (trotz dessen Geschlechterverständnis und Intoleranz gegenüber Homosexualität). Uns Katholiken geben Sie dagegen das Gefühl, das wir nicht mehr dazugehören, bestenfalls zu von grün/rot diktierten Bedingungen.
Deshalb nehme ich an, das Ihre Teilnahme am Weingartener Blutritt letztlich ein wahltaktisches Manöver ist in der Hoffnung, dass dies die arglosen Pilger nicht nur nicht bemerken, sondern sogar anders deuten……, was für eine Granatenheuchelei. Wenn Sie diesen „Aktionsplan für gleiche Rechte“ so durchgehen lassen, gehören Sie nicht auf den Blutritt!
Zu guter letzt noch zu meiner Person: Obwohl ich Mitglied der CDU bin, brachten meine Frau (Prädikandin der Ev. Landeskirche) und ich Ihnen stets Wohlwollen entgegen. Ich wünschte mir sogar bis jetzt gegebenenfalls für B.-W. eine schwarz-grüne Koalition. Ich zähle 73 Jahre, war leitender Angestellter in der Pharmaindustrie und übe als Ruheständler noch zahlreiche Ehrenämter in der Jugendarbeit des Sportvereins und bei der Kath. Kirche aus, u.a. als fremdsprachlicher Führer in der „schönsten Dorfkirche der Welt“ – Steinhausen
Mit freundlichen Grüßen
Eduard Grabherr, Ziegelstrasse 47, 88456 Ingoldingen
PS. Nach wie vor gibt es junge Paare, die sich 3 oder mehr Kinder wünschten. Wie wäre es, wenn Sie und die Sozial- und Familien(!)ministerin den Ehrgeiz entwickelten, dass Baden-Württemberg auch für diese „Vorreiter für Offenheit und Vielfalt incl online-Befragung, regionaler Workshops und 200 Punkte Aktionsplan“ ist. Denn entsprechend dem „neuen“ Menschenbiold sind gerade diese Mehrkindfamilien heute ausgegrenzt wie zu früheren Zeiten die LSB’s
Nachrichtlich an: Kath. Pfarramt St. Martin Weingarten Herrn Stephan Müller – Gruppenführer der Blutreitergruppe Ingoldingen-Winterstettenstadt Herrn Marc Zinser – Vorsitzender CDU Ortsgruppe Ingoldingen
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http://www.freiewelt.net/sexuelle-vielfalt-kann-alles-bedeuten-10026282/
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CDU Rems-Murr lehnt grün-rote Reform des Bildungsplans ab
Die CDU Rems-Murr lehnt die Bildungsplanreform der grün-roten Landesregierung in der beabsichtigten Form ab. Unsere Schulen müssen ein Ort der Vermittlung von Wissen, Werten und Orientierung bleiben, und dürfen nicht zum Experimentierfeld parteipolitischer und ideologischer Vorstellungen werden. Die CDU Rems-Murr hält daher die Vermittlung der grün-roten sexuellen Vielfalt, wie sie die im Bildungsplan 2015 vorgesehen ist, für falsch.
„Das Wissen und die Aufklärung über verschiedene Formen der sexuellen Orientierung von Menschen soll und muss seinen angemessenen Platz in den Bildungsplänen unserer Schulen haben. Ebenso soll und muss die Toleranz gegenüber allen Menschen, gleich welcher sexuellen Orientierung, als Grundlage eines menschlichen Miteinanders vermittelt werden. Die CDU Rems-Murr lehnt jedoch die grün-rote „sexuelle Vielfalt“ im Sinne einer gleich gewichteten Vermittlung aller sexuellen Orientierungen ab. In unserem Menschenbild ist die klassische Familie, bestehend aus Mutter, Vater und Kindern von zentraler Bedeutung“, erklärt der Kreisvorsitzende Dr. Joachim Pfeiffer.
„Wir begrüßen die öffentliche Petition zum Bildungsplan 2015 und die Positionen der Landeskirchen. Der große Zuspruch, auf den die Petition in der Bevölkerung trifft, zeigt den großen Diskussionsbedarf zu dem Thema bei den Bürgern. Die grün-rote Landesregierung um Ministerpräsident Kretschmann kann sich einer öffentlichen und ergebnisoffenen Diskussion über diese tiefgreifenden Änderungen an den Bildungsplänen nicht mehr verschließen und einfach zur Tagesordnung übergehen“, so Dr. Joachim Pfeiffer weiter. „Genauso entschieden wenden wir uns aber auch gegen jeden Versuch, eine solche Diskussion zu hetzerischen, verunglimpfenden oder diskriminierenden Wortmeldungen zu missbrauchen! Diese Diskussion muss in aller Offenheit und ohne gegenseitige Diffamierungen geführt werden“, verdeutlicht Ulrich Witzlinger, stellvertretender Kreisvorsitzender.
Wer den Anspruch erhebt, Leitprinzipien für den Bildungsplan zu erstellen, der muss sich an den ihm selbst vorgegebenen Grundlagen orientieren. Dazu gehört in erster Linie die Verfassung des Landes Baden-Württemberg, vor allem mit seinen Artikeln 6 (Schutz von Ehe und Familie) und Artikel 12 (Erziehungsziele). Die von grün-rot beabsichtige Bildungsplanreform entspricht diesen Verfassungsgeboten in zentralen Punkten nicht.
Wer weiter den Anspruch erhebt, über den Bildungsplan Toleranz, Nicht-Diskriminierung und Vielfalt zu vermitteln, der darf sich dabei nicht, wie grün-rot, eindimensional nur auf Toleranz gegenüber sexueller Orientierung beschränken. Toleranz, wie sie unseren Kindern vermittelt werden sollte und wie sie unsere Rechtsordnung vorsieht, ist sehr viel umfassender. Sie umfasst Toleranz gegenüber dem jeweiligen anderen Geschlecht, gegenüber Angehörigen anderer Glaubensgemeinschaften, gegenüber Behinderten, anderen Kulturen oder sozial Schwächeren. Die Einseitigkeit der grün-roten Auslegung des Toleranzbegriffs legt den Verdacht einer Indoktrinierung im Sinne der LSBTTIQ- Interessengruppen mit Hilfe des Bildungsplans nahe. Dies lehnt die CDU Rems-Murr ab.
Die CDU Rems-Murr hält die im Bildungsplan genannten Leitprinzipien Berufliche Orientierung, Nachhaltige Entwicklung, Medienbildung, Prävention und Gesundheitsförderung sowie Verbraucherbildung grundsätzlich für richtig. Diese waren auch schon bisher Gegenstand der Bildungspläne. Sie hält es aber nicht für sinnvoll, die Bildung junger Menschen auf diese fünf Leitprinzipien zu verengen. Entscheidende Leitprinzipien fehlen, beispielsweise die Vermittlung der Fähigkeit zur Übernahme von Verantwortung für sich und für andere, in der Ehe, in der Familie, im Berufsleben und in Vereinen. Auch dieser Mangel lässt befürchten, dass grün-rot bei der Gewichtung der Themen im Bildungsplan eigene ideologische und parteipolitische Ziele verfolgt.
Die CDU Rems-Murr fordert die Landesregierung und die sie tragenden Parteien auf, über die Leitprinzipien zur Bildungsplanung mit den Bürgerinnen und Bürgern, Kirchen und gesellschaftlichen Gruppen in einen intensiven öffentlichen und ergebnisoffenen Dialog einzutreten und dessen Ergebnisse umzusetzen.
Ansprechpartner: Andreas Niedere, Pressesprecher der CDU Rems-Murr Albert-Moser-Straße 30, 71394 Kernen, Tel. 0177 4138210 andreas-niederle@arcor.de
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