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Die Verhältnisse in den USA lassen sich nicht mit den hiesigen vergleichen. Dort gibt es kaum eine staatlich organisierte Alters- oder Kranken- oder Pflegeversicherung. Die Menschen sind im Ernstfall auf die Hilfe ihrer Familie, besonders ihrer Kinder angewiesen. In Deutschland haben wir die gesetzlichen „Versicherungs“systeme, vor allem die Rentenkasse, die im Umlageverfahren dafür sorgen, dass jedermann/jederfrau sich auf Versorgung verlassen kann, es sei denn er/sie habe Kinder erzogen. Dann ist sie (er) selber schuld, wenn sie (er) keine auskömmliche Rente kriegt. Diese steht nämlich nur denen zu, die in ihrer Erwerbsbiografie keine Ausfallzeiten wegen Kindererziehung haben! Auf Dauer kann man niemanden für dumm verkaufen!
]]>Und wie sieht es in Ländern aus, die keinerlei staatliche Kinderbetreuung kennen? Dort bewegen sich die Geburtenraten in Schwindel erregenden Höhen. Namen erspare ich mir, weil es zu viele sind.
Wenn wir mit solch widersprüchlichen Vergleichen argumentieren, bei denen ich Ihnen vermutlich sogar überlegen wäre, Herr Ebner, und sich jeder das raussucht, was ihm in den Kram passt, kann jede Diskussion gleich beendet werden.
Vergleichen wir lieber Äpfel mit Äpfeln statt mt Birnen und bleiben wir im eigenen Lande. Leider kenne ich keine Untersuchung zu einer Frage, die ich gern mal beantwortet hätte. Sie liegt nicht nur auf der Hand, sondern drängt sich geradezu auf.
Welche Familien haben im Schnitt mehr Kinder, die mit Fremd- oder die mit Eigenbetreuung des Nachwuchses?
Und zwei Zusatzfragen lauten:
1) Warum gibt es bisher keine solche Untersuchung, die doch auf einfachste Art klären würde, welche Betreuungsform für die Geburtenrate am besten wäre?
2) Falls es eine solche Untersuchung gibt, warum geraten dann ihre Ergebnisse nicht in die Öffentlichkeit?
Es gibt nicht einen einzigen Hinweis darauf,dass längere Karenzzeiten, Betreuungsgelder oder sonstige derartige Leistungen irgendeinen Einfluss auf die Geburtenrate haben. Im Gegenteil – in den USA gibt es so gut wie keinen Muterschutz und keine Karenzzeit- dort ist die Geburtenrate aber fast doppelt so hoch wie bei uns.
]]>Lieber Herr Brosowski,
Ihr Vorschlag, so genial er ist, steht schon seit 2 Jahrzehnten auf dem Programm der Ökologisch Demokratischen Partei ÖDP – Familie und Umwelt. http://www.ödp.de/fileadmin/user_upload/bundesverband/programm/programme/BundespolitischesProgramm.pdf,
ab Zeile 943.
Das war genau der Grund, mich für diese Partei zu engagieren.
Ein sozialversicherungspflichtiges Erziehungsgehalt ( EZG ) honoriert Kindererziehung und schützt vor Altersarmut, ohne Unterschiede zu machen, in welcher Familienstruktur Kinder aufwachsen.
Der Deutsche Familienverband DFV plädiert eher für Familiengerechtigkeit bei Steuern und Abgaben. Aber das hilft Geringverdienern wenig, weil sie wenig Steuern zahlen. Das EZG aber behandelt alle Eltern gleich, ob sie viel oder wenig verdienen.
Doch leider haben Sie recht, Herr Brosowski, dieses Konzept, so genial es ist, wird in unserem Wirtschaftssystem verhindert, weil es als „Fehlanreiz“ verunglimpft wird, der Frauen an den Herd zwingt, anstatt an die ALDI-Kasse ! Ich selbst konnte mich bei einer Verhandlung vor dem Stuttgarter Sozialgericht davon überzeugen. Die Richter wiesen eine Klage von Eltern gegen den Mindestbetrag beim Elterngeld von 300.- ab, das der Mutter ( Ärztin ) zugestanden wurde, weil sie vor der Geburt ihres 3. Kindes kein Einkommen nachweisen konnte. Begründung der Abweisung: Die Gesellschaft habe einen „Paradigmenwechsel“ im Sinne einer Abkehr von einem veralteten weiblichen Rollenmuster vollzogen, dem sich das Gericht verpflichtet fühle!
Ja, wenn selbst Sozialgerichte, entgegen der familienbezogenen Urteile des Bundesverfassungsgerichts, Familienarbeit für null und nichtswürdig erklären, wohin geht dann die Reise?
Weil unsere „Initiative für Familiengerechtigkeit“ völlig unabhängig von Religion oder Parteien agiert, werden hier alle Modelle und alle Widerstände publiziert, damit sich die Nutzer ein eigenes Bild schaffen können.
Ich finde es jedenfalls höchst erfrischend, Herr Brosowski, dass Sie selbst das ÖDP-Modell vorschlugen. Davon unabhängig empfehle ich allen Nutzern die Seite: http://www.johannes-resch.de, bzw. die Seite: http://www.rettet-die-familie.de vor, und bitte um weite Verbreitung.
Mit allerbestem Dank
Bärbel Fischer
In einem ersten Schritt wäre zu ermitteln, welche Beträge die öffentliche Hand tatsächlich für einen Kita-Platz aufbringt( es geht nur um die Kinder zwischen Geburt und drittem Geburtstag). In den Medien kursiert ein Betrag um die 1500 Euro monatlich.
Sodann wären sämtliche staatliche Leistungen für die Betreuung zu streichen – Kitasubventionen ebenso wie das Betreuungsgeld, Elterngeld u.s.w. .
In einem weiteren Schritt würde jedem Kind in diesem Alter der so gesparte Betrag – wir reden von rund 1500Euro – gegeben. Ausgehändigt würde der Betrag den Erziehungsberechtigten, in der Regel den Eltern. Das würde über Steuerbefreiung in der genannten Höhe geschehen oder, wenn zu wenig Steuern zu entrichten sind, durch direkten Zuschuss.
Die Eltern würden dann entscheiden, ob sie ihr Kind zu Hause erziehen oder in eine Krippe geben; in letzterem Fall müssten sie eben die tatsächlichen Kosten aufbringen.
Warum wird dieser naheliegende Vorschlag nicht umgesetzt? Hierüber kann man nur spekulieren. Meiner Meinung nach lässt die Arbeitswelt – das Kartell aus Arbeitgeberverbänden, Gewerkschaften und den diesen hörigen Medien – ein solches Vorgehen nicht zu. Diese wollen um jeden Preis Papa und Mama an die Werkbank bringen- das füllt angeblich (!) die Sozialkassen, bringt den Gewerkschaften mehr Mitglieder, schafft Abhängigkeiten. Wieso „angeblich“? Weil es dabei vorrangig auf das Arbeitsvolumen, nicht so sehr auf die Anzahl der Werktätigen ankommt. Mein Vater arbeitete noch 44 Stunden die Woche, meine Mutter erzog die drei Kinder. Zu meiner Zeit wurde die Wochenarbeitszeit auf 35 Stunden und darunter gedrückt, ohne die Leute zu fragen, ob sie dies denn wollten und ohne ihnen die Konsequenzen – Papa und Mama an die Werkbank – vorher darzustellen. 44 Wochenstunden lang und mehr wird unterdessen heute in vielen Fällen wieder gearbeitet- von den Freiberuflern, den jungen, ausgebeuteten Ärzten und Ingenieuren, den Scheinselbständigen aller Art und – vor allem und nach wie vor – von den Müttern. Es sieht so aus, als sei die ganze Gesellschaft in eine Falle getappt.
]]>Befragen Sie doch mal Psychologen zu den Spätfolgen früher Fremdbetreuung. Süchte aller Art, Depressionen, Aggressionen nach innen und außen. Was der Staat Ihrer Meinung nach spart, muss er später vielfach wieder aufwenden. „Es gibt überhaupt keine vernünftige Alternative“ – diesen Spruch hat man im Zusammenhang mit Atomkraft früher auch immer gehört – Fukushima genügte, um diese pauschale Aussage zu widerlegen.
Wenn Sie über Leistungsfähigkeit sprechen, dann müssen wir zunächst über optimales „Heranwachsen“ sprechen. Weil ich das Aufwachsen der eigenen Kinder mit und ohne Kita erleben durfte, bin ich überzeugt, dass es ohne Fremdbetreuung sehr viel besser gelingt und die Leistungsfähigkeit der Nachfolgegeneration durch familiäre Betreuung erheblich gesteigert wird. Leider gibt es hierzu staatlicherseits wenig Forschungen. Die Ergebnisse würden mit Sicherheit ein sofortiges Umdenken erfordern.
Kita und Co. dienen weder dem Kind noch den Eltern und langfristig auch nicht der Gesellschaft. Ich glaube es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis sich das staatliche „24h-Betreuungsbildungssystem“ komplett wandeln wird.
Hallo, Herr Ebner,
können wir uns darauf einigen, dass – so mütterverachtend wie die Dinge jetzt laufen – ein Trend geschaffen und täglich verstärkt wird, dass Eltern beschließen, jetzt doch endlich auch „modern“ zu werden und ihr Kind betreuen zu lassen, anstatt es selbst zu betreuen? Trotz Krippengarantie „für alle“ waren ursprünglich nur für 35 % der Kleinkinder Betreuungsplätze geplant. Dann wurden es 40 %. Wo wir heute stehen, weiß ich nicht, aber doch noch lange nicht bei 100%. Da muss der Staat noch eine Menge Kohle rausrücken. Damit könnte er ebensogut ein Betreuungsgeld so weit aufstocken, dass Mütter, die das gerne wollen, aber aus wirtschaftlichen Gründen nicht können, die Möglichkeit bekommen, bei ihrem Kind zu bleiben.
Das Herz sorgt aber für den wirtschaftlich dringend gebrauchten Nachwuchs. Oder kennen Sie Eltern, die sich aus Verstandesgründen Kinder angeschafft hätten?
Der kühle Verstand sagt auf ganzer Linie „nein!“. Nur das Gefühl sagt „ja!“, weil es den Nachwuchs trotz verstandesmäßiger Warnungen vor Einbußen und Nachteilen als Bereicherung empfindet. Das Gefühl ist irrational und gerade deswegen Anwalt für Kinder.
Wenn der Nachwuchs vorwiegend in fremden Händen groß wird, fehlt es dem Gefühl an Nährboden. Eltern werden um ihre naturgegebene Antriebsfreude zum Selbst-Aufziehen der Kinder gebracht. In dessen ersten Lebensjahren ist sie besonders stark ausgeprägt und korreliert mit der Schutzbedürftigkeit des Nachwuchses.
Dass Ihr viel zitiertes Wirtschaftswachstum bei einer anhaltend niedrigen Geburtenrate auf tönernen Füßen steht, werden auch Sie nicht bestreiten können, Herr Ebner. Und je mehr junge Frauen Sie durch wirtschaftlichen Druck schon in den ersten Lebenswochen ihres Kindes zu Steuerzahlerinnen machen wollen, desto mehr behindern Sie höhere Geburtenraten – aber auch Menschlichkeit und Elternglück.
Ich vermisse bei der angeblichen „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ das, was auf Neudeutsch „emotionale Intelligenz“ genannt wird.
Das mag sein, das Herz schafft aber kein Wirtschaftswachstum und ohne dieses gibt es weniger Steuereinnahmen und damit weniger Förderung für die Familien.
]]>Naja, die Wahrheit liegt wohl in der Mitte. Ich bezweifle, dass das Betreuungsgeld in der aktuellen Form einen Lenkungseffekt hat – und auch wenn sind die Einsparungen daraus nicht so gigantisch. Denn der Staat muss Kinderbetreuungseinrichtungen flächendeckend und auch an den Tagesrändern ohnehin bereitstellen, egal ob und in welcher Höhe er Betreuungsgeld auszahlt. Das eine ist keine Alternative für das andere und umgekehrt- es sind einfach verschiedene Zielgruppen. Ich möchte aber nicht missverstanden werden. Ich finde ein Betreuungsgeld als Anerkennung für die Eltern nicht verkehrt – es sollte aber auch an Mütter ausgezahlt werden, die absolut nicht auf eine Erwerbstätigkeit verzichten können, z.B. Alleinerzieherinnen.
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