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Die Bundesregierung will nun (wie oft schon?) eine „Expertenkommission“ einsetzen, die sich mit den Problemen der alternden Gesellschaft befassen soll. Was ist mit einer Expertenkommission zu den Voraussetzungen für eine ausreichend nachwachsende Gesellschaft?…
Leserbrief
„Bundesbürger sehen ältere Gesellschaft skeptisch“, 09.03. 2018
Wenn ein Landwirt sein Auskommen für die Zukunft sichern will, dann muss er für ausreichendes Saatgut sorgen und für ausreichenden Nachwuchs in seinem Stall. Lässt er aber die Vorsorge schleifen, so steht sein Bestand auf wackeligen Füßen. Um beim Beispiel zu bleiben, muss der Bauer aus den alten Kühen noch den letzten Tropfen Milch herausquetschen und neues Saatgut aus der Nachbarschaft sehr teuer zukaufen. Doch die Folgen seines Leichtsinns sind logisch und absehbar. Will sagen: Ein Staat, der nicht für genügend Nachwuchs sorgt, handelt sträflich. Wer sich über Jahrzehnte nicht, oder mit völlig untauglichen Mitteln darum kümmert, wenn nur eine halbe Generation nachwächst, „erntet“ heute, wie längst voraussehbar, steigendes Rentenalter, wachsende Beiträge und Altersarmut. Doch, man greift sich wirklich an den Kopf, noch immer finden sich keine Rücklagen (demographische Rendite) für künftige Generationen in den staatlichen Kassen. Fröhlich vervespern wir die Zukunft unserer Kinder und Enkel.
Bärbel Fischer
ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT
Dazu brandaktuell:
http://elternklagen.de/die-verschwiegene-herausforderung-keine-rente-ohne-die-familien/
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Leserbrief
Das Schlusslicht beim ganztägigen Schulbesuch ist ausgerechnet jenes Bundesland, das mit den allerbesten Werten beim länderübergreifenden Vergleich der Viertklässler abschnitt. Was sagt uns das? Die Ganztagsschule ist kein Garant für bessere Leistungen, sondern ein Parkplatz für „markt-verwaiste“ Kinder. In diesem Fall zeigt sich, dass die häusliche Umgebung im stabilen Familienverband viel zum Lernerfolg beitragen kann, mehr als eine getaktete Beaufsichtigung am Nachmittag. Haben die Kinder Verfügung über ihre Zeit, können sie über ihre Interessen, ihre Kreativität und ihre Pausen selbst bestimmen. Sie schulen sich in Selbständigkeit und Eigenverantwortung.
Doch die Bertelsmannstiftung sieht diese Freiheit als Manko. Fast 40% der Grundschüler wird bundesweit diese Freiheit schon nicht mehr gegönnt. Daher wäre es nach bayrischem Muster doch logisch, die elterliche Verantwortung zu stärken. Die fragwürdige Stiftung fordert dagegen, auch für Bayern und Baden-Württemberg, die Quote für Ganztagsbeschulung zu erhöhen und sogar einen Rechtsanspruch auf Abwesenheit vom Elternhaus zu fordern, auch wenn dies den Steuerzahler zusätzliche Milliarden kosten wird. Cui bono? Wer hat etwas davon?
Die Antwort ist einfach: Je länger Kinder elterlichem Einfluss entzogen werden, umso mehr gewinnen liberale Denkmuster Macht über die noch formbare Kinderpsyche, umso leichter lassen sich die Jüngsten ideologisch manipulieren. Das wussten bereits die Ideologen der DDR. Und, last but not least, fördert eine ganztägige Unterbringung der Kinder die vom MARKT gebotene elterliche Erwerbsmaximierung.
Nach den unseligen Erfahrungen der NS-Zeit spricht unser Grundgesetz den Erziehungsauftrag ausschließlich den Eltern zu. Nie wieder sollten junge Menschen ideologisch verführt werden. Wer schützt heute unsere Kinder vor den Machthabern bunter couleur?
Bärbel Fischer ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT
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Die Initiative Familienschutz www.familien-schutz.de bemängelt:
„Kita-Fachkräfte wenden mindestens ein Viertel ihrer Zeit für Team- und Elterngespräche, Dokumentation und Fortbildung auf. Auch zunehmend längere Betreuungszeiten sowie längere Öffnungszeiten der Kitas verschlechtern die Betreuungsrelationen, wenn diese nicht durch zusätzliches Personal abgedeckt werden können.“ Die Ausfälle wegen Krankheit sind noch gar nicht dabei. Nötig wäre eine Kraft für drei Krippenkinder oder 7,5 Kita-Kinder. Bundesweit ist eine vollzeitbeschäftigte Fachkraft aber für durchschnittlich 4,3 ganztags betreute Krippen- oder 9,3 Kindergartenkinder zuständig. Und das entspricht aufgrund der hohen Ausfälle keineswegs der realen Betreuungssituation. Nötig wären 107.000 zusätzliche Stellen oder Mehrausgaben von 4,8 Milliarden Euro pro Jahr – zusätzlich zu den aktuellen Kita-Personalkosten von 16,6 Milliarden pro Jahr für die 3,3 Millionen Kinder, die Kindertageseinrichtungen besuchen. Zu diesen rd. 400 Euro pro Monat und Kind kommen Raum- und Sachkosten noch dazu. Kämen Müttern und Familien diese Mittel direkt zugute, wären unsere Kinder deutlich besser aufgehoben und versorgt …
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„Es wäre also längst Aufgabe nicht nur der Bildungspolitik, sondern aller Politikfelder, in denen Bertelsmann wildert, sich von den Einflüssen dieser Stiftung frei zu machen, anstatt ständig auf „Studien“ dieses Hauses aufzuspringen oder im günstigen Fall ein halbherziges Ceterum Censeo anzufügen.“
http://www.lehrerverband.de/aktuell_Dossier_Bertelsmannstudien_Dez_12.html
]]>Dass der vollständige Ganztagesbetrieb von Kitas und Schulen weder in Frankreich noch in England oder Schweden besonders erfolgreich war, scheint die Bertelsmann Stiftung wenig zu interessieren, ebenso wie die Tatsache, dass die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg mit ihren Halbtagsschulen bundesweit am erfolgreichsten abschnitten.
Dagegen sieht die neueste Studie von Wissenschaftlern der Leopoldina für eine gesunde biologische, psychologische, linguistische und soziologische Entwicklung von Kindern eine gelungene, sensitive, störungsfreie, warme Bindung an die Eltern ( S. 71 ).
Zitat:
Je erfolgreicher die Entwicklung in den früheren Phasen war, umso größer ist auch das Potential für weiteres lebenslanges Lernen und damit nicht zuletzt auch für ein „erfolgreiches“ Altern.
Doch dieser Aspekt interessiert hierzulande nicht.
In der öffentlichen Diskussion sind diese grundlegenden Erkenntnisse bislang nicht hinreichend aufgenommen worden. Dies zeigt sich nicht zuletzt in den z.T. heftig geführten Debatten über die Ursachen individueller Unterschiede, mangelhafter Integration oder Bildungsungerechtigkeit. Viele der dabei vertretenen Thesen sind wissenschaftlich nicht haltbar. Würde man stärker die wissenschaftlich gesicherten Fakten berücksichtigen, so ließen sich die Debatten erheblich versachlichen und zielführende Maßnahmen vermutlich schneller und gewinnbringender umsetzen.
http://www.leopoldina.org/uploads/tx_leopublication/2014_Stellungnahme_Sozialisation_web.pdf
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