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Herzlich gelacht habe ich übrigens bei dem Teil, als Frau Schwesig mit überzeugendem Ton einen (ganzen?) Familienvater mit der Forderung nach mehr Betreuungsplätzen als Begründung hernahm, weshalb die bayrische Haltung zum Betreuungsgeld als verfehlte Familienpolitik anzusehen sei.
Einbildung ist auch eine Bildung! Zwar eine Fehlbildung, aber ……
G u t e s Familienleben sieht offenbar so aus: Mutter, Vater und Kind/er bewegen sich tagsüber je in ihrem separaten Lebensumfeld, das mit dem der anderen keine Berührung hat . So müssen sich die Eltern von der Erzieherin erzählen lassen, dass ein neuer Zahn kommt, dass das Kind die ersten Schritte wagt, dass es evtl. krank wird ( Ohrenweh oder Bauchweh oder Heimweh ??? ) Die teure Wohnung bleibt acht Stunden am Tag zwar schön möbliert, aber verwaist. Der Herd bleibt kalt. Abends fallen drei oder vier erschöpfte Menschen ins Haus und melden ihre Ansprüche an. In den drei Abendstunden soll gelingen, was während acht Stunden versäumt wurde: Zuwendung, Anteilnahme, Ermunterung, Unterstützung, Trost und Hingabe. Statt dessen: Hektik, Organisation des morgigen Tages, Vorwürfe wegen nicht eingehaltener Absprachen, der AB muss abgearbeitet werden, von der Hausarbeit mal ganz abgesehen.
Auflösung der Familie in ihre Einzelteile.
Wahrlich, Frau Schwesig, ein g u t e s Leben!
Oder hat jemand andere Vorstellungen von Familie?
Sehr geehrte Frau Fischer,
vielen Dank für Ihre Zuschrift an Frau Schwesig, in der Sie sich auf ihre Rede am vergangenen Wochenende beim SPD-Parteitag in Bayern beziehen. Es ist eine falsche Behauptung, dass Manuela Schwesig in ihrer Rede im Zusammenhang mit dem Betreuungsgeld angeblich von „Gebärmaschinen“ gesprochen hätte! Hören Sie bitte selbst in die Rede hinein: http://bayernspd.de/videos/?id=E6RpKWsbZvU
Frau Schwesig hat vielmehr in einem anderen Kontext, der sich nicht auf das Betreuungsgeld bezog, darauf hingewiesen, dass sie eine Familienpolitik unterstützt, die sich nicht allein an Statistik und der Geburtenrate orientiert. Sondern für sie ist es entscheidend, die Familien so zu unterstützen, dass sie gut in ihrem Leben klar kommen. Dabei geht es um einen Mix aus Zeit, Geld und Infrastruktur. Frauen, die zuhause bei den Kindern bleiben, als „Gebärmaschinen“ zu bezeichnen, liegt Frau Schwesig fern. Und übrigens: Frau Schwesig ist selbst liebevolle Mutter eines fünfjährigen Sohnes.
Mit freundlichen Grüßen
Bettina Martin