Fehlender Respekt vor Autoritäten

Sehr geehrte MiMa-Redaktion,

Sie berichteten heute über den mangelnden Respekt von immer mehr Bürgern vor Rettungskräften, Ärzten, Lehrern. Der Vertreter des Roten Kreuzes forderte die Erziehung zu mehr Achtung und Respekt vor den Mitmenschen in den Elternhäusern. Nun frage ich, wann diese Erziehung erfolgen soll, wenn die Eltern um 8 Uhr oder früher das Haus verlassen und abends erschöpft nach Hause kommen. Bestenfalls haben sie noch zwei Stunden, um den Kontakt zu ihren Kindern aufrecht zu erhalten. Da passiert nicht mehr viel Erziehung, denn die Kinder haben tagsüber viel zu viele negative Erfahrungen im Umgang miteinander gemacht, viel zu viel Frust angesammelt, den sie nicht loswerden, weil sie ihren belasteten Eltern nicht noch mehr Ärger zumuten wollen.
Die Kinder sind die meiste Zeit des Tages in der der Ganztagsbetreuung. Dort müsste in der Regel diese Erziehung zu respektvollem Umgang  stattfinden – doch das gelingt eben nicht, weil die Massenkinderhaltung ebensowenig funktioniert wie die Massentierhaltung. Beide verhindern einen artgerechten Umgang.

Schon bevor die Politik im Einvernehmen mit der Wirtschaft den flächendeckenden Ausbau der Kinderbetreuung außerhalb der Elternhäuser beschlossen hatte, warnten Erzieher, Elternverbände, Kinderärzte, Psychologen, Hirnforscher, Biologen vor genau diesen Folgen. Menschen verachtender Umgang mit Kindern schafft in der Folge eben menschenverachtenden Umgang mit Mitmenschen. Doch was bedeutet schon die Psyche unserer Kinder gegenüber den gierigen Ansprüchen des Wirtschaftswachstums?

Die Politik wusste von Anfang an um diese fatalen Folgen. Doch selbst die siebenfache Mutter UvdL schob die Bedenken der Wissenschaftler weit von sich und verweigerte  den immer noch erziehungsbereiten Eltern jeden Cent, während erwerbstätige Eltern pro Kind und Monat heute bereits mit 1300 € subventioniert werden. Wenn Eltern die erforderliche Zeit und die gleichen Subventionen bekommen hätten, ihre Kinder selbst und in der eigenen  Familie zu achtsamen und respektvollen Menschen zu erziehen, könnte man sich heute die ( heuchlerischen ! ) Krokodilstränen ersparen.

Der Herr vom Roten Kreuz hätte besser daran erinnert, dass Kinder für ihre Erziehung in Zukunft statt stressiger Massenaufbewahrung zugewandte  E L T E R N  brauchen, so wäre man in ein paar Jahren weiter. Solange aber unser familienfeindliches Sozialgesetz die Renten allein und ausschließlich über die Erwerbsarbeit berechnet, Erziehungsarbeit in der Familie aber mit 0,00 € bewertet, darf man den Müttern keinen Vorwurf machen, wenn sie sich um ihr Alter sorgen.

Werte MiMa-Redaktion, ich weiß, dass solche Äußerungen nicht in den polit-medialen Mainstream passen. Daher schlage ich vor, entweder derartige Beschuldigungen an die Elternhäuser strikt zu unterlassen, oder aber sich dafür einzusetzen, dass Eltern mit entsprechender finanzieller Ausstattung endlich in den Stand versetzt werden, ihre Wunschkinder auch selbst zu erziehen. Erst, und nur dann kann man sie zur Verantwortung ziehen!

Damit grüße ich Sie grimmig

Bärbel Fischer
ELTERNINITIATIVE FÜR FAMILIENGERECHTIGKEIT

Ein Gedanke zu „Fehlender Respekt vor Autoritäten

  1. Die Ausführungen von Frau Fischer sind ganz große Klasse: dem ist nichts hinzuzufügen. Die sehr deutliche Wahl der Worte „Massenkinderhaltung“ halte ich für angebracht, damit das Schreiben überhaupt wahrgenommen wird.
    Aber es stimmt leider alles: früher fiel es auf, wenn in einer Schulklasse 2 von 30 Kindern unruhg, verhaltensauffällig und respektlos waren – bei der Frage nach der Ursache stellte sich nicht selten heraus, dass ausgerechnet diese 2 Kinder 2 berufstätige Eltern hatten und niemanden, der ihnen ein liebevolles Zuhause gibt.
    Heute ist es genau umgekehrt: Da sind unruhige, verhaltensauffällige und respektlose Kinder leider der Normalfall – und wenn in einer Klasse 2 sind, die sich wohltuend davon abheben, dann sind es wenigen, die das Glück eines behüteten Zuhauses haben.
    Frau Fischer hat leider auch Recht, dass man den Müttern keinen Vorwurf machen kann: das Rentenrecht und die hohen Verbrauchssteuern lassen oft keine andere Wahl als die der doppelten Berufstätigkeit – die Folgen für die Kinder interessieren in der Öffentlichkeit nicht.
    Die einzig richtige Abhilfe wären Änderungen am Renten- und Steuerrecht, so dass Mütter sich liebevoll selbst um ihre Kinder kümmern können, ohne in die Armutsfalle zu tappen. Möglich wäre das, schließlich sind die Milliarden für die „Massenkinderhaltung“ auch vorhanden.
    Doch leider ist das politisch nicht erwünscht: auch drucken Zeitungen Leserbriefe zu diesem Thema immer seltener ab. Kürzlich schrieb ich einen Leserbrief an meine regionale Tageszeitung, in dem ich feststellte, dass gerade Familien mit Kindern wieder die Verlierer der von den Grünen geplanten Zusatzsteuern auf Energie und Fleisch sein werden, Natürlich wurde der nicht veröffentlicht. Demokratie und Meinungsfreiheit gehen anders!

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