Parole TOTSCHWEIGEN

Unsere Leserschaft wird mir hoffentlich verzeihen, dass  dieser Blog nicht nur auf Defizite in der Familien- und Gesellschaftspolitik, sondern auch auf offensichtliche Demokratiedefizite aufmerksam macht.
Zur Berichterstattung über die bayrische Landtagswahl am 14. 10.  2018 folgender

LESERBRIEF

Außer einem Bericht über die fragwürdige Denunzierungsplattform der AfD, widmet sich die heutige Schwäbischen Zeitung  auf vier vollen Seiten dem Wahlausgang in Bayern mit Analysen, Interviews, Kommentaren, Leitartikel etc. Genau zwei unvermeidliche Sätze über das Abschneiden der AfD in Bayern hat das Blatt sich abgerungen: „Die AfD zieht mit 10.3% erstmals in den Landtag ein“ und „Neben Grünen und SPD wird künftig auch die AfD im Landtag sitzen – der Streit um die Flüchtlingspolitik hat den Rechtspopulisten (gemeint ist die AfD) Wähler zugetrieben.“

Das war´s. Kein Wort über das relativ hohe Abschneiden der AfD aus dem Stand, keine Erwähnung von Namen der Spitzenkandidaten, keine Analyse zur Wählerwanderung von CSU und SPD zur AfD, keine Frage nach Wechselmotiven jenseits der Migrationspolitik, kein Interview mit AfD-Wählern oder AfD-Gewählten….. Die uninformierte  Leserschaft der Schwäbischen Zeitung muss sich trotz ABO-Kosten ihre Informationen aus dem Internet abholen.

Parole: Totschweigen! Egal mit welcher Partei solch schäbiger Umgang getrieben wird, es handelt sich immer um eine Verletzung der Informationspflicht, eine Verletzung der Gleichbehandlung und Ausgewogenheit, eine Verletzung der Meinungsfreiheit und daher auch um eine Verletzung der Demokratie.

Dies ist kein Eintreten für die AfD, sondern ein Appell an die Medien sich künftig wieder an Anstand, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit zu erinnern. Die Wähler sind ja nicht dumm, sie erkennen genau, was hier medial gespielt wird. Genau wie 2017 wird dieser dümmliche Schuss nach hinten losgehen.

Bärbel Fischer, langjährige Abonnentin der Schwäbischen Zeitung

Mitmenschlichkeit zum Nulltarif ?

Sozialverbände, Medien und Politik äußern sich publikumswirksam höchst entsetzt über die kleine Anfrage der AfD zu Behinderungen bei heimischen und immigrierten Kindern. Schnappatmung bei den Politikern, Aufschrei bei den Sozialverbänden über so viel „soziale Kälte“. Man scheut sich auch nicht, Inzest-und Euthanasiephantasien zu unterstellen.  Cui bono? Zu wessen Nutzen, möchte man fragen, wird nun dieser mediale Hype inszeniert? Was soll er bewirken?  

Einwurf

Für mich ist dieser Aufstand die pure Heuchelei, solange stillschweigend und klaglos akzeptiert wird, dass in Deutschland jährlich um die 100 000 Embryonen über ein liberales Abtreibungsgesetz „entsorgt“ werden. Es fehlt uns seit zwanzig Jahren der Nachwuchs in der Größenordnung einer Großstadt – jährlich! Das Gejammer über fehlende Fachkräfte widert mich an, denn unsere Politik hätte längst die Voraussetzungen dafür schaffen können, dass sich Eltern mehr als ein oder zwei Kinder überhaupt noch leisten können, ohne die ökonomische Existenz der Familie zu gefährden. Denn mehr als 40% aller abgetriebenen Kinder sind dritte oder vierte Kinder von Familien, die sich wegen ihres vorhandenen Nachwuchses bereits in staatlich verursachter Notlage befinden.

Zum Zweiten stellt sich hier die Frage nach dem hiesigen Demokratieverständnis, wenn eine lächerliche Anfrage ausgeschlachtet wird, als stünde die Rückkehr der Nazidiktatur zur Debatte.

Echte Mitmenschlichkeit kostet eben Engagement, Verantwortungsbereitschaft und Geld, geheuchelte Mitmenschlichkeit geht, wie man sieht, zum blanken Nulltarif.

 

Bärbel Fischer                                                                                          ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

 

 

Kath. Theologin treibt Christen ungewollt in die AfD

Indem die kath. Theologin, Frau Sonja Angelika Strube „neurechtes Christentum“ auszumachen glaubt, das sie mit Falschbehauptungen über die DEMO FÜR ALLE stützt, https://demofueralle.wordpress.com/2017/11/08/demo-fuer-alle-weist-falschbehauptungen-von-katholischer-theologin-zurueck/ reitet sie missionarisch eine Genderattacke nach der anderen gegen Mitchristen, die zu Lebensrecht, Elternrecht, sexueller Selbstbestimmung eine andere Auffassung haben als sie selbst. In ihrem Wahn, „modernen Katholizismus“ zu fördern, erreicht sie mit ihren fragwürdigen Mitteln genau das Gegenteil dessen, was sie  beabsichtigt. Im Publik-Forum-Dossier < Die zerrissenen Gesellschaft > wettert sie gegen Christen mit konservativer Wertskala und unterstellt der AfD, diese Menschen für ihre Zwecke zu missbrauchen. Dass sie dabei der AfD einen wertvollen Dienst geleistet hat, kann man am Wahlergebnis ablesen.

Hier veröffentlichen wir das Antwortschreiben des FORUMS Familiengerechtigkeit an Frau Strube:

Sehr geehrte Frau Strube,

wie Sie im Publik-Forum – Dossier“ Die zerrissene Gesellschaft“ 8/17 behaupten, existiert die „Gender- Ideologie“, gegen die sich der Südwesten der Republik so heftig sträubt, gar nicht. Mag sein, dass Sie diese Einflussnahme „Gender- Theorie“ oder „Gender-Prozess“ nennen. Der Effekt bleibt derselbe. Zu Ihrer Information folgende Belege:

Einflussreiche Interessengruppen sorgten auf der Weltfrauenkonferenz 1995
dafür, dass die UN-Vollversammlung die Ziele der Gender-Theorie annahm und diese sich so immer stärker durchsetzen konnten. Dazu gehört die „Befreiung der Frau“ durch die gesellschaftspolitische Aushebelung der Mann-Frau-Ehe, denn die traditionelle Familie sei Ursprung aller Unterdrückung.

http://www.dijg.de/gender-mainstreaming/dale-o-leary-agenda-konzept-hintergrund

Die Teilnehmerin Dale O‘Leary fasste einige Thesen in ihrem Buch „The Gender Agenda“ so zusammen:

 

  • In der Welt braucht es weniger Menschen und mehr sexuelle Vergnügungen. Es braucht die Abschaffung der Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie die Abschaffung der Vollzeit-Mütter.
  • Es braucht freien Zugang zu Verhütung, Abtreibung für alle und Förderung homosexuellen Verhaltens, da es dabei nicht zur Empfängnis kommt.
  • Es braucht einen Sexualkundeunterricht, der zu sexuellem Experimentieren ermutigt; es braucht die Abschaffung der Rechte der Eltern über ihre Kinder.
  • Die Welt braucht eine 50/50-Männer/ Frauen-Quotenregelung für alle Arbeits- und Lebensbereiche. Alle Frauen müssen zu möglichst jeder Zeit einer Erwerbsarbeit nachgehen.
  • Religionen, die diese Agenda nicht mitmachen, müssen der Lächerlichkeit preisgegeben werden.„Gender Mainstreaming“ wurde für alle öffentlichen Institutionen in der EU verbindlich. In Deutschland legte die rot-grüne Regierung 1999 die Gleichstellung „nach der Methode des Gender Mainstreaming“ per Kabinettsbeschluss fest.Ob Sie Gender-Mainstreaming nun Theorie, Prozess oder Ideologie nennen – völlig egal und völlig katastrophal, aber real! Im Übrigen hätten wir Eltern uns von einer Akademikerin mehr Sachlichkeit und weniger Unterstellungen gewünscht. Denn Artikel wie „Kreuzzug…“ sind hervorragend geeignet, Wähler in die Arme der AfD zu treiben.Mit freundlichem Gruß
    Bärbel Fischer                                                                                                          1. Mai 2017 FORUM FAMILIENGERECHTIGKEIT
  • P.S. Dieser Brief blieb bis heute unbeantwortet.

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Des Weiteren zeigt unser Schreiben an die Redaktion von Publik Forum auf, dass die Gegner der AfD mit genau jenen Mitteln in den Kampf ziehen, die sie der AfD vorwerfen: Dämonisierung, Schüren von Ängsten und Unterstellungen. Selbst wer der AfD kritisch gegenüber steht, schüttelt verzweifelt den Kopf über so viel Dummheit.

Dies ist ein persönliches Schreiben an die Publik Forum-Redaktion, kein Leserbrief.

Sehr geehrte Damen und Herren!

Bisher habe ich Ihre meist hervorragenden Dossiers nachbestellt und verteilt. Das tue ich mit diesem Heft nicht. Denn zu meinem Entsetzen argumentieren die Autorinnen mit den selben populistischen Methoden, die sie bei den Rechtspopulisten anprangern: Angstmachen ( Szenario 2015 ), Dämonisieren ( konservative Gruppen sind nur verführt und instrumentalisiert, also ohne eigenes Urteilsvermögen ), Verallgemeinerungen und Unterstellungen ( strategisches Entern neuer Milieus, Profilierungsabsichten etc. ) Damit wertet das Dossier die Meinung Andersdenkender von vornherein ab und beschmutzt sie. Das verständliche Ziel von PF ist die Enttarnung der AfD, genau wie es das verständliche Ziel der AfD ist, Neoliberalismus und Etablishment zu enttarnen. Es fragt sich nur, ob die Methoden zielführend sind.

Ich greife aus dem Artikel von S.A. Strube nur die einschlägigen Passagen auf, nämlich das „v e r m e i n t l i c h e“ Engagement rechter Gruppen für Familien und Lebensschutz. Meinungsäußerungen von konservativer Seite werden und wurden von Politik und Medien stets belächelt, besudelt oder aber ganz totgeschwiegen. Erstens hat es diese Gruppen und ihr Eintreten für die Sache längst vor der AfD gegeben und zweitens hat sich die christlich soziale Politik, so wenig wie die Kirchen, getraut, sich gegen Abtreibung ( akzeptierter Tod von jährlich mehr als 100 000 künftiger Bürger ) einzusetzen und sich um Familiengerechtigkeit zu kümmern.

Mit keinem Wort werden in Ihrem Dossier die Missstände neoliberaler Strukturen als Ursachen erwähnt, weshalb ( nicht nur dumme ! ) Menschen nach einer Wahlalternative suchen. Wie oft und wie eindringlich hat Herr Kessler in PF davor gewarnt und den Finger in die offenen neoliberalen Wunden gelegt. Nun also soll ein neoliberales WEITERSO mit all seinen Verwüstungen und Spaltungen, inklusive der defizitären Europapolitik plötzlich die bessere Wahl sein?

Was ich als aktives ÖDP-Mitglied verabscheue, sind undemokratische Propaganda und Abwertungen im Stil solcher Dossiers, weil gerade dies die Menschen nach rechts treibt. Ich habe mit genug Mitbürgern ohne fremdenfeindliche Gesinnung gesprochen, die nur deshalb AfD wählen werden, weil sie endlich eine Abkehr vom gierigen Wirtschaftssystem herbeiführen wollen.

Wahrscheinlich haben Sie sich mit diesem Heft sogar einen Bärendienst erwiesen. Wenn Sie fragen: Was tun gegen Rechtsextremismus?, so heißt meine Antwort: solche Dossiers unterlassen, statt dessen sachliche Beiträge publizieren.

Übrigens: Gibt es den Linksextremismus nicht mehr? Warum müssen friedliche Demonstrationen von Eltern und Kindern ( DEMO FÜR ALLE ) durch Hundertschaften von Polizisten vor der schnaubenden Antifa geschützt werden? Keiner Rede wert? Na dann….

Ich gebe zu, dass mich der Ärger über ein derart missratenes Dossier vor die Entscheidung stellte, PF nach mehreren Bezugsjahrzehnten zu kündigen. Ich habe mich aber für ein weiteres Abo entschieden in der Hoffnung, dass die Redaktion wieder zu Sachlichkeit und Demokratie zurückkehrt.

Mit freundlichem Gruß                                                                                                Bärbel Fischer                                                                                                          FORUM  FAMILIENGERECHTIGKEIT

P.S. Bitte reichen Sie angehängtes Schreiben an Frau Strube weiter. Danke!

P.S. Auch dieses Schreiben blieb unbeantwortet.

Wer sind denn nun die Schmuddelkinder?

Heute berichtet die Schwäbische Zeitung ( In der Mitte wird es eng – Sabine Lennartz ) davon, wie sich die Fraktionen im künftigen Plenarsaal zieren, neben der AfD zu sitzen. So als ob eine, von Millionen von Wählern demokratisch gewählte Partei „ansteckend“ sei!  Vielleicht ist sie ja gewählt worden, um „ansteckend“ zu sein, nämlich die Politik von ihren arroganten und ignoranten Irrwegen auf den Pfad der Verfassungstreue zurück zu holen.

„Niemand will neben der AfD sitzen – Sabina Lennartz –  Nachrichten & Hintergrund“

Leserbrief

 

Kaum hat der Souverän gewählt, um eine seriöse Regierung zu bekommen, so muss er alsbald feststellen, dass er sich gewaltig getäuscht hat. Von „seriös“ keine Spur! Wie die Dreijährigen im Kindergarten streiten die Fraktionen um ihren Platz im Plenarsaal. Neben einer Partei zu sitzen, die von Millionen von Bürgern demokratisch gewählt wurde? Kommt nicht in Frage!

Sind sich die Damen und Herren Abgeordneten eigentlich bewusst, dass dieses beschämende Theater aktenkundig, und somit in die Geschichte der BRD  eingehen wird? Welches miese Bild einer abgehalfterten Demokratie senden sie schamlos in die Welt? Haben sie noch immer nicht verstanden, dass der Wähler das Sagen hat? Arrogante Animositäten haben keinen Platz in einer repräsentativen Demokratie!

 

Mag sein, dass der eine oder andere gewählte Volksvertreter Bauchweh hat, wenn er seine demokratische Überzeugung an der Fraktionsgarderobe abgeben muss. Er wird überstimmt. Fraktionsdisziplin versus Gewissen – damit hat die Demokratie bereits verloren!

Wer sind denn nun die Schmuddelkinder? frage ich.

 

Bärbel Fischer

 

Katarina Barley SPD: „Papa hat die Hosen an“

In der gestrigen Talkshow bei Anne Will  http://www.ardmediathek.de/tv/Anne-Will/Zwischen-Mitte-und-rechter-Flanke-Wohi/Das-Erste/Video?bcastId=328454&documentId=46761802 ( Minute 51:57 ) fiel die Bemerkung der SPD-Familienministerin Katarina Barley, die zur AFD gewanderten Wähler  wollten die  Familienidylle zurück: Raus aus der Gleichberechtigung, Papa, Mama, zwei Kinder. Papa hat die Hosen an.“

Mit solchen absurden Unterstellungen wollen sich unsere Politiker davor drücken, die jahrelang unablässigen Forderungen der überparteilichen Familienverbände, denen es um nichts anderes als ausschließlich um GLEICHBERECHTIGUNG geht, auch nur ansatzweise zur Kenntnis zu nehmen. Missachtung, Vernachlässigung, Benachteiligung kennen Familien seit Jahrzehnten bis zum Überdruss. 

 

Seit vielen Jahren fordern Eltern:

 

  • nachteilslose FREIHEIT in der Organisation der Familie ohne ideologische Bevormundung
  • volle Anerkennung ihrer generativen Arbeit in der RENTE
  • einen KINDERFREIBETRAG auch bei den Sozialbeiträgen
  • WAHLRECHT ab Geburt über die sie vertretenden Eltern
  • WIEDEREINSTIEGSGARANTIE. für selbst erziehende Väter / Mütter

 

Das sind glasklare Forderungen, um die Jahrzehnte andauernde Diskriminierung von Müttern und Vätern endlich zu beenden. Mit Parteibüchern hat das überhaupt nichts zu tun. Es geht nicht um linke oder rechte Forderungen, sondern ausschließlich um

GERECHTIGKEIT  FÜR  FAMILIEN !

Statt dessen wird ein „Mütterlein-Mythos“ (s.o.) verbreitet, der die Fürsorgearbeit in der Familie der Lächerlichkeit preisgibt. Die Pflege alter Menschen in der Familie ist gesellschaftlich anerkannt. Die biologische 1:1- Pflege von Kindern wird jedoch rigoros abqualifiziert, weil sie nicht ins Klischee von selbst ernannten Genderexperten passt, nach welchem die Frau heute  u n a b h ä n g i g  zu sein hat, ihre Kinder ins Heim gibt, um voll erwerbstätig zu sein ( > Renate Schmidt, Ursula v. d. Leyen, Manuela Schwesig, Katarina Barley ).

 

Seit Jahrzehnten ignoriert die Politik den Auftrag des Bundesverfassungsgerichts, Gerechtigkeit bei den Abgaben zu schaffen. Statt dessen halten gerade die ach so fortschrittlich modernen Parteien eisern am Status quo fest:

 

  • Familien sollen weiterhin als die Deppen der Nation die Hauptlast des Generationenvertrags stemmen.
  • Bürger ohne Unterhaltsverpflichtung wollen paradoxerweise weiterhin im Alter von den Kindern ihrer Nachbarn alimentiert werden.
  • Mütter sollen das „Risiko der Altersarmut“ weiterhin selbst tragen, falls sie sich der gender-feministischen Bevormundung widersetzen

 

Argumentationen wie die von Frau Barley haben jedenfalls das Potential, auch noch die restlichen modernen Familien so zu vergraulen, dass sie zu Sympathisanten der AfD werden.

Konservativ ist vielleicht nicht unbedingt sexy, aber durchaus zeitlos MODERN!

i. A. Bärbel Fischer

ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

Dieses Schreiben geht an Frau Anne Will, Frau Barley, Frau Kramp-Karrenbauer, Herrn Alexander, Herrn Gysi und Herrn Friedrich.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Altparteien haben Verlässlichkeit preisgegeben

An die Redaktion von
„Christ in der Gegenwart“
Freiburg

 

Sehr geehrter Herr Chefredakteur Johannes Röser,

 

mit großer Zustimmung habe ich Ihre Einschätzung zur BTWahl gelesen.  Sie sehen in den Verlusten von UNION und SPD ein Zeichen, dass der Bürger ein neues Selbstbewusstsein zum Ausdruck bringt. Und das macht Hoffnung. Ja: „Die großen Parteien haben ihre Verlässlichkeit preisgegeben“, aber nicht erst in den letzten vier Jahren, sondern schon seit den  Neunzigern. Aus Sicht von Familien stellt sich dies so dar:

 

Konservative Werte wurden über die Jahre leichtfertig aufgegeben.                             Heute haben wir statt dessen

• eine verfassungswidrige CDU/ SPD-Familienpolitik, die mit dem Elterngeld Lohnausfall erstattet, anstatt Erziehungsleistung zu honorieren.
• den Verkauf unserer Kinder an die Wachstumswirtschaft ( Krippen, Ganztagsbetreuung )
• eine völlige Vernachlässigung der Elternhäuser zugunsten erwerbstätiger Eltern ( einseitige Finanzierung von Fremdbetreuung )
• eine sträfliche Ignoranz unseres demografischen Defizits und damit eine völlig unzureichende Geburtenrate ( 27% kinderlose Paare) und eine beschämende Altersarmut von Müttern mehrerer Kinder
• die brachiale Durchsetzung von sex. Früherziehung gegen den Willen von Eltern
• eine skurrile Ver-Genderung des öffentlichen Lebens von oben nach unten, ohne demokratische oder parlamentarische Diskussion und Abstimmung
• eine zugrunde gerichtete Bildung mit beklagenswertem Niveau
• und die Ehe für alle, und damit die gewollte Entwertung von nachhaltiger Generativität und Familienarbeit

 

Ich weiß, dass diese Politik sehr viele Eltern abstößt, und sie gezielt dagegen protestierten. 9% der evangelischen, und 8 % der kath. ehemaligen UNION-Wähler sind zur AfD gewechselt (Forschungsgruppe Wahlen), aus Protest und  n i c h t  aus Lust. Die Kirchen verlieren ebenfalls Mitglieder, weil sie labil mit dem Strom schwimmen (Tote Fische schwimmen immer mit dem Strom!). Wir haben seit Jahren in Deutschland einen ausgesprochen linken Mainstream, vor allem durch die linken Medien. Und davon haben die Menschen die Nase gestrichen voll. Nur wollen das weder Politiker noch Journalisten wahrhaben. Ich behaupte sogar, dass der Wahlerfolg der AfD zu großen Teilen auch auf das Konto der Medien geht mit ihrer undemokratisch abwertenden Berichterstattung.

 

Im öffentlichen Diskurs zur Wahl geht es fast ausschließlich um den Osten und die Flüchtlingspolitik, aber die konservativen Gründe für die Wahlschlappe s.o. werden in den Medien verdächtig gezielt umgangen. Das kann kein Zufall sein. Durch selektives Verschweigen der Realität wird famos weiter  manipuliert.

 

Daher freut es mich besonders, dass der CiG hier eine löbliche Ausnahme macht.

 

Meine Hoffnung ist allerdings gering, dass die Union in einer Jamaica-Koalition den Vertrauensverlust der Wähler wieder gut machen kann. Das Kind liegt bereits tief unten im Brunnen.

 

In Dankbarkeit grüße ich Sie freundlich

i. A. Bärbel Fischer
Siehe: Johannes Röser: „Des Bürgers Selbstbewusstsein“ aus CiG Nr. 40/17

 

http://familiengerechtigkeit-rv.info/wp-content/uploads/2017/10/Röser-CiG-BTW-´17.pdf

 

 

Schuss vor den Bug

Schon einen Tag nach der Wahl versuchten die TV-Medien, das hohe Abschneiden der AfD mittels gezielter Bürgerbefragungen vor allem dem Osten und der bildungsfernen Schicht anzulasten. Auch so kann man Meinung manipulieren. Ich hingegen möchte mal hören, aus welchen Gründen  im Süden, in BW oder BY die Leute zur AfD wechselten. Das wäre für Politik, Medien und Bevölkerung wesentlich aufschlussreicher. Oder will man unangenehmen Antworten aus dem Weg gehen? Warum befragt man keine Juristen, Handwerker, Kinderärzte, Lehrer oder Familieneltern? Die brächten vermutlich andere Gründe vor als die so genannten „abgehängten Ossis“ mit diffuser Fremdenangst.  Darum sage ich, die Medien sind mit ihrer  Strategie die eigentlichen Befeuerer der AfD gewesen und werden es, wie es scheint, auch weiterhin sein.
Aber auch hochrangige Politiker scheinen von Demokratie nicht viel zu halten. Wenn der Chef des Bundeskanzleramts, Peter Altmaier, den Bürgern rät, lieber nicht wählen zu gehen, als die AfD zu wählen, so ist dies doch die direkte Aufforderung, den so genannten Demokraten einen Schuss vor den Bug zu geben.
Es ging und geht hier nicht um Demokratie, sondern allein um MACHT.
Bärbel Fischer

Mediale Einseitigkeit erzeugt Populismus

Leserbrief an die Schwäbische Zeitung zu                                                                 „Meuten schürt Misstrauen gegen Wahlhelfer“ ( 6. 6. 2017 )

Überall auf der Welt werden Christen verfolgt, gefoltert, von Bomben zerfetzt. Außer Mitleidsbekundungen vonseiten europäischer Politiker  findet sich in europäischen Medien weder Solidarität noch Anwaltschaft. Wir Europäer, die wir uns auf unser christliches Erbe berufen, wir kneifen, wenn es darum geht, unseren bedrängten Mitchristen beizustehen. Keine Lichterkette, keine Schweigeminute, kein Aufschrei der Bischöfe, kein mediales  „Je suis chrétien“ von Pfarrerstöchtern Arm in Arm mit Brüsseler Autokraten!

 

Warum unterscheiden wir zwischen islamistischer Gewalt gegen Christen und islamistischer Gewalt gegen Karikaturisten und Kabarettisten?
Warum sind uns christlichen Europäern getötete Christen weniger Mitgefühl wert als getötete Islamkritiker?

Statt dessen füllen sich unsere Journale mit  vierspaltigen Pamphleten gegen eine demokratisch gewählte Alternative für Deutschland. Akribisch legen sie jedes derer Worte auf die Goldwaage, bemühen dazu auch noch Kommunikationswissenschaftler, nur um ein Schärfchen Rassismus oder Nationalismus auszufiltern und sich unangreifbar zu wähnen. Auch wenn die AfD für viele besonnene Bürger keine Alternative bedeutet, so braucht man sich über den Pendelschlag nach rechts nicht mehr zu wundern. Haben deutsche Medien diesen durch ihre selektive Berichterstattung nicht etwa selbst erzeugt?

Diese blödsinnige, mediale Ignoranz macht mich rasend. Aber nicht nur mich!

Bärbel Fischer

Sehr geehrter Herr Kauder,

Ehe und Familie mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gleichzustellen, halten wir als Eltern von vier Kindern und Großeltern von zehn Enkeln als einen Angriff auf unseren Generationenvertrag. Schon in der Schule haben wir gelernt, dass es die Pflicht des Staates ist, für bestandserhaltenden Nachwuchs zu sorgen.

Das haben die Regierungsparteien seit 1957 allerdings gründlich vernachlässigt. Ein Sozialgesetz, das Kinderlosigkeit belohnt, Elternschaft aber durch verfassungswidrige Sozialabgaben und kinderzahlabhängige Verbrauchssteuern unverhältnismäßig hoch belastet, müsste dringend überarbeitet werden.
HV  2017
Vergleich 2002 bis 2017

 

Der deutsche Nachwuchsmangel ist die logische Folge dieser Gesetzeslage. Und Sie wissen, dass es bei der Erwirtschaftung von künftigen Renten allein auf ausreichenden Nachwuchs und deren künftige Sippen ankommt, weil die Beiträge der Arbeitnehmer per Umlage  sofort an die momentanen Rentner ausbezahlt werden. Die so genannte Rentenversicherung ist gar keine Versicherung, bei der man herausbekommt, was man einbezahlt hat, sondern man bekommt nur, was die nachfolgende Generation noch bereit ist, einzuzahlen. Je weniger Kinder, umso niedriger die Renten – Adam Riese lässt grüßen!

 

Daher ist eine Gleichstellung infertiler Paare mit fertilen Paaren ein  W I T Z. Wie kann sich ein Staatswesen aus grün-ideologischen Gründen auf ein suizidales Vorhaben einlassen, das langfristig seinen eigenen Untergang besiegelt? Verweigern doch bereits 30% aller Paare den Nachwuchs. Sollen Kinder von extrem belasteten Eltern auch noch die Renten derer bezahlen, die sich lebenslang Kinderkosten erspart haben und damit ihre eigenen Alterskosten den Kindern fremder Eltern aufbürden?

 

Trotz allem Respekt vor homosexuellen Menschen, die eine verantwortliche Paarbeziehung eingehen, der Staat darf nie und nimmer seinen Imperativ aufgeben, staatserhaltenden Nachwuchs zu generieren, wovon Deutschland sich in sträflicher Ignoranz seit Jahrzehnten aber meilenweit entfernt hat. Denn wie die o.g. Schaubilder zeigen, bewirkt unser familienfeindliches Sozialgesetz genau das Gegenteil von ausreichender Generativität.

Sehr geehrter Herr Kauder, ich hoffe darauf, dass Sie dieses Schreiben samt den verlinkten Statistiken des Deutschen Familienverbandes aufmerksam lesen. Das ist vor allem deshalb unumgänglich, als allein die AfD, anders als CDU / CSU,  SPD, GRÜNE und LINKE verstanden hat, worauf es ankommt, nämlich Familien als Generator des staatlichen Sozialwesens zu begreifen. Wer Familien über Jahrzehnte unbarmherzig  im Regen stehen lässt, braucht sich nicht zu wundern, dass heute die Leistung von Eltern für die kommenden Generationen als absolut wertlos erscheint und eine paradoxe Gleichstellung infertiler Paare mit Eltern auf die  politische Agenda gehievt wird. Wer Familien über Jahrzehnte unbarmherzig  im Regen stehen lässt, braucht sich auch nicht zu wundern, dass wir  in regelmäßigen Abständen das Rentenproblem diskutieren müssen.  In keiner Talkshow werden die Gründe für die deutsche Kinderlosigkeit thematisiert, obwohl genau hier die Ursache unserer Rentenmisere liegt.

 

Niemals, Herr Kauder, werden Eltern verstehen, dass ihr ideelles und finanzielles Engagement zugunsten nachfolgender Generationen gleichgestellt wird mit jenen, die überhaupt keinen Beitrag zur Generativität leisteten und leisten. Jeder darf in unserem Land nach seinen Neigungen leben. Aber eine gesetzliche Gleichstellung halten wir Eltern für einen heftigen Schlag ins Gesicht generationen-bewusster Bürger. Da aber die Mehrzahl unserer Abgeordneten von den Problemen der Familien in Deutschland keine Ahnung haben, hoffen wir darauf, dass wenigstens die CDU sich für  die fertile Ehe ausspricht.

 

In der Hoffnung, dass Ihr Plädoyer mit unseren Argumenten eine absolut kontraproduktive Festschreibung verhindert, grüße ich Sie zuversichtlich für die                 ELTERNINITIATIVE  FÜR  FAMILIENGERECHTIGKEIT

Bärbel Fischer

 

 

Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht!

An die Programmdirektionen von ARD und ZDF!

Mir reicht´s!

Ich bin selten eine Konsumentin  von Krimis, Soaps oder Vorabendunterhaltung. Aber wenn ich an derlei Angebote gerate, so packt mich häufig die Wut. Denn es ist inzwischen so penetrant offensichtlich, dass unsere Fernsehanstalten den Auftrag haben, dem „tumben Volk“ das Hirn zu waschen. Warum sonst kommt inzwischen kaum eine Sendung aus ohne sympathische schwule oder lesbische Paare, die zu bedauernswerten Opfern stilisiert werden. Als Gegenspieler taucht logisch eine verständnislose Mutter, ein despotischer Vater oder ein Kirchenmann etc. auf, die sich aber am Ende ( Gott sei Dank! ), doch noch vom Saulus zum Paulus wandeln – und die Welt scheint wieder im Lot zu sein. Die Drehbücher sind so billig einfältig gestrickt, dass sich eine TV-Anstalt schämen müsste, beitragsfinanziert solche platten Schmonzetten  überhaupt zu senden. Die  simple Botschaft heißt: „Leute seht doch, wie prüde und engstirnig eure Vorbehalte sind, seht doch, dass die Liebe zwischen zwei Männern völlig ausreicht, um ein Kind zu adoptieren, seht doch, wie herkömmliche Familien marode und zerrissen sind. Wir müssen doch heute modern und offen sein für alle Lebensweisen, offen für alles und jedes, Hauptsache schrankenlos….“ Oder haben Sie je gesendet, dass homosexuelle Verbindungen sehr viel häufiger zerbrechen als Ehen?

Wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht – so lautet eine moderne Weisheit.

Dabei geht es gar nicht um Für oder Wider, Toleranz oder Intoleranz, Tradition oder Moderne.  Nein, es geht einzig um Propaganda, zu der sich die öffentlichen Fernsehanstalten m. E. schamlos missbrauchen lassen (ebenso zum Feindbild Russland, zum Feindbild Trump, zur Verteufelung von Regierungskritikern als Populisten etc. ) In totalitären Staaten wird und wurde das Fernsehen ebenso zu Propaganda missbraucht (s. DDR, Türkei u. a.). Irgendwann wird das dumme Volk endlich so ticken, wie die von oben verordnete Ideologie es verlangt.

Aber der Zuschauer spürt die Absicht und ist verstimmt. Vielleicht ahnen Sie nicht einmal, dass Ihre Propaganda genau jene Reaktion auslöst, die Sie eigentlich vermeiden wollen. Denn wenn sich die Zuschauer penetrant manipuliert fühlen, dann schlägt das Pendel genau in die andere Richtung. Erst die plumpe NS-Propaganda ab 1933  löste den akademischen Widerstand aus. Erst die universal-mediale Verunglimpfung kritischer deutscher Bürger als dümmliche Populisten verhalf der AfD zu ihrer Akzeptanz. Nach meiner Meinung haben erst die Medien mit ihren törichten Talkshows den Aufstieg der AfD befördert.

Ich wehre mich vehement dagegen, Ihr Propagandaopfer zu spielen. Mir bleibt die  Wahl, die Glotze aus dem Fenster zu werfen, oder aber Ihnen meinen Unmut deutlich zu äußern. Und der ist gewaltig!  Irgendwann wird  der Schuss nach hinten losgehen. Das wollte ich Ihnen heute in Ihr Stammbuch schreiben.

Mit freundlichem Gruß

Bärbel Fischer