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https://www.youtube.com/watch?v=B8vO3Bu9fa0
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Leserbrief
Das Schlusslicht beim ganztägigen Schulbesuch ist ausgerechnet jenes Bundesland, das mit den allerbesten Werten beim länderübergreifenden Vergleich der Viertklässler abschnitt. Was sagt uns das? Die Ganztagsschule ist kein Garant für bessere Leistungen, sondern ein Parkplatz für „markt-verwaiste“ Kinder. In diesem Fall zeigt sich, dass die häusliche Umgebung im stabilen Familienverband viel zum Lernerfolg beitragen kann, mehr als eine getaktete Beaufsichtigung am Nachmittag. Haben die Kinder Verfügung über ihre Zeit, können sie über ihre Interessen, ihre Kreativität und ihre Pausen selbst bestimmen. Sie schulen sich in Selbständigkeit und Eigenverantwortung.
Doch die Bertelsmannstiftung sieht diese Freiheit als Manko. Fast 40% der Grundschüler wird bundesweit diese Freiheit schon nicht mehr gegönnt. Daher wäre es nach bayrischem Muster doch logisch, die elterliche Verantwortung zu stärken. Die fragwürdige Stiftung fordert dagegen, auch für Bayern und Baden-Württemberg, die Quote für Ganztagsbeschulung zu erhöhen und sogar einen Rechtsanspruch auf Abwesenheit vom Elternhaus zu fordern, auch wenn dies den Steuerzahler zusätzliche Milliarden kosten wird. Cui bono? Wer hat etwas davon?
Die Antwort ist einfach: Je länger Kinder elterlichem Einfluss entzogen werden, umso mehr gewinnen liberale Denkmuster Macht über die noch formbare Kinderpsyche, umso leichter lassen sich die Jüngsten ideologisch manipulieren. Das wussten bereits die Ideologen der DDR. Und, last but not least, fördert eine ganztägige Unterbringung der Kinder die vom MARKT gebotene elterliche Erwerbsmaximierung.
Nach den unseligen Erfahrungen der NS-Zeit spricht unser Grundgesetz den Erziehungsauftrag ausschließlich den Eltern zu. Nie wieder sollten junge Menschen ideologisch verführt werden. Wer schützt heute unsere Kinder vor den Machthabern bunter couleur?
Bärbel Fischer ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT
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Leserbrief
Ganz eilig hat es die SPD mit der Erweiterung der baden-württembergischen Landesverfassung. U. a. sollen „Kinderrechte“ als Staatsziel aufgenommen werden. Dieses Vorhaben ist m. E. unnötig, gefährlich und populistisch.
Kinderrechte als Staatsziel bedeutet jedoch eine weitere, nicht hinzunehmende Beschränkung des Elternrechts.
Bärbel Fischer, ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT
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Die „Bildungsexpertin“ der Landtagsgrünen, Sandra Boser, sollte sich mit der Unterstellung von „ideologischen Gründen“ gegenüber der CDU zurückhalten, denn ihre eigenen politischen Beweggründe strotzen vor Ideologielastigkeit, mal ganz abgesehen davon, dass die CDU sich in Sachen Ganztagsschule plötzlich als Antreiber aufspielt. Die Euphemismen (beschönigende, die objektiven Tatsachen verschleiernde, sprich: verlogene Wortwahl) nehmen in der Politik ein unerträgliches Ausmaß an: Beispiel: eine „Chancengleichheit“, die durch möglichst ganztägige Kasernierung der Kinder in öffentlicher Betreuung erreicht werden soll, bedeutet de facto, dass der positive Einfluss von Eltern auf eine individuell geprägte Entwicklung und Bildung ihrer Kinder ausgeschaltet werden soll: Alle Kinder verlassen die Schule mit einem PISA-tauglichen, nivellierten Bildungsstandard. Elite ist pfui, obwohl grade Deutschland sie ganz besonders braucht. Der Gipfel dümmster und irreführender Argumentation wird erreicht, wenn die Bildungsexpertin davon spricht, dass – nachdem zuerst 1200 Lehrerstellen gestrichen werden – genügende Mittel für die Bildung bereitgestellt würden, sobald wir „die demografische Rendite ernten“. Diese „Rendite“ entsteht durch schrumpfende Ausgaben infolge des Nachwuchsschwundes! Zwingende Logik: Am rentabelsten wird es, wenn es überhaupt keine Kinder mehr gibt! Geht’s noch blöder?
Gertrud Martin, Seb.-Kneipp-Str. 110, 78048 VS-Villingen, Tel. 07721 56124
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| Verband Familienarbeit e.V.vormals Verband der Familienfrauen und -männer e.V. (vffm)
Verband zur Förderung der eigenständigen |
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Pressemeldung 31.07.2013
In einer Stellungnahme gegenüber der Nachrichtenagentur dpa (29.07.2013)* spricht sich die Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Jutta Allmendinger, für die Abschaffung der Hausaufgaben aus, mit dem Hinweis: „Hausaufgaben alten Stils zementieren soziale Ungleichheit“. Sie fordert, mehr Chancengleichheit zu schaffen durch gemeinsames Lernen mindestens bis zum Alter von 14 Jahren und den flächendeckenden Ausbau der Ganztagsschule. Missbilligend merkt sie an, dass 77 Prozent der Eltern ihren Kindern bei den Vorbereitungen von Klassenarbeiten und Referaten und 63 Prozent sogar grundsätzlich bei der Vertiefung des Lernstoffs helfen. Als zentralen Kritikpunkt führt sie weiter an: „Die Hausaufgaben werden in gewisser Weise zu einem neuen Kommunikationsmedium zwischen Eltern und Kindern, zu einer neuen Art von Vergemeinschaftung, weil man ja sonst viel weniger Zeit miteinander verbringt.“
Dazu nimmt Gertrud Martin, Vorsitzende des Verbands Familienarbeit, Stellung:
„Frau Allmendinger spricht hier sehr unverblümt aus, worum es ihr und ihren Gesinnungsgenossen eigentlich geht: Unter dem Stichwort „Chancengleichheit“ soll der Einfluss der am Fortkommen ihrer Kinder interessierten und motiviert mitwirkenden Eltern ausgehebelt werden. Buchstäblich „ohne Rücksicht auf Verluste“ soll allen Kindern nur noch das geboten werden, was eine immer unter Finanzierungsvorbehalt agierende Schule bieten kann. In der Bilanz kann das nur heißen, dass alle Kinder auf einem höchstens mittelmäßigen Bildungsniveau bleiben müssten, eben damit diese Art von Chancengleichheit auch nach Abschluss der Schulzeit weiter gewahrt bliebe. Dieses Bestreben kann nur als ideologiegesteuerter Unsinn bezeichnet werden, der die individuellen Begabungen missachtet!“
Es sei keinesfalls etwas dagegen einzuwenden, dass Kinder bei Bedarf gezielt gefördert würden. Eine alle Kinder umfassende, verbindliche Ganztagsbeschulung sei jedoch ein massiver staatlicher Eingriff in die laut Verfassung vorrangig den Eltern zustehende Entscheidungsfreiheit über die Art und Weise der Erziehung ihrer Kinder.
Martin präzisiert weiter: „ Frau Allmendingers Vorstoß reiht sich nahtlos ein in den Mainstream vielfältiger Bemühungen, die Familie als Institution zu schwächen und Eltern aus der Verantwortung für ihre Kinder hinauszudrängen. Das kann keine positive Entwicklung bedeuten!“
* Quelle: Etliche Tageszeitungen vom 29.7.2013, siehe http://www.nachrichten.de/suche/Allmendinger+Hausaufgaben+/meldungen/
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