Schon wieder in Frage gestellt: Ehegattensplitting !

An die MiMa-Redaktion!

Sehr geehrte Damen und Herren,

dass das Thema Ehegattensplitting (ES) nun schon wieder ( MiMa 18.07. 2018 )zur Debatte steht, nachdem ausreichende juristische Gründe zu dessen Rechtmäßigkeit beigebracht worden waren, lässt mich vermuten, dass es sich hierbei erneut um einen ideologischen Vorstoß handelt, die Ehe als Versorgungsgemeinschaft zu diskreditieren. 

Diese Vermutung wird erhärtet dadurch, dass Sie im Kommentar nur eine Gegnerin des ES zu Wort kommen ließen, nicht aber eine Verteidigerin. Dies bestärkt mich in der Wahrnehmung, dass die öffentlich rechtlichen Anstalten ihre Zuschauer bewusst einseitig informieren.

Ich will Ihnen erklären warum:

  1. Es wird vonseiten SPD, Grünen und Linken behauptet, die gemeinsame Besteuerung von Ehepaaren sei schädlich, veraltet, ungerecht, patriarchalisch und eine „Falle“ für Frauen. Eine Abschaffung geraten, weil das ES Ehen, besonders Alleinverdienerehen  bevorzuge. Genau dieses von 50% aller Familien bevorzugte ( zumindest für die frühen Kinderjahre ) Modell stellt nämlich das linksideologische Hassobjekt per se dar.
  1. Eine Abschaffung des ES würde nämlich bedeuten dass ein Ehepaar wie zwei Singles besteuert würde. Wird jetzt ein Single arbeitslos, muss der Staat (=Steuerzahler) einspringen, während bisher der Gatte / die Gattin zuständig ist. Eine Abschaffung des ES widerspricht komplett dem Gleichbehandlungsgebot.
  1. Verdienen zwei Familen A  ( nur ein Ehepartner erwerbstätig ) und B ( beide Ehepartner je zur Hälfte erwerbstätig, Kinder in öffentlicher Betreuung ) jährlich 60 000 € müsste bei Abschaffung des ES Familie A 550.- monatlich mehr Steuern abliefern wie Familie B. Der Vorschlag zur Abschaffung des ES zielt offenbar darauf, Unrecht zu schaffen auf Kosten der Kinder. Das ES ist eben keine Subvention, sondern ein notwendiger Korrekturfaktor für Steuergerechtigkeit, nämlich bei gleichem Familieneinkommen eine gleiche Steuerlast zu erreichen.
  1. Was die Linken fordern, ist Kinder mit verheirateten Eltern zu Kindern zweiter Klasse abzuwerten, ganz im Sinne ihrer Ideologie.
  1. Aber dieser Vorschlag ist ja noch skandalöser. Denn das Geld, das Familie A aus ideologischen Gründen gestohlen wird, soll Familie B zugute kommen, damit diese ihre Kinder kostenlos betreuen lassen können. Die Betreuung der Kinder in der eigenen Familie durch die leibliche Mutter selbst ist den Ideologen schon deshalb ein Dorn im Auge, weil die gebildeten Mütter mehr zur Bildung ihrer Kinder beitragen als eine Ganztagsbetreuung 1:8 jemals leisten kann. Geht es darum, alle Kinder auf ein gleiches Mittelmaß zu reduzieren?
  1. Fazit: Es geht der Linken ( SPD, Grüne, Linke ) weder um das Kindeswohl, noch um bestmögliche Bildung, sondern darum, den Zusammenbruch der Sozialsysteme noch etwas hinauszuzögern.
  1. Vielleicht ist der Grund, das ES erneut infrage zu stellen, der, dass den Migrantenfamilien, die sich per Zuzug nun integrieren, das ES ebenfalls zusteht. Dazu ist zu sagen, dass sich die Lösung des demographischen Problems über verstärkte Einwanderung nicht lösen lässt, wie das Statistische  Bundesamt eindeutig prognostiziert. Dazu müssten wir eine Zuwanderung von 80% bewältigen.
  1. Oder will man jene bestrafen, die über die Erziehung mehrerer Kinder für das Gemeinwohl schon weit mehr beitragen als Paare ohne Kinder oder mit nur einem Kind? Wie passt die zur ständig proklamierten linken Maxime VIELFALT? 
  1. Mehrkinderfamilien mit einer präsenten Bindungsperson könnten das demografische Problem zumindest abmildern. Ihnen Steuergerechtigkeit abzusprechen ist völlig inakzeptabel und total kontraproduktiv.
  1. Die Abschaffung des ES würde bedeuten, dass junge Paare sich noch weit mehr als bisher  den Nachwuchs abschminken, damit  aber auch die Hoffnung auf eine auskömmliche Rente.

Sehr geehrte Damen und Herren von der ARD-Mima-Redaktion, wir empfehlen Ihnen, die Folgen Ihrer flotten Thesen – vor der Veröffentlichung – zuerst gründlich durchzurechnen. Der Zuschauer weiß inzwischen, woher der Wind in den öffentlich-rechtlichen Redaktionen weht und zieht seine Schlüsse daraus. Es gibt zum Glück noch Medien außerhalb des Staatsfernsehens, wo recherchiert und  Klartext geredet wird. Sollten Sie sich Ihr Publikum erhalten wollen, so wäre ein unideologischer und realistischer Journalismus dringend angesagt.

Mit freundlichen Grüßen

Bärbel Fischer                                                                                                                  für die ELTERNINITIATIVE. FAMILIENGERECHTIGKEIT

3 Gedanken zu „Schon wieder in Frage gestellt: Ehegattensplitting !

  1. Ichbhabe diesen Beitrag gesehen und fand es auch einseitig.
    Zuerst wird sich lustig gemacht über das Hausfrauenmodell der50erJahre.Mit einem Film,wo die Frau so immer als doofe Hausfrau dargestellt wird und der Mann als Pascha.
    Dann wird gesagt ,dieses ES verhindere dievBerufstätigkeit der Mütter .
    Sie bleiben zu Hause und machen sich ein schönes Leben,na Gut von der Altersarmut wird Dann auch noch gewarnt.
    Es wird immer übersehen ,dass es viele Berufe gibt,die nach 45jähriger Berufstätigkeit auch keine auskömmliche Rente generieren.
    Hausfraunund Mutter sein ist doof,geh arbeiten,bring dein Kind in die Kita,ist das Credo ,all dieser Beiträge.

  2. Ich habe diesen Beitrag auch gesehen,erst zeigt man einen Film aus den50er Jahren ,mit der Frau als arme Hausfrau und dem Mann als Pascha.
    Frau möchte doch für sich selber Sorgen,das Credo ist immer Frauen bringt die Kinder in die Kita und geht sofort arbeiten,sonst kommt die Altersarmut.
    Dass es aber so viele Berufe gibt,die auch nach 45 Jahren Berufstätigkeit keine gute Rente generieren wird nicht erwähnt.Ganz davon zu schweigen,wie wertvoll auch die 1zu 1 Betreuung ,vor allem in den ersten Lebens Jahren ist.
    Keiner will ja das 50er Jahre Modell zurück,obwohl da auch nicht alle unglücklich waren damit,aber es muss doch eine echte Wahlfreiheit geben und nicht immer das eine Familien Modell gegen das andere ausgespielt werden.Alles muss gleich gefördert werden.Aber solange die SPD das Familienministerium inne hat,wird das nicht passieren.

  3. Dass das Ehegattensplitting (ES) nun schon wieder ( MiMa 18.07. 2018 ) attackiert wird, nachdem längst und wiederholt ausreichende juristische Gründe zu dessen Rechtmäßigkeit beigebracht worden waren, lässt mich vermuten, dass es sich hierbei erneut um einen ideologischen Vorstoß handelt, die Ehe als Versorgungsgemeinschaft zu diskreditieren. Homosexuellen Paaren geht es doch gerade um das ES, wenn sie standesamtlich heiraten.

    Die Vermutung, dass das Thema erneut auf die Agenda kommt, wird erhärtet dadurch, dass Sie im Schlusskommentar nur eine Gegnerin des ES zu Wort kommen ließen, nicht aber einen Verteidiger oder eine Verteidigerin. Dies bestärkt mich in der Wahrnehmung, dass die öffentlich rechtlichen Anstalten ihre Zuschauer nicht ausgewogen, sondern tendenziös informieren.

    Das Grundgesetz stellte 1957 ausdrücklich die Ehe ( auch die kinderlose ) unter seinen Schutz. Als Erwerbs-, Verbrauchs-und Verantwortungsgemeinschaft ist sie ein unverzichtbarer Grundbaustein der Gesellschaft. Ohne ES würden Ehepaare steuerlich wie Singles behandelt und müssten höhere Steuern bezahlen als unverheiratete Gemeinschaften. Schließlich haben Ehepaare gegenseitige Versorgungspflichten, für die sonst der Steuerzahler aufkommen müsste, wie das bei Singles der Fall ist.

    Außerdem garantiert das ES, dass Ehepaare die Aufteilung zwischen Erwerbs-, Haushalts-und Familienpflichten frei wählen können. Doch genau dies ist der Dorn im Auge von feministischen Ideologen. Politische wie mediale Einsprüche gegen das ES richten sich daher speziell gegen die Generationengerechtigkeit.

    Die öffentlichen Fernsehanstalten haben sachlich zu informieren und gegensätzliche Meinungen ausgewogen zu respektieren.

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