Ich will nicht erzogen werden!

Auf Planet-Interview:

 http://www.planet-interview.de/interviews/wolfgang-herles/49417/               finden Sie ein Interview mit dem ehemaligen ZDF-„aspecte“-Moderator Wolfgang Herles zur Quotenhörigkeit von ARD und ZDF auf Kosten von Qualitätsjournalismus. Er bemängelt die Abhängigkeit der Intendanz vom so genannten „Zeitgeist“ unter Vernachlässigung des beitragsfinanzierten                 B i l d u n g s a u f t r a g s  der öffentlich rechtlichen Sender.

Zitat Wolfgang Herles:

Wenn ein Programm systematisch sein Publikum verblödet, schlägt dieser Verblödungsmechanismus irgendwann auf die Redaktion selbst zurück.

Kommentar:

Dass Wolfgang Herles Recht hat, wenn er ARD und ZDF vorwirft, dem Mainstream hinterherzulaufen *), zeigt sich auch darin, dass heute kaum noch ein Krimi oder ein Unterhaltungsfilm läuft, in dem nicht ein schwules oder lesbisches Paar oder ein Transgender eine sympathische Rolle spielt. Dies gilt besonders auch für die regionalen Sender der Bundesländer. Auch wenn mir Homosexuelle durchaus sympathisch sind, so zeigt allein die Quantität den selbstverordneten Erziehungsauftrag überdeutlich. Und das ärgert mich. Ich will nicht erzogen werden!

*) Nein, die Medien laufen dem Zeitgeist  n i c h t  hinterher, sondern sie                 s c h a f f e n  ihn.

Das geht so:

Die Medien konzentrieren sich auf Minderheiten, also z. B. auf alternative Familienkonstellationen. Ganz normale Familien aus Kindern mit leiblichen Eltern ( 75% – 80% aller Kinder leben laut Statistischem Bundesamt in Haushalten mit verheirateten Eltern ) werden medial total vernachlässigt. Deren ökonomische Probleme, aber auch deren enorme gesellschaftliche Wertschöpfung werden so gut wie nie artikuliert. Oder hören / sehen Sie etwa Beiträge zur Generationengerechtigkeit, zum demografischen Defizit oder zur gesetzlich-ökonomischen Vernachlässigung von Familien im Vergleich zu Singles?

Parolen wie: „Familie ist da, wo Kinder sind“ soll in die Zuschauerhirne eingebläut werden. So gerät das NORMALE  aus dem Blick der Gesellschaft. Am Ende wird behauptet, die Zeit sei vorangeschritten, man könne die Uhr nicht mehr zurückdrehen, man könne doch nicht mehr bei Adam und Eva, sprich mit heterosexuellen Eltern, anfangen. Die herkömmliche Familie sei out. Daher müsse auch deren Förderung ( z.B. beim Ehegattensplitting ) überdacht werden.

Gesetzesänderungen werden heute mit dem „modernen Zeitgeist“ begründet, den man ideologisch vorsorglich zuvor selbst schuf. Wir behaupten dagegen: Modern am Zeitgeist sind lediglich die Ideologien und deren Parolen bzw. deren Propaganda, nicht die zeitlos gültige Wertorientierung. Insofern haben sich die Medien tatsächlich die Macht über den Zeitgeist gesichert. Oder nehmen Sie Feminismus, Gender Mainstream, Sexismus, Rassismus – alles wird dem Konsumenten bis zur totalen Gehirnwäsche um die Ohren gehauen.

Wie oft habe ich schon Journalisten angeschrieben und heftige Kritik an der linkslastig blinden Seichtigkeit ihrer Darstellung geübt –  für den Papierkorb!

Wolfgang Herles kritisiert zu Recht die primitive Quotenfixierung der Sender, die Millionen für Übertragungsrechte von Sportevents hinblättern, den beitragsfinanzierten Bildungsauftrag der Sendeanstalten aber komplett ignorieren.

Unsere Kritik am öffentlich rechtlichen Fernsehen geht allerdings weit darüber hinaus.

Bärbel Fischer – ELTERNINITIATIVE  FAMILIENGERECHTIGKEIT

 

2 Gedanken zu „Ich will nicht erzogen werden!

  1. Eines ist nicht Modern: am bisherig gewohnten zwischenmenschlichen Verhalten kleben zu bleiben, wie es leider oft geshieht. Auch bei denen, die meinen Modern zu sein.
    Ich will nicht erzogen werden. Ich kann das und muss das auch selber machen.

  2. Wie sieht es eigentlich mit den zwischenmenschlichen Beziehungen aus?
    Werd sie mit den derzeitigen Ideologien modern?
    Oder entwickelt sich die Technik besser?
    Ideologien kommen und gehen, wie der jeweilige Zeitgeist auch. Sie haben oft eine kurze Lebensdauer. Kinder leben langfristig.
    In den Medien arbeiten mindestens Dreiviertel, die keine Kinder haben.
    Können die das Leben mit Kindern beurteilen. Ich habe oft Journalistinnen erlebt, die von familiären Zusammenhängen so gut wie kaum eine Ahnung haben. Ich musste sie erst aufklären.
    Was wollen sie dann davon berichten?

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