Die Kanzlerin zittert

Schon zum dritten Mal beginnt die Kanzlerin am ganzen Leib zu zittern, wenn die deutsche Nationalhymne bei Staatsempfängen gespielt wird. Ein medizinisches oder ein psychologisches Rätsel? 

 

Leserbrief

Die Kanzlerin zittert. Aber sie zittert nicht allein. Auch Mittelständler zittern aus Furcht vor Abstieg. Arbeitnehmer zittern aus Furcht vor Entlassungen. Familien zittern vor einer CO2-Steuer, die ihr mageres Budget noch weiter einschränken wird. Händler zittern vor dem Verlust ihrer Existenz  aufgrund des Internethandels. Sparer zittern vor Enteignung durch Strafzinsen. Alt gewordene Mütter zittern vor Altersarmut. Junge Paare zittern aus Angst vor Prekariat, sollten sie sich für Kinder entscheiden. Einjährige zittern aus Angst, tagtäglich stundenlang von ihrer Mama getrennt zu werden. Junge Menschen zittern  aus Furcht, mit den Sozialabgaben für die Rentner überstrapaziert zu werden. Bürger zittern vor der Einschränkung ihrer Bargeldnutzung zugunsten einer digitalen Totalüberwachung ihres Zahlungsverkehrs. Neuerdings zittern auch Eltern aus Furcht vor dem Verlust ihrer grundgesetzlichen Rechte gegenüber dem Staat.  Und noch viele, viele andere zittern, wenn sie an ihre ungewisse Zukunft denken.

Zittern in Deutschland – tagtäglich und überall!

Die ganze Nation zittert. Wundert uns noch das Zittern der Kanzlerin?

Bärbel Fischer                                                                                          ELTERNINITIATIVE FAMILIENGERECHTIGKEIT

P. S. Wie üblich abgelehnt von der Schwäbischen Zeitung!

Suchtproblematik bereits bei Grundschülern!

Das heutige ARD-Mittagsmagazin erklärt die gängige Suchtprävention an Schulen für gescheitert, weil sich die Zahl der süchtigen Kinder um 70% erhöht haben soll. Nach den Ursachen dieses Phänomens aber wird nicht gefragt!

https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/mittagsmagazin/videos/ard-mittagsmagazin-video-1642.html

ab Minute 22:20

Zuschauerreaktion:

Sehr geehrte Damen und Herren von der Redaktion des ARD-Mittagsmagazins!

In Ihrer heutigen Sendung ging es um Suchtprävention bereits ab der  Grundschule. So richtig diese Maßnahme ist, umso fataler die Verdrängung der Frage nach der Ursache für das explodierende Suchtproblem bei Kindern. Sucht heißt nichts anderes als auf der Suche sein nach Befriedigung, nach Sicherheit und Geborgenheit. Offensichtlich fehlt unseren Kindern die Sättigung elementarer Bedürfnisse. 

Mich wundert dieses Phänomen nicht. Vielmehr konnte man voraussehen, welche Folgen der gewaltsame und viel zu frühe Entzug ihrer Mütter auf die Kinder haben wird: nicht nur Süchte, sondern auch narzisstische Störungen, Depressionen, Sprachstörungen und Defizite im Intellekt als Folge misslungener Bindung. All das ist psychologisch längst bewiesen. All das konnte man in sozialistischen Nachbarstaaten seit Jahren beobachten, was unsere Regierung jedoch nicht davon abhielt, die selben Fehler zu wiederholen. Ja, die Wirtschaft braucht Arbeitnehmer, aber auf Kosten des Kindeswohls? Zynisch könnte man sagen: Prima, zur Reparatur braucht man jetzt ganze Heerscharen von Psychologen, Sprach-, Ergo-, Suchttherapeuten – gut fürs Bruttoinlandsprodukt!

Doch Zynismus beiseite: Wenn ein Familien- und ein Bildungsministerium zu Erfüllungsgehilfen der Wirtschaft werden, dann versündigen sich diese willentlich und bewusst an der nächsten Generation, weil sie den Kindern ihren biologischen Anspruch auf mütterliche Zeit, Zuwendung und Zärtlichkeit raubten. Als ob Erzieherinnen in Kitas die Mama ersetzen könnten! Die Kinder werden ihr Leben lang auf der Suche sein nach dem, was ihnen in ihren frühen Jahren verweigert wurde. Und ob die beschädigten Kinder jemals zu einer dauerhaften Bindung an einen Partner fähig sein werden, ist fraglich.

Zahllose Mahnungen und Warnungen vonseiten der Familienverbände wurden politischerseits arrogant in den Wind geschlagen: Money, money, money lautet bis heute die Parole in der BRD. Milliarden von Steuergeld werden in die Fremdbetreuung gepumpt. Bei Müttern wären sie viel, viel besser angelegt.

Meine Kritik an Ihrer Sendung: Sie gehen der Ursachenforschung der Kindersüchte aus dem Weg. Warum? Weil es politisch unerwünscht ist, Fehlentscheidungen offenzulegen und Korrekturen anzumahnen? Dabei hätten speziell die Medien diese wichtige Aufgabe. Wann können wir Eltern darauf vertrauen, dass die Medien abseits des politischen Mainstreams zum Fürsprecher der Jugend werden?

Mit freundlichem Gruß

Bärbel Fischer                                                                                          ELTERNINITIATIVE FAMILIENGERECHTIGKEIT

P.S. Dieses Schreiben wird im Internet veröffentlicht.

Antwort der Redaktion:

Guten Tag Frau Fischer,

vielen Dank für Ihre engagierte E-Mail zur Berichterstattung des ARD-Mittagsmagazins.
Ihre Sichtweise auf die möglichen Hintergründe und Ursachen des Drogenkonsums an deutschen Schulen habe ich umgehend an die zuständige Redaktion weitergeleitet. Die Kollegen schätzen es, wenn sie zu den kontroversen Themen die Meinungen und Einschätzungen der Zuschauer erfahren.

Beste Grüße

…………………

Kindergrundsicherung?

Die Schwäbische Zeitung berichtet heute vom Vorschlag der GRÜNEN, eine Kindergrundsicherung von 280 Euro monatlich zum Schutz vor Kinderarmut zu installieren. Zur Finanzierung schlagen sie vor, Subventionen auf Dieselindustrie, Flugkonzerne, Plastiktüten, Agrarindustrie und die Mehrwertsteuerprivilegien für Gastronomie und Beherbergung  zu streíchen. Gar keine schlechte Idee – auf den ersten Blick….

Leserbrief

Ganz richtig haben die Grünen erkannt, dass den Eltern im Lande pro Kind und Monat seit Jahrzehnten mehr als 250 Euro im Monat fehlen. Schuld daran ist ein untaugliches Sozialgesetz, das bei den Sozialabgaben keinerlei Unterschied macht, ob der Arbeitnehmer zwei, vier, sechs oder gar keine Kinder zu versorgen hat. Wachsende Kinderarmut ist somit vorprogrammiert. Weil dem so ist, erfand die Familienpolitik Almosen um Almosen vom Kindergeld bis zum Bildungs-und Teilhabepaket mit bürokratischen Höchstanforderungen für die Berechtigten. Infolge dessen müssen sich Familien als Bittsteller fühlen, obwohl gerade sie es sind, die unseren Generationenvertrag ( zur Alimentierung der Rentnergeneration) noch immer erfüllen, was heute leider nicht mehr die Regel ist. 
Anstatt grüne Steuern ( z.B. CO2-Steuer) neu zu erfinden, wäre eine Reduzierung der Sozialabgaben je nach Kinderzahl nach Art. 3 GG einer Kindergrundsicherung vorzuziehen, denn die von den Grünen vorgesehenen Streichungen von Subventionen z. B. im Agrarbereich, treffen natürlich über Preiserhöhungen wiederum Eltern, die aufgrund der Familiengröße sowieso die Hauptlast an Verbrauchssteuern ( 60% des Steueraufkommens)  zu entrichten haben. 
Bärbel Fischer
Elterninitiative Familiengerechtigkeit

 

Mütter erster und zweiter Klasse

Sehr geehrte Damen und Herren der MiMa-Redaktion!

Heute am 31. Mai 2019 stellten Sie erfreulicherweise die Pflegeeltern Westermann vor, die liebevoll fünf Pflegekinder umsorgen. Besonders lobten Sie, dass Frau Sabine auf ihre berufliche Erwerbstätigkeit verzichtet, um ganz für die ihr anvertrauten Kinder da zu sein. Selbstverständlich bekommt Frau Westermann für ihre Pflegearbeit ein Gehalt, das ihr ohne Frage zusteht. Denn Pflegearbeit in der Familie ist ARBEIT.

 

Leider ist unsere Gesetzeslage so, dass die Arbeit mit fremden Kindern als Erwerbsarbeit (steuer-und abgabenpflichtig ) gewertet wird, die Arbeit bei eigenen Kindern in der eigenen Familie jedoch lediglich als Hobby betrachtet wird. Das bedeutet, dass Frau Westermann gerechterweise für ihre Arbeit entlohnt wird, Frau X. dagegen, die ebenfalls auf Berufstätigkeit verzichtet und denselben Arbeitsaufwand für ihre 5 Kinder leistet, 0,00 € verdient. Auch beim einjährigen Elterngeld nach der Geburt, sowie beim verweigerten Ausgleich zu den staatlichen Kita-Subventionen von monatlich ca. 1300.- sehen sich Familienmütter extrem benachteiligt, von der linksgrünen Streichung des ehem. Betreuungsgeldes ganz zu schweigen. Überdies müssen erwerbslose Mütter Tag um Tag um den Verlust von Rentenpunkten bangen, obwohl auch sie mit der Erziehung ihrer Kinder  für den Erhalt unseres Rentensystems sorgen.

Pflegt eine Tochter ihre alten Eltern, so kann auch sie mit einer staatlichen Vergütung rechnen. Nicht so eine junge Mutter, die ihre eigenen Kinder bei einem 18-Stundentag zuhause umsorgt.

Meines Wissens haben die öffentlich rechtlichen Sender ARD und ZDF diese krasse Benachteiligung noch nie in den Blick genommen. Vielmehr stellten sich diese bisher ganz in den Dienst des Anspruchs von Wirtschaft und Politik, dass junge Mütter sich gefälligst im Betrieb, aber keinesfalls im Kinderzimmer zu verwirklichen haben. Anders als die Westermann´schen Pflegekinder müssen leibliche Kinder auf die Präsenz ihrer Mama schmerzlich verzichten, um sich mit Ersatzpersonal außer Haus zu begnügen. Und dies nur deshalb, weil der Lohn eines einzelnen Ernährers heute nicht mehr ausreicht, um eine Familie zu unterhalten.

Die Familie Westermann verfügt zum Glück über zwei Gehälter, weil die Familienarbeit zuhause von Frau Westermann entlohnt wird. Genau dies wünschen sich abertausende von Müttern, denen ein Familiengehalt aus rein ideologischen Gründen versagt bleibt.

Daher bitte ich ARD und ZDF, sich einmal dieses Dilemmas anzunehmen, und ohne ideologische Scheuklappen die staatlich forcierte Spaltung der Elternschaft  in geförderte  und in vernachlässigte Eltern zu thematisieren.

In dieser Hoffnung grüße ich Sie freundlich

Bärbel Fischer

Von den sieben Schwaben lernen

Ist es noch Hysterie oder bereits Panik? Eine müßige Frage. Der Kampf gegen den Klimawandel gleicht dem Schwank von den sieben Schwaben, die sich mit einem langen Spieß bewaffnen, um gegen ein Phantom zu Felde zu ziehen. Dem ersten „Recken“ folgen noch sechs weitere. Siegessicher schreiten sie zur Tat. Anstatt zuhause nach dem Rechten zu sehen, ihre Äcker zu bestellen, ihre Ställe auszumisten, ihre Dächer abzudichten, fühlen sie sich auserkoren, das Land von einem gefährlichen Ungeheuer zu befreien. Mit der denkbar untauglichsten Waffe wollen sie den Drachen niederstrecken. Doch der erweist sich als flinkes Häslein, das sich ins Fäustchen lacht, einen Haken schlägt und entschwindet. Die Helden müssen beschämt erkennen, dass die Bedrohung nur ein Hirngespinst war.

Wie der muntere Hase auch, tut das Klima nämlich seit Jahrmillionen was es will. Es liefert Warm-und Kaltzeiten mit und ohne CO2. Es lässt sich von ein paar Weltrettern weder einschüchtern noch ändern, erst recht nicht mit untauglichen Maßnahmen. Die tapferen Klimahelden hätten zuhause Probleme genug zu lösen: Artensterben, Vermüllung der Gewässer, demografischer Kollaps, Kinderarmut, reparaturbedürftige Bildungssysteme etc. Aber dieser Einsatz kostet eben Grips, Schweiß und Mühe und verspricht keinen Lorbeerkranz.

Bärbel Fischer

https://juergenfritz.com/2019/03/01/klima-kann-man-nicht-schuetzen/

und:

Art. 2,2: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ – Glaubenssatz oder Menschenrecht?

In ihrem Artikel: „Millionen Entschädigungen für die Kirche, 22. Mai 2019, Seite 2“ bemängelt die Giordano-Bruno-Stiftung in der Schwäbischen Zeitung, dass die großen Kirchen bis heute vom Staat mit einer halben Milliarde Euro  entschädigt werden für die Enteignungen während der Säkularisation. Außerdem beklagt die Stiftung, christliche Glaubenssätze hätten zu viel Einfluss auf die Gesetzgebung und begründet ihre Kritik mit „gesellschaftlicher Neutralität“ und der grundgesetzlichen Religionsfreiheit.
Abgelehnter Leserbrief an die Schwäbische Zeitung:
 
Die Giordano-Bruno-Stiftung beklagt, dass in Deutschland zwischen Kirche und Staat eine Kumpanei bestehe, nicht nur finanziell. Auch christliche Glaubenssätze hätten zu viel Einfluss auf Gesetze wie zu Abtreibung oder Sterbehilfe. Mit dieser Äußerung jedoch liegt der Stiftungsvorstand gründlich daneben, denn Lebensschutz ist in erster Linie ein Menschenrecht und weniger ein religiöser Glaubenssatz. Ein demokratischer Rechtsstaat zeichnet sich gerade dadurch aus, dass er den Allerschwächsten das absolute Recht auf Leben zuspricht ( Art.2,2 GG ). Sollte „weltanschauliche Neutralität“ bedeuten, Menschenrechte zur Disposition zu stellen, dann mutieren wir ganz schnell zu einem Schurkenstaat. Ein Staat, der Abtreibung und Sterbehilfe schrankenlos freigibt, tritt das Lebensrecht mit Füßen und amputiert sich selbst bis zum Torso. Hier geht es allein um die Solidarität unter den Generationen und eben nicht um Religionsfreiheit. 
 
Bärbel Fischer

Selbstbetreuung – Rückfall in alte Rollen?

Die Schwäbische Zeitung brachte am 24. April 2019 auf ihrer Sonderseite FAMILIE unter dem Titel: „Rückfall in alte Rollen – Die Geburt des ersten Kindes setzt der Gleichberechtigung oft ein Ende“ einen Überblick des Evangelischen Pressedienstes epd über die Veränderungen der finanziellen und beruflichen Situation des Paares nach der Geburt des ersten Kindes. Eine beklagenswerte „Re-traditionalisierung“ sieht der Kindheits-und Familienforscher Dominik Krinninger vom Institut für Erziehungswissenschaft der Uni Osnabrück nach der Erfüllung des Kinderwunsches. Kein Gedanke dazu, dass Mütter ihrem Kind meist das schenken  w o l l e n , wonach ihr Kind biologisch verlangt, nämlich nach dauerhaft sicherer Präsenz. Ideologische Hirngespinste spielen für Mütter nach der Geburt plötzlich keine Rolle mehr, wenn sie ihr Kind in Armen halten. Ein Neugeborenes gilt anthropologisch bis zur Vollendung des dritten Lebensjahres als Nesthocker, ist also total auf elterliche Zuwendung angewiesen. Es verträgt eine Abschiebung in Fremdbetreuung nur unter neurologischen Einbußen an emotionalem und intellektuellem Potential.

 

Abgelehnter Leserbrief

 

Für ein starkes Stück Dreistigkeit halte ich, wenn der Ev. Pressedienst die Entscheidung von Müttern, die ersten drei Jahre bei ihrem Kind zu bleiben als „Rückfall in alte Rollen“ bezeichnet. Der Titel suggeriert, solch einen Rückfall tunlichst zu vermeiden, will man nicht als total zurückgeblieben gelten. „Mütter in die Betriebe!“ so hieß schon die sozialistische DDR-Parole. Die Kinder, denen ihre Mama schmerzlich fehlt, werden ja nicht gefragt. Sie finden es nämlich gar nicht so prickelnd, sich jeden Morgen von der Mama trennen zu müssen, und die Mütter an der Ladenkasse oder am Schreibtisch vermutlich auch nicht.

 

Tatsächlich: Die Geburt eines Kindes bedeutet hierzulande das Ende der Gleichberechtigung und der Anfang der Einkommensverluste. Dafür tragen aber nicht die Mütter die Verantwortung, sondern unsere Politik. Denn sie ist es, die Beziehungs-und Pflegearbeit gegenüber Erwerbsarbeit total missachtet. Für Fremdbetreuung in der Kita macht der Staat  monatlich 1300 Euro locker, für die mütterliche Betreuung aber null Cent. Für Mütter ist es nicht erstrebenswert, nur als männliche Kopie gleichberechtigt zu gelten. Nein, sie wollen in ihrer ureigenen weiblichen Kompetenz als Garanten für den Fortbestand unseres Gemeinwesens  g l e i c h  wertgeschätzt und honoriert werden.

Für mich ist die Entscheidung, sein ersehntes Kind selbst zu betreuen, kein Rückfall in alte Rollen, sondern höchst human, mutig und modern.

 
Bärbel Fischer                                                                                          ELTERNINITIATIVE FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

Auf heuchlerische Debatten verzichten

Die Schwäbische Zeitung sprach ( Ausgabe 11. April 2019 ) mit JUSO-Chef Kevin Kühnert über dessen Anliegen, Rente sei kein „Alte-Leute-Thema“, sondern eine Zukunftsfrage, welche die jetzige Erwerbs-und Jugend-Generation betreffe. Darin liegt er goldrichtig. Nur dass die Jugend das ziemlich spät, ja sogar viel zu spät erkennt. Viel zu lange haben sich die linksgrünen Parteien einschließlich ihrer Jugendorganisationen damit beschäftigt, die Gesellschaft in ihrem sozialistischen Sinne zu verändern ( Gender Mainstreaming, Ehe für Alle, Legalisierung von Abtreibung, Frühsexualisierung in Kita und Schule, Ganztagsbetreuung von 1 bis 12, etc. ) Doch wie immer wird auch in diesem Interview die Ursache dezimierter Renten, nämlich die Nachwuchsverweigerung, nicht thematisiert. Wie lange wollen wir uns solche heuchlerischen Debatten noch anhören?

Leserbrief

Jeder Bürger weiß, dass unsere Renten seit 1957 auf einem Umlagesystem basieren. Jede Erwerbsgeneration gibt über die Rente der Elterngeneration zurück, was diese vormals an ihren Kindern geleistet hat. Es ist ein Irrtum zu glauben, unsere Beiträge lägen für unser Alter auf der hohen Kante. Nein. Jeder Euro, heute erwirtschaftet, ist morgen ausgegeben. Mithin kommt es für unsere Gesellschaft darauf an, genügend Nachwuchs zu haben, will man im Alter eine ausreichende Rente beziehen. Mit halbiertem Nachwuchs kann man eben nur halbe Renten zahlen.

Dass ein JUSO-Chef sich traut, über künftige Renten zu lamentieren, wenn sein Club sich lauthals für die Legalisierung von Abtreibungen bis vor die Geburt in Szene setzt, ist wohl ein Witz mit Ansage. Je weniger Kinder wir haben, desto geringer werden die Renten ausfallen. Schon jetzt wird  fast ein Drittel der Renten über Steuern finanziert, wie zum Hohn auch über hohe Verbrauchssteuern, die allein Eltern zu stemmen haben, weil nur sie es sind, die noch künftige Beitragszahler großziehen.

Man fragt sich ernsthaft, warum in keiner einzigen medialen Debatte thematisiert wird, dass unsere Politik es seit Jahrzehnten versäumt, für ausreichenden Nachwuchs zu sorgen. Solange sich unsere Parteien weigern, zugunsten der nächsten Generation Korrekturen am System  vorzunehmen, sollten sie doch bitte schön, auf heuchlerische Debatten verzichten.

Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Weltfrauentag – kein Grund zum Feiern!

In Anlehnung an die gestrige Pressemitteilung des Verbandes Familienarbeit e.V. nehmen wir Stellung zu den diversen Artikeln  zum Weltfrauentag in der heutigen Ausgabe der Schwäbischen Zeitung.

Leserbrief

In sechs Beiträgen und im Leitartikel weist die Schwäbische Zeitung zum Weltfrauentag darauf hin, in welch benachteiligter und auch gefährlichen Lage sich Frauen in Deutschland und auf der Welt heute noch befinden. Ob Herr Maas, Frau Brugger oder Frau Giffey sich medienwirksam empören, es geht immer darum, Frauen die gleichen beruflichen Chancen zu ermöglichen, sei es in der Wirtschaft oder in der Politik.  In keinem einzigen Artikel fand ich allerdings das Wort „Mutter“, so als zählten Mütter nicht zu Frauen. Dabei sind die Mütter bis heute die größte und am meisten diskriminierte Gruppe im Blick auf Einkommen, Altersvorsorge und politischer Wertschätzung. Davon gibt es hierzulande für Mütter nur trocken Brot. Darum verzichten immer mehr junge Frauen auf Kinder.

Die einfache Wahrheit ist doch, dass die Mütter in jeder Gesellschaft die Basis stellen für jegliche Zukunftsfähigkeit, egal ob dabei von unseren umlagefinanzierten Sozialsystemen die Rede ist oder von der Innovationskraft unserer Wirtschaft, vom Konsumvolumen im Binnenmarkt oder vom Nachwuchsmangel in allen Berufssparten. Wer soll in einer Gesellschaft ohne Nachwuchs am Ende das Licht ausmachen?

Eine ehrliche und ganzheitliche feministische Politik kann den Anspruch der Gleichberechtigung der Frauen nicht auf die Gleichstellung mit den Männern beschränken, sondern muss alle Optionen weiblicher Lebensgestaltung einbeziehen, fraglos also auch das Mutter-Sein.“ Im Gegensatz zu Frau Brugger fordern Elternverbände keine feministische Außenpolitik, sondern eine Familienpolitik, die Mütter, berufstätig oder nicht, im Blick hat und damit unser aller Zukunft.

So bleibt die Hoffnung, dass  die Schwäbische Zeitung einen Artikel nachreicht zum Thema: „Auch Mütter sind Frauen“.

Bärbel Fischer,
ELTERNINITIATIVE FAMILIENGERECHTIGKEIT

Nachtrag

Die Antwort des zuständigen Redakteurs kam überraschend zeitnah. Er teilte uns mit, dass unser Einwurf nicht seine Meinung spiegele. Vielmehr sei er überzeugt, dass sich viele der von uns angesprochenen Probleme lösen würden, wenn wir als Gesellschaft endlich sicher stellen könnten, dass Frauen auf allen Ebenen die gleichen Rechte haben wie Männer.

Antwort

Sehr geehrter Herr N., jetzt muss ich Ihnen doch noch antworten.

 „Die gleichen Rechte“, die Sie anmahnen, werden ja insbesondere bei Frauen sträflich missachtet, die ihr Lebensmodell in einer bindungsintensiven Nähe zu ihren Kindern sehen und nicht in einer beruflichen Karriere zugunsten wirtschaftlicher Prosperität ihres Betriebs.  Beide Modelle müssen hierzulande im Sinne der Gleichbehandlung aller Bürger leb-bar sein. Keines darf zugunsten des anderen ökonomisch benachteiligt werden, wie es seit Jahrzehnten geschieht. Genau dies gehört der Öffentlichkeit kommuniziert. Deswegen sind wir ja so sauer, weil die Medien sich alle möglichen Diskriminierungen ansehen, nur die der Mütter nicht.

Zur Verdeutlichung sende ich Ihnen den Link zum „Horizontalen Vergleich über das frei verfügbare Einkommen“ von Familien bei gleichem Jahreseinkommen je nach Familiengröße. Dieser wird jährlich vom Deutschen Familienverband errechnet. Auf der roten Zeile können Sie ablesen wie Familien mit jedem weiteren Kind weiter ihr Existenzminimum opfern und in die Armut rutschen, obwohl das Kindergeld bereits berücksichtigt ist. Schuld daran sind die Sozialabgaben, die familienblind sind, weil sie die Familiengröße nicht abbilden. Die Folge ist, dass der Staat Eltern doppelte Abgaben abfordert, nämlich die des steuerbelasteten Kinderbedarfs einerseits, und andererseits gleich hohe Sozialabgaben wie sie der Single leistet. Die Differenz beim frei verfügbaren Einkommen zwischen dem Single und dem vierfachen Vater belief sich 2018 bei einem Jahreseinkommen von 35 000 € auf 25 382 €, monatlich auf 2 115 €.
 
Dieses diskriminierende Missverhältnis, werter Herr N., wollen die Familienverbände medial verbreitet sehen. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Mit besten Grüßen
Bärbel Fischer