Frauenpolitik – Politik für oder gegen Frauen?

OFFENER BRIEF

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,                                                                               sehr geehrte Frau Familienministerin Giffey,                                                                    sehr geehrte Frau CDU-Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer,                                     sehr geehrte Frau von der Leyen!

Nun sind auch die Ministerien nach Geschlechterquoten besetzt. Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSJ) bleibt weiterhin in weiblicher Hand. Die sympathische Frau Giffey , SPD, aus Berlin-Kreuzberg wird vermutlich fortsetzen, was ihre Vorgängerinnen auf den Weg gebracht haben. Zuletzt war das Familienministerium mit Heiner Geißler von 1982 – 1985 männlich besetzt.

Allmählich überfordert die „Frauenpolitik“( Politik von Frauen für Frauen ) mein logisches, aber auch mein demokratisches Verständnis. Bisher bin ich immer davon ausgegangen, dass in einer Demokratie nicht der männlich-weibliche Proporz, sondern die Qualifikation für ein Amt ausschlaggebend ist. Doch auch unsere männlichen Politiker kuschen inzwischen ganz brav, wenn es um Frauenquoten geht.

Zumindest widerspricht die Frauenpolitik dem Gender-Dogma, dass es keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern gebe. Wozu dann aber eine Frauenpolitik, die damit begründet wird, dass Frauen „naturgemäß“ ( ach? ) anders, also empathischer, eben weiblicher denken, humanere Prioritäten und Akzente setzen als Männer?

Und sind es nicht die Feministinnen aus Politik und Medien, die allen Frauen vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben. Sind nicht sie es, die nur zufrieden sind, wenn alle Frauen in steril-patriarchale Rollen schlüpfen? Gilt die viel gepriesene Vielfalt nur in der Wahl sexueller Vorlieben – im Genderjargon fälschlich „Geschlecht“ genannt – nicht aber in der Wahl eines selbstbestimmten Lebensentwurfs?  Sind nicht sie es, die Mutterschaft und Familienarbeit verteufeln, weil diese ihr monopolar eingeschränktes Denkmuster beleidigen? Kapieren sie nicht, dass es bei der Emanzipation um Selbstbestimmung geht, und nicht um Unterwerfung unter ein ausbeuterisch sozialistisches Gleichheitsdiktat?Ausbeutung von Frauen war zu allen Zeiten erfinderisch. Heute zieht sie sich den Mantel der Emanzipation über, damit weibliche Erschöpfung und Einsamkeit unsichtbar werden.

Als Idol der Frauenpolitik gilt die siebenfache Mutter Ursula von der Leyen (UvdL), die den Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz und den einjährigen Lohnersatz namens Elterngeld durchgesetzt hat. Dass sie damit aber 60% aller Mütter von Kleinkindern vor den Kopf stößt, denen die Präsenz im Kinderzimmer wichtiger ist als die Präsenz an der Ladenkasse, das ignoriert die ARD /ZDF- Ikone UvdL. Jährlich bezahlen diese Mütter ihre Empathie zum eigenen Nachwuchs mit bis zu 18 000 € Verlust gegenüber erwerbstätigen Müttern. Vollzeitmütter werden von Politikerinnen arrogant ignoriert, weil diese sich selbstbestimmt weder vom Ehemann, noch von ihren Kindern „emanzipieren“ wollen, denn in ihren Augen hat Familie Vorrang vor dem Erwerb. Aber ganz ehrlich –  dieses Lebensmodell muss man sich auch leisten können, was inzwischen nicht mehr vielen Eltern gelingt.

„Frauenpolitik mit Herz“ (!) war es auch, als UvdL abertausenden von Babys ihre Mama stahl. Die Mütter sollen sich künftig gefälligst durch Erwerbsarbeit im Betrieb ihren Unterhalt und ihre Rente selbst verdienen, und nicht mehr durch „popelige“ Kindererziehung zuhause. „Wer nicht einzahlt, muss das Risiko Altersarmut eben selber verantworten“, heißt seither die zynische Devise einer Manuela Schwesig. Dafür müssen doch unsere Babys endlich mal Verständnis aufbringen und sich tagsüber ins Ghetto schicken lassen! Wen kümmern schon herzzerfetzende Kindertränen? Frauenpolitik mit Herz eben!

Seit einer Generation verlieren jährlich hunderttausend bis zweihunderttausend Kinder in den ersten Wochen ihr Leben. Ihr Potential wird gekappt. Wir verzichten auf geniale Ressourcen. Auf diese Kinder wären wir dringend angewiesen! Heute fehlen Fachkräfte, Wissenschaftler, Handwerker, Ärzte … Väter und Mütter. Ist jemals eine Frauenpolitikerin entsetzt zu Taten geschritten, um diesen Skandal zu beenden? Wäre es nicht gerade Sache der Frauenpolitik, Familien autark auszustatten, damit sie nicht durch ein weiteres Kind unter ihr Existenzminimum geraten? Frauen sind es, die im EU-Parlament für „Abtreibung als Menschenrecht“ auf die Barrikaden gehen. Wo ist die Frauenministerin, die sich traut, gegen den Strom zu schwimmen und das Kindersterben zu beenden?

Was ist aus der Kinderbetreuung von Soldatinnen, aus den Kampfanzügen für „schwangere Kämpferinnen“ und den tarnfarbenen Kinderwägen geworden? Warum versäumte die Verteidigungsministerin den Blick in das lädierte Arsenal der Bundeswehr? Verständlich: Frauen beschäftigen sich nur ungern mit Instrumenten zum Töten, ist doch Weiblichkeit seit Adam und Eva dem künftigen LEBEN verpflichtet. Wenn die deutsche Bundeswehr doch eine Friedenstruppe sein soll, warum schickt UvdL dann ihre Untergebenen, allen internationalen Vereinbarungen zum Trotz, in hochgefährliche Kampfgebiete wie Mali und Afghanistan? Wieviele tote Zivilisten, und wieviele tote Soldat_innen riskiert sie mit ihrer so genannten „Frauenpolitik“? Eheleute verlieren ihre Partner, Kinder ihre Väter oder Mütter, Eltern ihre Söhne  und Töchter. Ja, wenn das nicht Frauenpolitik vom Feinsten ist!

Wo Sie, Frau von der Leyen, Ihre familienpolitischen und militärischen Spuren hinterlassen, dort bleibt verbrannte Erde zurück. Wollen Sie unbedingt als „Lady Dead“ in den Geschichtsbüchern verewigt werden?

Unser frauengeführtes Familienministerium  BMFSJ fungiert seit Jahren ausschließlich als Handlanger für Vollbeschäftigung mit der Folge, dass unsere Kinder jahrelang ganztagsbetreut elternfern aufwachsen müssen. Damit erstickt es im Keim jeden Impuls, Kinder in der – grundgesetzlich zugesicherten –  privaten Obhut und Förderung ihrer eigenen Eltern zu belassen. Autonome Elternhäuser sind erwiesenermaßen der natürliche Feind einer sozialistischen Gesellschaft. Die Radikalisierung des Kultursozialismus wird nur über den ganztägigen Zugriff auf die Kinder erfolgreich sein, speziell und perfide durch übergriffige Einflussnahme auf die kindliche Intimsphäre.

Sehr geehrte  Damen Politikerinnen, warum lassen sich Frauen schon wieder unter ein gesellschaftliches Diktat zwingen? Die Antwort ist einfach: Je karger das Brot für Familien, umso mehr sind Mütter bereit, sich mehrfach ausbeuten zu lassen, und gehe es auch über ihre physischen und vor allem über ihre psychischen Kräfte. Ich bitte Sie daher, darüber nachzudenken, wie Sie politischerseits Müttern ihre geborenen und ungeborenen Kinder wieder ermöglichen können. Frauenpolitik erweist sich heute als brutale Politik gegen Mütter, Kinder und Familie. Mir kann niemand mehr weismachen, dass Frauen empathischere Politik machen als Männer. Zu viel humanes Porzellan wurde schon von Frauen brutal zerschlagen.

Bärbel Fischer                                                                                          ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gilt der Internationale Frauentag auch für Mütter?

Verband Familienarbeit e.V.

Pressemeldung

05.03.2018

8. März: Internationaler Frauentag ! – Gilt der auch für Mütter?

Am 8. März wird wieder der Internationale Frauentag begangen. Es finden Feiern, Vorträge und Demonstrationen zur Einforderung von Frauenrechten statt.

Silke Bürger-Kühn, Vorstandsmitglied im Verband Familienarbeit e.V., fragt: “Von welchen Rechten ist hier die Rede? Und von welchen Frauen? Wer die Themen verfolgt, bekommt einen Überblick: Equal Pay Day für erwerbstätige Frauen, Rechte von Migrantinnen, Toleranz und Akzeptanz gegenüber nicht-heterosexuellen Lebensweisen. Es gibt völlig berechtigte Proteste gegen Genitalverstümmelungen, Ehrenmorde, Zwangsheirat, Zwangsprostitution und Frauenhandel. Forderungen nach Änderung des Wahlrechts ertönen: Frauen in die Politik, in die Parlamente!“

Bürger-Kühn weiter:“Vergeblich suchen wir hier die Mütter, obwohl sie rund drei Viertel der Frauen ausmachen. Sie finden lediglich am Rande und im Zusammenhang mit Erwerbsarbeit eine Erwähnung: mehr Kita-Plätze, Recht auf Rückkehr zu Vollzeiterwerbstätigkeit, flexible Arbeitszeiten. – Von Stärkung der Mütter bei der Ausübung ihrer Erziehungsarbeit zuhause ist nicht die Rede. Überfällige Korrekturen wie ein Erziehungsgehalt oder Betreuungsgeld – abgeschmettert. Verhinderung von Altersarmut durch höhere Mütterrenten – angeblich unbezahlbar, obwohl diese Renten ausschließlich von den Kindern, die die Mütter erzogen haben, bezahlt werden. Von aufrichtiger Wertschätzung der für unsere Gesellschaft unersetzbaren Leistung der Kindererziehung ist in der öffentlichen Wahrnehmung kaum etwas zu spüren. Warum ist Muttersein in Deutschland zunehmend verbunden mit Alleinerziehenden, Kinderarmut, Altersarmut? Warum finden nur bestimmte Familienformen mediale Beachtung, wie z.B Patchworkfamilien oder Regenbogenfamilien? Warum werden erwerbstätige Eltern idealisiert? Die berufstätige Mutter gilt inzwischen als Norm, ohne dass dabei die besondere Belastung durch Familienarbeit berücksichtigt wird? Das ist eine neue Form der Diskriminierung von Frauen. – Sollte nicht viel mehr vom Wohl des Kindes aus gedacht werden? Aber soweit denken die Vertreter der Wirtschaft und die von ihnen gesteuerte Politik nicht. Und das sollte Müttern zu denken geben. Hier zeigt sich, dass die Wirtschaftslobby nur an kurzfristigen Profit denkt. Denn langfristig ist eine gute Erziehung auch Grundlage für fähige und leistungsbereite Arbeirskräfte.“

Der diesjährige internationale Frauentag steht unter dem Motto „Wir verändern“. Wir hoffen, dass diese Veränderung auch den Müttern und zwar allen Müttern und ihren Kindern zugute kommen soll.

www.familienarbeit-heute.de

Tipp: Folgender Link führt Sie zu dem Video: Kinderrechte ins Grundgesetz? Bitte verbreiten Sie das Video möglichst zahlreich. Danke!

https://youtu.be/w2Ja_zoVw44

Was bedeutet „christlich-sozial“ für die CDU und Angela Merkel?

Die Schwäbische Zeitung ( Kommentar von SL ) bescheinigt am 24. 02. 2018 der Kanzlerin, das „christlich-soziale und liberale Element ihrer Partei“ zu verkörpern. Doch für den Leser wirft diese Behauptung elementare Fragen auf:

EINWURF

Sehr geehrte Frau Redakteurin, Sie sind aber mutig!

In Ihrem Kommentar schreiben Sie, Angela Merkel habe „das christlich-soziale und liberale Element in der CDU verkörpert“. Liberal lasse ich gelten. Aber wo erkennen Sie christliche *) oder gar soziale Elemente? Warum laufen die Wähler der CDU denn scharenweise davon? Eine deutliche Sprache sprechen die völlig vernachlässigte Infrastruktur, unterbezahlte und zu Tausenden fehlende Pflegekräfte in Kliniken und Altenheimen, die steigende Altersarmut und Obdachlosigkeit, ein steigender Bedarf an Tafeln, wachsende Kinder-und Familienarmut, kaum bezahlbare Wohnungen, Personalnot im Handwerk wegen einer verfehlten Akademisierung, Lehrer am Rande ihrer Kräfte wegen Überfrachtung der Schulen mit Inklusion, Migration, Erziehungsaufgaben, anstatt sich der Bildung widmen zu können….

Sie geben zu, dass Frau Merkel die konservativen Wähler übergangen hat. Das stimmt! Doch alle die o.g. Versäumnisse haben nichts, aber auch gar nichts mit konservativ oder liberal zu tun, sondern mit einer groben Missachtung des einst geschworenen Eides, ihre Kraft dem Wohle des deutschen Volkes zu widmen. Dabei müsste sie auch das Wohl künftiger Generationen im Auge haben. Denn die 0,6 bis 0, 9 Kinder pro Frau, die heute fehlen, werden künftig keine Beiträge bezahlen mit der Folge, dass die heute geborenen Kinder die Renten-und Migrationslast nicht mehr werden stemmen können. Was hat die christlich-soziale Kanzlerin unternommen, um Familien mehr als zwei Kinder zu ermöglichen, ohne ins Prekariat zu fallen? Nichts! Denn jedes dritte und weitere Kind wäre nötig, um die wachsende deutsche Kinderlosigkeit abzufedern. Dazu wäre allerdings eine Politik nötig, welche die jahrzehntelange Benachteiligung von Familien gemäß Art. 3 GG beendet. Die im vagen Koalitionsvertrag vorgesehene 10.- + 15.- Euro Kindergelderhöhung verringern nur für wenige Wochen den von unserer Regierung „legalisierten“ illegalen Abmangel im Familienbudget.

O ja, Frau Merkel hat sich verdient gemacht: für Europa, für eine rechtswidrige „Rettungspolitik“ auf Kosten deutscher Steuerzahler, für eine EZB-Enteignung deutscher Sparer, für illegale Rüstungsexporte in Krisenregionen, für die Nato und damit für rechtswidrige Bundeswehreinsätze in „rentablen“ Regionen der Welt und für den globalen Welthandel auf Kosten von Entwicklungsländern – nur nicht für das deutsche Volk, dem es heute zu 40% schlechter geht als vor Jahren.

Daher, Frau L., halte ich es für äußerst gewagt, Frau Merkel christlich-soziale Verdienste zu bescheinigen.

*) Eine sterile gleichgeschlechtliche Paarung juristisch gleichzustellen mit der Ehe von Mann und Frau mit der Option auf staatstragenden Nachwuchs, widerspricht deutlich nicht nur dem christlichen, sondern auch dem Anspruch der Staatsbürger. Denn sie alle haben das Recht auf einen auskömmlichen Ruhestand. Doch dieser Gesichtspunkt scheint für AM und die CDU unerheblich zu sein. Damit hat sich das C = christlich restlos erübrigt. Mit der von der  CDU-gebilligten  „Öffnung der Ehe“ werden inzwischen auch die Zweit-und Drittehen von Migranten und deren Kinder sozial, aber illegal vom deutschen Steuerzahler gestützt.

https://www.youtube.com/watch?v=FAwZu63ebg0

Fragen Sie noch nach den Gründen, warum die AfD wächst?

Mit besten Grüßen                                                                                                      Bärbel Fischer                                                                                          ELTERNINITIATIVE FAMILIENGERECHTIGKEIT

DFV: Aufbruch für Familien?

Nach langem Ringen haben sich Union und SPD auf einen Koalitionsvertrag für eine weitere große Koalition geeinigt. Aus Familiensicht hat der Deutsche Familienverband (DFV) die wichtigsten familienpolitischen Aussagen in dem 177 Seiten dicken Papier bereits jetzt auf den Prüfstand gestellt.

Wir fragen: Aufbruch oder Schlag ins Wasser?

http://www.deutscher-familienverband.de/19-familie/familienpolitik/799-aufbruch-fuer-familien-analyse-des-koalitionsvertrages-aus-familiensicht

 

Bei Kindern sparen – wie schäbig ist das denn!

Auch wenn schon hundertfach wiederholt, hat Prof. Martin Werding seine Studie zur Kinder-bzw. Familienarmut in die Medien gebracht. Jörg Dräger von der Bertelsmann-Stiftung verkündet, was die Spatzen seit Jahrzehnten von den Dächern pfeifen:„Mit jedem weiteren Kind wird die finanzielle Lage von Familie schwieriger.“ Dies ist seit vielen Jahren bekannt, wie der Horizontale Vergleich zeigt, den der Deutsche Familienverband jährlich errechnet:

http://www.deutscher-familienverband.de/publikationen/fachinformationen/send/2-publikationen/211-horizontaler-vergleich-2017

und

http://elternklagen.de/wp-content/uploads/2017/02/Schaubild_Horizontaler_Vergleich_Text.pdf

 

Ob dies der künftigen Koalition zu Herzen geht? In Gönnerpose will sie die Familien durch ein gesplittetes „Kindergeld“ stärken. Große Zweifel sind angebracht.

 

„Kinderreiche sind oft arm“, Schwäbische Zeitung, 8. Februar 2018

 

Leserbrief

 

Es hätte der neuen Studie gar nicht bedurft, um festzustellen dass Familien mit drei und mehr Kindern, sowie Alleinerziehende wesentlich ärmer sind als angenommen. Hatte die Facharbeiterfamilie ( Jahreseinkommen 30 000 / 2017 ) nur ein Kind, blieb ihr am Ende des Jahres 2017 ein kleines Plus von 46 Euro. Hatte sie aber vier Kinder, so verlor sie 14 666.-, also die Hälfte ihres Bruttoeinkommens ( Quelle: Deutscher Familienverband-Horizontaler Vergleich 2017). Die Familien- und Sozialverbände und selbst das  Bundesverfassungsgericht beklagen diesen Zustand seit Jahrzehnten. Jedes Jahr stellt der Armutsbericht den Anstieg der Verarmung von Kindern/Familien fest. Trotzdem geschieht nichts oder eben das Falsche.

 

Die von der künftigen Koalition in Aussicht gestellte Kindergelderhöhung von 10.- ab 2019 und weiteren 15.- für das nächste Wahljahr 2021 kann niemals die Erhöhung der Kinderkosten der nächsten Jahre auffangen, zumal sich die Eltern das Kindergeld durch ihre Steuern bereits zur Hälfte selbst zahlen. Von  knapp 39 Mrd. ausgeschüttetem Kindergeld sind 19,5 Mrd. reine Rückerstattung jener Steuern, die Eltern auf den Mindestbedarf an Kindesunterhalt einbehalten wurden ( Quelle: Familienverband der Katholiken Freiburg ).

 

Anders als beim Existenzminimum für Erwachsene erlaubt der Gesetzgeber dem Fiskus nämlich pfiffigerweise die Besteuerung des Existenzminimums von Kindern, um diese dann wohlklingend unter der Bezeichnung „Kindergeld“ wieder zu erstatten. Mithin entsprechen 184.- Kindergeld einer realen Förderung von lediglich  92.-. Solange es dem Fiskus erlaubt wird, das Kinderexistenzminimum zu besteuern, bleiben von 25.- Kindergelderhöhung nur klägliche 12,50 übrig.

 

An Kindern sparen – wie schäbig ist das denn!

 

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

Kontrollverlust – auch familienpolitisch

Sehr geehrter Herr Thorsten Schulte,

 

vor Kurzem stieß ich auf Ihr Video : „Migrationswelle in Deutschland“. Inzwischen stelle ich fest, dass es im Netz x Videos in Ihrem Anliegen gibt, auf die ich sehr gespannt bin. Sofort habe ich mir Ihr Buch KONTROLLVERLUST bestellt und mich auf Kapitel 5 gestürzt. Bereits jetzt will ich mich an Sie wenden, weil mein Unbehagen über das, was momentan in Deutschland geschieht, an eine Grenze gekommen ist. Dankenswerterweise belegen Sie alle Ihre Aussagen mit Quellen, sodass man Ihnen „Verschwörungstheorien“ nicht vorwerfen kann. Trotzdem fährt Ihnen ein eiskalter Wind von unserer so genannten demokratischen Elite entgegen, die nichts anderes vorhat, als unsere Meinungsfreiheit zu kappen ( z. B. Minister Maas, Netzdurchsetzungsgesetz ).

 

Bevor ich mich mit einer Frage an Sie wende, möchte ich meinen Hut ziehen vor Ihrem Mut und Ihrer Aufrichtigkeit, ähnlich wie vor Prof. Daniele Ganser ( Schweiz ),  der wie Sie unter der eisigen Political Correctness zu leiden hat. Bitte, bitte, lassen Sie sich nicht entmutigen!

 

Auf S. 83 nennen Sie Beispiele zur Altersarmut, zur Armut von Arbeitslosen etc.. Wir vom unparteiischen FORUM FAMILIENGERECHTIGKEIT (www.forum-familiengerechtikeit.de) beklagen seit vielen Jahren die Vernachlässigung von Familien mit Kindern gegenüber Nichtfamilien. Alle TV-Rentendebatten kursieren ausschließlich um Renteneintrittsalter und Rentenniveau. Das Thema Nachwuchs und Familiengerechtigkeit wird stets wissentlich ausgeklammert, obwohl unser Umlagesystem ausschließlich auf ausreichendem und auskömmlichem  Nachwuchs beruht.

 

Total an den Ursachen für Familien-und Kinderarmut vorbei wollen die schwarz-roten Koalitionäre nun das Kindergeld 2019 um 10.- erhöhen und ab 2021 (wahltaktisch) um 15.-! Dabei fressen bereits heute die gestiegenen Kosten für Energie und Wohnung die 25.- auf. Mit populistischen Pflästerchen ist dem Armutsproblem nicht beizukommen.

 

Eine Armada aus Familienverbänden und -initiativen haben neben der Aufforderung des Bundesverfassungsgerichts (2001), Eltern gegenüber Kinderlosen gleichzustellen, mit ihren Eingaben bei unseren Regierungen nichts erreicht. Justizminister Maas aber preist  lauthals die Einwanderung von jungen Migranten als Ersatz für fehlenden deutschen           (Beitragszahler)-Nachwuchs. Die vielen Milliarden, die heute für die Integration von Analphabeten ausgegeben werden, standen für Eltern mehrerer Kinder und für Alleinerziehende hierzulande jahrzehntelang  n i c h t  zur Verfügung! Können Sie sich vorstellen, wie sauer Eltern sind, die ihren Kindern den Klassenausflug nicht bezahlen können, wenn plötzlich genug Geld da ist für den Familiennachzug von Migranten? Können Sie nachvollziehen, dass Geringverdiener, die es sich nicht mehr leisten können, ihren Kindern eine präsente Mutter zu ermöglichen und diese deshalb in einer „Krippe“ abliefern müssen, es nicht verstehen, warum ausgerechnet Migranten Anspruch auf Familienzusammenführung haben, während ihre eigene Familie aber von 7:00 früh bis 17:00 getrennt leben muss?

 

Wie machen Sie Paaren klar, dass die Gesellschaft auf Nachwuchs angewiesen ist, wenn künftige Familien wegen unserer verkorksten Rentengesetzgebung „legal“ und  ausweglos in die Armut befördert werden? Siehe:

http://www.deutscher-familienverband.de/publikationen/fachinformationen/send/2-publikationen/211-horizontaler-vergleich-2017

Schon ab dem 2. Kind lebt die Familie mit einem Jahreseinkommen von 30 000 €          mit 5 006.- unter ihrem Existenzminimum.

 

Vielleicht, werter Herr Schulte, ist das nicht Ihre Domaine. Aber  Eltern von Kindern fragen sich schon, wohin eine Politik führt, die Migranten bevorzugt, einheimische Eltern aber seit Jahrzehnten bis zur Kinderarmut würgt. Die gebärfreudigen Migrantenfamilien werden, wenn deren Integration optimal gelingt, hoffentlich gerechte Verhältnisse erzwingen. Regierungskreise jedoch lehnen unsere Forderungen  nach familiengerechter Gleichstellung nach wie vor als „nicht finanzierbar“ ab.

 

Ein anderes Kapitel:

Sie sehen die Kanzlerin mit ihren Rechtsbrüchen als die Hauptschuldige in der Migrationsproblematik. Da stimme ich Ihnen zu. Vielleicht aber ist sie nur eine Marionette zum Wohl der USA oder von Goldman-Sachs, von Junker, Schulz und Macron. Vielleicht hat Merkel gar nicht freie Hand, vielleicht ist sie lediglich Gehilfin und Vollstreckerin der Absichten einer WELTMACHT des Kapitals  ( Soros ). Jedoch auch das würde sich nicht von schuldhaftem Missbrauch ihres Amtseides entheben.

 

Diese Gedanken, werter Herr Schulte, gingen mir während der Lektüre immer wieder durch den Kopf.

 

Meine 10 Enkel sind mir Grund und Motivation, mich einzusetzen für direkte Demokratie und  Meinungsfreiheit, denn auch sie sollen als freie und selbstbewusste Bürger künftig ihren Mann stehen können.

 

Damit grüße ich Sie auf´s Beste

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Buchempfehlung: Kontrollverlust –  was uns bedroht und wie wir uns schützen

Was macht Familien arm?

Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V. IDAF veröffentlicht in seinem Aufsatz des Monats 2/18 einen Beitrag der Juristin Anne Lenze zum Thema:  „Kinder und Armut – Was macht Familien arm?“

 

http://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/archiv/2018/01/22/artikel/kinder-und-armut-was-macht-familien-arm.html

 

Zitat:

Die Kinderarmut ist seit den 1960er-Jahren stark gestiegen, obwohl Eltern und Gesellschaft immer weniger Kinder zu versorgen haben.

Die Kinderarmut ist gestiegen, obwohl immer mehr Mütter erwerbstätig sind.

Die Kinderarmut ist gestiegen, obwohl die Zahl der Arbeitslosen in den vergangenen Jahren erheblich gesunken ist.

Die Kinderarmut steigt selbst in Bundesländern wie Bayern und Baden-Württemberg mit einer besonders guten Beschäftigungslage

 

 

 

60 Jahre Rentenreform – auf Kosten der FAMILIE!

Der zweite Vorsitzende des Bündnisses RETTET DIE FAMILIE (www.rettet-die-familie.de) Dr. Johannes Resch hielt am 25.  November 2017 anlässlich des 2. Stiftungstags der Hans-Joachim -Maaz-Stiftung  einen Vortrag zur Gefährdung der Familien heute – 60 Jahre nach der für Familien ruinösen  Adenauer´schon Rentenreform.

Zitat:

„….  Aus heutiger Sicht ist deutlich zu machen: Die Familie wird ihre natürliche Vitalität nicht wieder zurückgewinnen können, solange die falsche Weichenstellung von 1957 nicht korrigiert wird. Damit meinen wir nicht, dass wir die Abschaffung unserer Rentenversicherung verlangen. Aber so lange die Alterssicherung, die eigentlich der Lohn der Erziehungsarbeit ist, vergesellschaftet bleibt, ist eine Vergesellschaftung der Kinderkosten zu fordern. Das gilt sowohl für die Sachkosten wie für die Erziehungskosten der Kinder. Die bloße Übernahme der Kindererziehung durch den Staat ist weder menschen- noch verfassungsgerecht.“ …

http://familiengerechtigkeit-rv.info/wp-content/uploads/2017/11/60-J.-Rentenreform-Adenauer.pdf

Bildmaterial zum Vortrag

http://familiengerechtigkeit-rv.info/wp-content/uploads/2017/12/PPP-Rettet.pdf

 

 

 

 

Artgerechtes Aufwachsen für ALLE Kinder!

Unter dem Titel „Steinzeitbabys im Internetzeitalter“ veröffentlichte <Publik Forum, kritisch – christlich – unabhängig >, einen Artikel von Barbara Brüning. Am Beispiel einer jungen Portfoliomanagerin zeigt sie: Immer mehr Eltern wollen ihre Kinder „artgerecht“ aufziehen. „Artgerecht“ – das bedeutet für Frau L., 24 Stunden am Tag selbst die Bedürfnisse ihres Babys wahrnehmen zu wollen, von seinem Wunsch nach Kuscheln, nach Nahrung bis zur Pflege. Das bedeutet eben, auf den Erwerb solange zu verzichten, wie das Kind seine eigene Mama braucht. Dazu gehört Intuition und Sensibilität und sehr viel Zeit. Und dazu gehört heute ein große Portion Widerstand gegen alle Bevormundung aus Politik, Wirtschaft und feministischer Ideologie. Für Frau L. gehört ihr Bauch nicht ihr selbst, sondern ihren Kindern.

 

Ja doch, mit dem Gehalt ihres Ehemanns kommt die Familie L. über die Runden. Aber leider haben nicht alle Eltern die Möglichkeit, ihre Kinder „artgerecht“ aufzuziehen, so sehr sie sich das auch wünschten, weil  Kindererziehung in unserem Land eben keine Kohle abwirft und keine Rentenpunkte. Staatlich finanziert wird ausschließlich Kollektivbetreuung. Darüber hinaus zeigen die Horizontalen Vergleiche zum frei verfügbaren Einkommen, dass  jedes weitere Kind eine Familie zunehmend in  Existenznot bringt.

http://www.deutscher-familienverband.de/publikationen/fachinformationen/send/2-publikationen/211-horizontaler-vergleich-2017

und

http://www.familienbund-freiburg.de/html/media/was_am_monatsende_uebrig_bleibt_horizontaler_vergleich.html

 

Während unser Familienministerium seit Jahren unter Renate Schmidt, Ursula v.d. Leyen und Manuela Schwesig unter dem Vorwand EMANZIPATION die möglichst frühe, möglichst ganztägige Erwerbsarbeit von Müttern nach der Entbindung forciert, und damit eine Entfremdung von Mutter und Kind, regt sich zumindest in abgesicherten Familien wieder ein Trend, der nicht nach den Bedürfnissen der Betriebe und des Finanzministers fragt, sondern nach den Bedürfnissen des Babys, das seit der Steinzeit auf die Mama angewiesen ist.

 

Leserbrief

Bravo! Da hat sich Publik Forum aber was getraut, was bei anderen Blättern ein absolutes NO GO ist. PF stellt eine emanzipierte Managerin vor, die sich weder von Frauenverbänden, noch von der so genannten Familienpolitik die nötige Zeit stehlen lässt, um dem Bedürfnis ihres Kindes nach Bindung und Nähe gerecht zu werden. Sie folgt keinen verlockenden Angeboten, sondern vertraut ihrer Intuition, um ihr Kind „artgerecht“ aufwachsen zu lassen.

O, o, was mögen da bloß die Grünen sagen? Artgerechte Haltung ja, aber doch nicht für Menschenkinder! Emanzipierte Mütter lassen sich an den Betrieb fesseln, aber doch nicht ans Haus! Wozu gibt es schließlich Ställe, Pardon Krippen mit Rechtsanspruch!

Und erst die FDP? Freiheit in der Wahl seines Lebensentwurfs gilt für alle, nur nicht für Mütter, die in der Nähe ihrer Kinder bleiben wollen. Wer nicht erwerbstätig sein will,  n u  r  weil er die künftigen Garanten der Solidargemeinschaft großzieht, hat eben die Risiken Abstieg und Altersarmut selbst zu tragen – sorry! In diesem Zynismus sind sich fast alle Parteien einig.

Preisfrage: Was kann die Politik tun, um  a l l e n  Kindern ein „artgerechtes“ Aufwachsen zu ermöglichen?

Bärbel Fischer

 

Mütterrente erweitern! – SOLI in die Beitragskasse überführen!

Im Interview mit Tobias Schmidt spricht sich die FDP Generalsekretärin Nicola Beer gegen die Mütterrente aus mit der Begründung, gegen Altersarmut sei diese keine Hilfe, weil sie auf die Grundsicherung angerechnet würde. Doch dieser Skandal ließe sich ruckzuck beseitigen, indem man die Mütterrente eben zur Grundsicherung hinzufügt. Mütterrenten müssen nicht nur Altersarmut beseitigen, sondern die Leistung der Mütter vor 1992 honorieren. Aber auch dafür gibt es bei der FDP kein Verständnis. Sie plädiert lieber für die Abschaffung des Solidaritätszuschlags ( SOLI ) – ein Vorschlag, der Familien total aus dem Auge verliert.

OFFENER  BRIEF

Schwäbische Zeitung – Nachrichten & Hintergrund 11. 11. 2017, Nachgefragt

 

Bei dem „zentralen Versprechen aller Parteien, den SOLI auf null zu führen“ soll die „Glaubwürdigkeit der Politik insgesamt “ demonstriert werden ( Zitat ). Dabei demonstriert die Politik genau hier ihre Un-glaubwürdigkeit.

Denn ab dem 2. Kind zahlt ein gesetzlich Versicherter bei einem mittleren Jahreseinkommen von 50 000 Euro gar keinen Soli. Da Familien durch Kindererziehung  Solidaritätsarbeit per se leisten, war die Verschonung vom Soli mehr als gerechtfertigt. Will man diesen abschaffen, so werden zwar Gutverdiener ohne Kinder üppig, Familien jedoch um keinen einzigen Cent entlastet, obwohl diese weiterhin solidarisch die Nachwuchsarbeit leisten.

Ein „Schritt in die richtige Richtung“ wäre, den Soli umzulenken in die Beitragskassen, um endlich  den unerträglichen Zustand zu beenden, dass Eltern mehrerer Kinder gleich hohe Beiträge zahlen müssen wie Arbeitnehmer, die keine oder geringe Unterhaltskosten aufzubringen haben. So zahlt das Ehepaar mit sechs Kindern genau wie das Ehepaar ohne Kinder ( Jahresbrutto 50 000.-)  10 263 Euro an jährlichen Sozialabgaben. Seit fast 20 Jahren ignorieren unsere Regierungen die Forderung des Bundesverfassungsgerichts, dass  Eltern je nach Kinderzahl bei den Beiträgen entlastet werden müssen. Doch dafür scheint auch bei den „Jamaikanern“ der politische Wille zu fehlen.

Hier wäre ein Hebel, um Kinderarmut (=Familienarmut ) zu vermeiden, denn am Ende des Jahres fehlen der Familie mit sechs Kindern bis heute von ihrem gesetzlichen Existenzminimum volle 12 361 Euro, also jeden Monat mehr als tausend Euro.

( Quelle: Horizontaler Vergleich – Familienbund Freiburg )

Bärbel Fischer                                                                                                          FORUM  FAMILIENGERECHTIGKEIT