CSU auf grüner Brautschau!

Vom 6. bis 8. Januar 2020 hielt die CSU im Kloster Seeon ihre Klausurtagung ab mit dem Ziel, die finanzielle Situation  a l l e r (?)  Familien zu stärken, egal welchen Lebensentwurf sie für sich wählen. So betont sie:

  • Wir wollen Eltern bei den Kinderbetreuungskosten entlasten.
  • Wir wollen mehr Betreuungsplätze schaffen.
  • Wir wollen eine Kita-Pauschale einführen.
  •  Wir wollen Alleinerziehende stärker unterstützen.
  • Wir wollen einen Elterngeld-Bonus schaffen.
  • Wir wollen für jedes Kind ein Starterkitfür die Altersvorsorge.
  • Wir wollen die Anerkennung von Erziehungsleistung in der Rente.

https://www.csu-landesgruppe.de/sites/default/files/2020-01/BESCHLUSS_%23seeon20_Familie_Arbeit_Rente.pdf

Das hört sich erst mal gut an. Im Einzelnen aber werden  fast ausschließlich Maßnahmen zugunsten jener Eltern angeführt, die ihre Kinder in eine Kita geben, z. B mit der Erweiterung des verfassungswidrigen Elterngeldes u. a.m. An die weiterhin stark benachteiligten selbstbetreuenden Eltern wird weder gedacht noch werden Hilfen vorgesehen. Auch die Frage nach dem Kindeswohl wird nicht mehr gestellt. Das ist eine klare Angleichung der CSU an die rot-grüne merkel- und von der leyen-hafte Politik der Bundesregierung. Die CSU kommt als Korrektur-Faktor auf Bundesebene also auch nicht mehr in Frage. Wir Eltern und Großeltern können uns also unser Unionskreuz vor der CSU demnach abschminken.

5 Gedanken zu „CSU auf grüner Brautschau!

  1. Das sind klare Worte! Man wird ihnen aber kaum widersprechen können. Kitas für Kleinkinder werden als „familienfreundlich“ verkauft, obwohl das nur im Falle einer vorgeprägten ideologisch begründeten Sichtweise stimmig ist. Wer als Eltern selbst denkt und zu einem anderen Ergebnis kommt, wird nicht mehr beachtet. Den Eltern wird einfach keine eigene Meinung mehr zugestanden.

  2. Habe soeben bei Phönix die „aktuelle Stunde“ im Bundestag verfolgt.
    Thema: Was können wir gegen Hass, Hetze und Gewalt gegenüber öffentlichen Personen (Kommunalpolitiker, Polizisten, Feuerwehrmänner, Klinikambulanzen usw,) tun? Zunächst kam von allen Rednern, dass man das natürlich nicht dulden könne.
    Und dass sich Bürgermeister bewaffnen sei wohl nicht zielführend.Und die
    schwarzrotgrüne Einheitspartei war sich einig wie hart man gegen rechts vorgehen müsse. Dass das auch für links gilt erwähnte in etwa die FDP.
    Und dann eben die AfD. Wofür dieser aber wirklich Hass und Hetze der übrigen Bundestagsparteien entgegenschlug, und wie.
    Und nun die dünnen Vorschläge: 600 neue teure Fahnder/ Spitzel gegen rechts, mehr Millionen für Projekte wIe „Demokratie wagen an den Schulen.
    Nicht ein Redner kam auf die Idee die Keimzelle der Gesellschaft, die Familie, zu stärken, wo eben die Grundlagen zur Sozialisation liegen.“
    Da herrscht Political corectnes und Tabu.

  3. Leider haben Sie mit Ihrer Ansicht vollkommen Recht, Frau Fischer. Aber wer die Politik der CSU in den letzten Monaten verfolgte, konnte schon länger feststellen, dass die CSU die Grünen links überholen und grüner werden will als die Grünen. Alle Ideen, die der neue Parteichef Söder äußert, könnten von den Grünen stammen. Offenbar will er der CSU eine Kehrtwendung um 180° verordnen. Ob sich das die Bayern gefallen lassen? Damit betreibe die CSU Wahlkampfhilfe für die AfD. Diese ist die einzige Partei, die nicht den Grünen nacheifert und dürfte als Sieger aus dieser Kehrtwende der CSU hervorgehen.

  4. Im Zusammenhang mit Familie schlage ich vor nicht mehr von van der Leyenhafter Politik, sondern von l a i e n h a f t e r Familienpolitik zu
    sprechen.

  5. Doch, eigene Meinung wird auch Eltern zugestanden, sie sollte jedoch mit der politischen Lehre übereinstimmen, wenn man nicht diffamierende Empörung ernten will.
    Empörung über angeblich falsches Denken ist zu einer beliebten Methode geworden, um Meinungsgegner mühelos ins Abseits zu stellen und sich selbst obendrein ein ehrenwertes Zeugnis auszustellen. Was kann denn schon wahrer und wahrhaftiger sein als „gerechte Empörung“?
    Auch „wer als Eltern selbst denkt und zu einem anderen Ergebnis kommt“ als die politische Führung, ist schon seit Langem nicht mehr sicher vor einer Empörungsrhetorik, die andere Meinung zwar nicht verbieten kann, die betreffenden Personen aber so herabwürdigt und in die Enge treibt, dass sie allmählich den Mut verlieren und aufhören, selbst zu denken.

    Lieber Herr Dr. Resch, ich teile natürlich Ihre Meinung und möchte sie dick unterstreichen, auch wenn mein erster Satz nach Widerspruch aussieht. Mich ärgert allerdings weniger, dass der Elternwille „nicht mehr beachtet wird“, als dass er sogar schlechtgeredet und als schädlich fürs Kind dargestellt wird, wenn er mit der politischen Richtung nicht übereinstimmt.

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