Elektroschock gefällig?

Werfen Sie doch einmal einen Blick in das Konzept der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW für den LSBTTI-Lehrplan:

https://www.gew-bw.de/Binaries/Binary20121/L-S-Lebenswesen.pdf

Kostprobe von Seite 20

Konzept der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW für den LSBTTI-Lehrplan  Auszug:

Lesbische und schwule Lebensweisen – ein Thema für die Schule                   Herausgeber: GEW Baden-Württemberg, AK Lesbenpolitik des Vorstandbereichs Frauen Redaktion: Renate Kupke Gestaltung: Tomasz Mikusz, SPV Druck: SPV Stand: Februar 2013 , 6. überarbeitete Auflage: 1.800

Phase 4: Vertiefung                                                                                                        M7a  Der heterosexuelle Fragebogen 

1   Woher glaubst du, kommt deine Heterosexualität?

2   Wann und warum hast du dich entschlossen, heterosexuell zu sein?

3 Ist es möglich, dass deine Heterosexualität nur eine Phase ist und dass du diese Phase  überwinden wirst?

4 Ist es möglich, dass deine Heterosexualität von einer neurotischen Angst vor Menschen des gleichen Geschlechtes kommt?

5 Wissen deine Eltern, dass du heterosexuell bist? Wissen es Deine Freundinnen und Freunde? Wie haben sie reagiert?

6 Eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger ist heterosexuell. Kannst Du es verantworten, deine Kinder heterosexuellen Lehrer/innen auszusetzen?

7 Was machen Männer und Frauen denn eigentlich im Bett zusammen? Wie können sie wirklich wissen, wie sie sich gegenseitig befriedigen können, wo sie doch anatomisch so unterschiedlich sind?

8 Obwohl die Gesellschaft die Ehe so stark unterstützt, steigt die Scheidungsraten immer mehr. Warum gibt es so wenige langjährige, stabile Beziehungen unter Heterosexuellen?

9 Laut Statistik kommen Geschlechtskrankheiten bei Lesben am wenigsten vor. Ist es daher für Frauen wirklich sinnvoll, eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und so das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft einzugehen?

10 In Anbetracht der Übervölkerung stellt sich folgende Frage: Wie könnte die Menschheit überleben, wenn alle heterosexuell wären?

11 Es scheint sehr wenige glückliche Heterosexuelle zu geben; aber es wurden Verfahren entwickelt, die es dir möglich machen könnten, dich zu ändern, falls du es wirklich willst. Hast du schon einmal in Betracht gezogen, eine Elektroschocktherapie zu machen?

12 Möchtest du, dass dein Kind heterosexuell ist, obwohl du die Probleme kennst, mit denen es konfrontiert würde?

(Gekürzt nach: P. Baker, ”The Language of Sex: The Heterosexual Questionaire”)

 

30 Gedanken zu „Elektroschock gefällig?

  1. Die Sache ist ja noch schlimmer als ich befürchtet habe. Mir stehen die Haare zu Berge.
    Herzlichen Dank, Herr Reimann, für den anschaulichen Auszug aus dem Lehrplan der GEW.
    Diese Gewerkschaft ist für Kinder (auch vor der Schule) und ihre Eltern eine einzige Bedrohung. Und das nicht erst seit heute. Schon lange beobachte ich ihre gesellschaftspolitischen Umtriebe und werde nie verstehen, warum die Lehrer die GEW immer wieder zu ihrer Interessenvertreterin wählen.
    Schon seit Jahrzehnten ist die GEW emsig bemüht, unsere Gesellschaft nach sozialistischem Muster bzw. dem heutigen Gender-Mainstreaming umzukrempeln. Für Rot und GRÜN gibt es kaum einen besseren Helfershelfer.
    Vielleicht hat die letzte Landtagswahl ihr Gutes, dass die Leute endlich merken, welche Zersetzungskräfte sie da an die Regierung gewählt haben.
    Sicher bin ich mir da allerdings nicht angesichts der allgemein herrschenden geistigen Trägheit und der Bereitwilligkeit, alles zu glauben, was in schönen Worten daher kommt.

  2. Aufgefallen ist mir beim Konzept der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft GEW für den LSBTTI-Lehrplan die Seite 20:
    Bevor sie meine kurze Stellungnahme lesen, sollten Sie die Seite 20 und eventuell das gesamte Konzept lesen.
    Zu M7a Der heterosexuelle Fragebogen:
    Dort werden an Kinder Fragen gestellt, die sie mit großer Wahrscheinlichkeit nicht beantworten können.
    In Frage 4 wird von „neurotischer Angst“ ausgegangen. Hier wäre es sinnvoll, Kinderärzte zu konsultieren.
    Bei Frage 5 gehen wohl die meisten Eltern davon aus, dass ihre Kinder eher heterosexuell sind. Diese Frage führt eher zur Verwirrung. Wenn in dieser Frage nach den anderen Neigungen gefragt würde, wäre das für Eltern eher sinnvoll.
    Auf was begründen sich die Behauptungen, dass eine ungleich starke Mehrheit der Kinderbelästiger heterosexuell sei?
    Die Scheidungsbegehren haben sicherlich weniger mit der sexuellen Neigung zu tun als eher mit dem persönlichen Umgang miteinander. Junge Menschen werden kaum auf heterosexuelle Partnerschaft vorbereitet. In den Schulen spielen Familien kaum eine Rolle. Sie werden eher runter geschwiegen.
    Möglichen Geschlechtskrankheiten werden zum Anlass genommen heterosexuelle Lebensweisen und Schwangerschaften zu hinterfragen. Verstärkt wird das auch noch mit der Überbevölkerung, als wenn Deutschland bzw. Baden-Württemberg dafür verantwortlich sind. Bei einer Geburtenrate von weniger als 1,4 ist das ein großer Unsinn und sogar kinderunfreundlich. Deutschland wird in Zukunft wesentlich weniger Kinder bekommen und durch diese Konzept nochmals weniger.
    Was sagt das Jungendschutzgesetz zur Forderung nach einer Elektroschocktherapie.
    Es stellt sich die Frage, ob dieses Konzept insbesondere die Fragen auf Seite 20 gegen Artikel 6 Grundgesetz verstoßen. Überhaupt sollte diese Konzept sowohl psychologisch und rechtlich geprüft werden.

  3. Ein wesentlicher Nachtrag zu M7a Der heterosexuelle Fragebogen:
    Artikel 6, Absatz 2 Grundgesetz:
    Pflege und Erziehung der Kinder sind das natürliche Recht der Eltern und die zuvörderst ihnen obliegende Pflicht.
    Daraus ergeben sich auch Rechte für die Eltern. Deshalb müssten zunächst die Eltern mit dem Konzept oben einverstanden sein. Man konnte bisher davon ausgehen, dass die meisten Eltern auch ohne Vorbereitung dieser Pflicht sehr gut nachgekommen sind. Deshalb halte ich den Fragebogen für völlig überflüssig.
    Alles andere wäre ein unzulässiges Kollektives Misstrauen gegenüber den Eltern.
    Artikel 2 der Verfassung des Landes Baden-Württemberg:
    „Die im Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland festgelegten Grundrechte und staatsbürgerlichen Rechte sind Bestandteil dieser Verfassung und unmittelbar geltendes Recht.“
    Der heterosexuelle Fragebogen greift also in das grundgesetzliche Elternrecht ein.
    Eltern haben das Recht dagegen zu klagen.

  4. Spätestens in der zweiten Phase der Lehrerausbildung lernt man, dass Suggestivfragen an den Schüler zu vermeiden sind, denn dabei wird mit der Frage die Antwort schon gleich mitgeliefert. Wären die Fragen in diesem Bogen nur Suggestivfragen, so wäre der Befund schon schlimm genug; die GEW hätte damit gezeigt, die einfachsten Regeln der pädagogischen Kunst nicht zu beherrschen.

    Aber die Fragestellung ist nicht nur stümperhaft, sie ist perfide. Da wird die Liebe zwischen Mann und Frau als eine krankhafte Verirrung hingestellt, von der man sich mit Hilfe von Elektroschocks kurieren solle. Diese Tollhäusleraussage wird nicht etwa in Form einer These vorgebracht, sondern stiekum wie eine selbstverständliche und unumstrittene Voraussetzung in die Frage eingeführt. Wird eine solche Frage von einer Autoritätsperson gestellt, so muss dem Befragten dieser Irrsinn als eine feststehende Wahrheit erscheinen, von der er auszugehen habe. Hier wird ein Vertrauensverhältnis ausgenutzt, um die eigene Weltsicht einem wehrlosen Kind einzuflößen. Das ist perfide. Pfui, GEW !

  5. Zu: „Warum gibt es so wenige langjährige, stabile Beziehungen unter Heterosexuellen?“
    Weil unsere Politik und die Medien seit Jahrzenten den Individualismus fördern. Nicht die Familie. Das Grundgesetz geht von ideellen, also menschlichen Werten aus.
    Hier geht es um zwischenmenschliche Beziehungen, auf die junge Menschen unzureichend vorbereitet werden. Hier leisten die Schulen viel zu wenig.
    Das Zusammenleben zwischen einem weiblichem und einem männlichem Menschen ist von Natur aus so angelegt und hochinteressant. Gerade hier kann man menschlich eine Menge lernen, wenn man auch Gemeinschaftssinn hat.
    Es ist eine Kunst als Paar zusammen zu leben. Es ist eine Kunst, die sich lohnt und Kinder positiv fördert. Kinder wollen von Natur aus Mutter und Vater. Eltern können sich auch mit ihrer weiblichen und männlichen Art gut ergänzen. Es ist eine Frage der Einstellung und der Werte.
    Paare können sich wirklich – gesamtpersönlich bezogen – befriedigen, wenn ausreichend Empathie geübt wird. Das ist mit 2 Kommunikationswerkzeugen möglich: Ich-Botschaft und einfühlsames Zuhören mit Kommunikation auf der Gefühlsebene sind sehr gute Möglichkeiten.
    Leider geben manche Menschen partnerschaftlich zu schnell auf, wenn es Konflikte gibt. Gerade die Konflikte die Würze des Lebens. Mit ihnen kann man partnerschaftliches Miteinander üben.
    Der heterosexuelle Fragebogen ist nur auf die Sexualität bezogen und damit menschlich eng begrenzt. Die Sexualität dient von Natur aus der Fortpflanzung. Im sexuellen Bereich unterscheiden wir uns kaum von den Tieren. Nur können wir verschiedene Möglichkeiten durch unsere Phantasie wählen, die es im Tierreich nur naturbestimmt gibt.
    Für eine gesunde Entwicklung der Kinder geht es eher um die gesamte Persönlichkeit.

  6. Nach den vielen Protesten aus der Bevölkerung sucht Frau Moritz nun die Kurve zu kriegen, indem sie den Fragebogen als Kontrastmodell zu den Argumenten der Lehrplangegner darstellt. Diese Absicht ist aber nirgendwo ersichtlich und hätte daher der Lehrerschaft durch einen entsprechenden Hinweis deutlich gemacht werden müssen. Dies geschah nicht. Daher halte ich den Einwand von Frau Moritz als – gelinde gesagt – konstruiert.

    • Nun ist es aber so, dass Frau Moritz vollkommen recht hat.

      Und der Leitfaden enthält, entgegen Ihrer Behauptung, tatsächlich ein entsprechender Hinweis:
      Auf Seite 13 des Leitfadens der GEW steht als Kommentar zu dem Fragebogen: “Über den „Heterosexuellen Fragebogen“ werden Vorurteile und Stereotype deutlich gemacht.”

      Und selbst ohne diesen Hinweis wäre aus dem gesamten Kontext der restlichen Aufgabe klar gewesen, was der Fragebogen bewirken soll. Aber lassen Sie mich raten: Außer der Seite 20 haben Sie nichts aus dem Leitfaden gelesen?

      Ich verstehe auch nicht, was an Frau Moritz‘ Erklärung so unglaubwürdig sein soll. Meinen Sie wirklich, die GEW möchte Jugendliche per Elektroschocktherapie zur Homosexualität bekehren? Glauben Sie das wirklich? Das ist die seltsamste Verschwörungstheorie, die ich je gehört habe. Was für ein Motiv soll es denn dafür geben?

      Die traurige Wahrheit ist: An Homosexuellen wurden in der Vergangenheit TATSÄCHLICH solche Elektroschocktherapien durchgeführt. Und sie mussten und müssen sich DAUERND unfreiwillig solchen Fragen, wie denen oben, aussetzen. Nur dass es bei ihnen kein Spass in der Schulstunde ist, sondern bitterer ernst.
      Das Ziel speziell von Frage 11 ist es also, dass die Jugendlichen darauf antworten: „Nein, natürlich nicht!“ und dadurch realisieren, dass ein Homosexueller auf die Frage, ob er denn eine Elektroschocktherapie machen würde, um seine Homosexualität zu „heilen“, GENAU SO antworten würde. Und dass der Versuch, ihn umzukrempeln, unmoralisch ist.

      • Ein fragwürdiges Spiel mit doppeltem Boden und Hintertürchen wird da meiner Meinung nach betrieben. Glauben Sie wirklich, dass der mickrige Satz auf S.13 ausreicht, um einen sorgfältigen Umgang mit dem Fragebogen zu garantieren? Pädagogische Fehler und Grenzüberschreitungen sind doch vorprogrammiert und werden offenbar sorglos in Kauf genommen.
        Und das alles ohne Berechnung und Hintergedanken?
        Die Kinder lesen, was da schwarz auf weiß steht. Es prägt sich ihnen ein und die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass sie die aussagekräftigen Suggestivfragen wörtlich nehmen und nicht im übertragenen Sinne verstehen, wie sie angeblich sollen.
        Für mich ist der Fragebogen unverantwortlich und völlig unnötig für das offizielle Erziehungsziel.

        • Der eine „mickrige“ Satz reicht nicht nur aus, ich finde sogar, dass man ihn weglassen kann!

          Dieser Fragebogen steht ja nicht für sich alleine, sondern gehört zu einem langfristigen Konzept. Das Ziel dabei ist es, die Toleranz bei Jugendlichen zu fördern. Und dann sollen die Entwickler dieses Leitfadens urplötzlich bei einer einzelnen Aufgabe eine 180-Grad-Drehung machen und Intoleranz propagieren? Intoleranz ausgerechnet gegenüber Heterosexuellen? Ernsthaft? Welche Weltverschwörung soll denn da bitte im Gange sein?
          SIe schreiben davon, dass dahinter „Berechnung und Hintergedanken“ stecken könnten. Könnten Sie das bitte genauer formulieren? Was „berechnet“ das GEW denn da bitte?

          Und dann meinen Sie noch, dass die Wahrscheinlichkeit „groß“ wäre, dass die Jugendlichen die Fragen wörtlich nehmen. Also wie gesagt steht der Fragebogen nicht für sich alleine, sondern ist Teil eines größeren Konzepts, aus dem der Zusammenhang klar wird. Außerdem ist noch eine erklärende Lehrkraft anwesend. Und zuguter letzt: Für wie doof halten Sie unsere Kinder eigentlich?

          • Ich halte die Kinder nicht für doof, sondern eben für Kinder, die weit stärker wortverhaftet sind als Erwachsene und eine weit geringere Abstraktionsfähigkeit besitzen. Solch ein Fragebogen verbietet sich darum.
            Aber wem erkläre ich das?
            Sie fragen: „Intoleranz ausgerechnet gegenüber Heterosexuellen?“
            Meine Antwort: Aber natürlich! Was erlebe ich denn momentan dauernd in den Medien? Wenn Heterosexuelle in Talk-Shows auch nur ansatzweise den Mund auftun, werden sie schon entrüstet unterbrochen und mit dem haltlosen Begriff „Homophobie“ konfrontiert. Ist das etwa keine Intoleranz gegenüber Heterosexuellen?
            Ihr Urteil „Verschwörungstheorie“ können Sie sich schenken. Dieses belastete Wort ist nur ein typischer Knopfdruck, um Andersdenkende als „Spinner“ darzustellen.

          • Herr oder Frau Sch.:

            Wie soll man bitte gegenüber 95% der Bevölkerung Intoleranz ausüben?
            Und wenn Sie meinen, es wäre schlimm, wenn jemand in einer Talk-Show seinen Satz nicht beenden darf, was ist denn dann mit den Schwulen und Lesben, die von ihren Eltern verstoßen werden? Die von ihren Schulkameraden und manchmal sogar LEHRERN gehänselt und isoliert werden?
            Die auf der Straße hören, wie andere Jugendliche „schwul“ ganz allgemein als Schimpfwort verwenden? Finden Sie das okay?

  7. Zu „…. Fragebogen als Kontrastmodell zu den Argumenten der Lehrplangegner ….“ Bärbel Fischer am 16. Februar 2014 um 13:18:
    Wo kann man die Argumente der Lehrplangegner finden um sich ein Bild zu machen?
    Das Kozept, in dem der Fragebogen ein Teil ist, stammt vom Februar 2013 und ist mindestens ein Jahr alt.

    • Frau Doro Moritz antwortete gestern Herrn Jörgen Bauer mit folgender Erklärung:

      „…. Die bei Maischberger zitierte Textpassage stammt aus dem Fragebogen. In dem Fragebogen wird durch Umkehrung karikiert, mit welchen Fragen und Unterstellungen Homosexuelle oft konfrontiert sind.
      Dies hätte sich jedem erschlossen, wenn Frau Kelle bei Maischberger auch nur zwei der weiteren Fragen hinzugefügt hätte.
      Z.B.: “Woher glaubst du, kommt deine Heterosexualität?”
      “Wissen deine Eltern, dass du heterosexuell bist? Wissen es Deine Freundinnen und Freunde? Wie haben sie reagiert?”
      Die Frage ob es für Frauen wirklich sinnvoll sei, „eine heterosexuelle Lebensweise zu führen und damit das Risiko von Geschlechtskrankheiten und Schwangerschaft einzugehen” soll den Umstand verdeutlichen, dass Homosexualität gerade von Menschen aus erzkonservativen Kreisen (und ja auch jüngst in der Petition geschehen) immer wieder in einem Atemzug mit HIV und anderen psychischen und physischen Erkrankungen oder sonstigen gesundheitlichen Risiken genannt wird.
      Wer dies aus dem Zusammenhang löst und als ernst gemeinte Frage darstellt, ist entweder böswillig oder dumm. Oder im Zweifelsfall beides….“

      • Ich bekomme zunehmend den Eindruck, dass hier Kinder total überfordert werden. Jetzt sollten sich Kinderärzte und eventuell der Kinderschutzbund dazu melden.

        • Ich frage mich schon längst, warum wir von Kinderpsychologen und -ärzten nichts hören. Aber eigentlich wären auch Juristen gefragt. Denn
          angenommen, die Zeugen Jehovas, auch eine Randgruppe, würden ihre Überzeugungen als Dauerberieselung über die Schulkinder ausgießen wollen – sie würden sofort belangt werden.

    • Auf Seite 30 stellt sich der Arbeitskreis Lespenpolitik der GEW Baden-Württemberg vor. Es geht um dass, was dort steht.
      Das ist insoweit in Ordnung, wenn es um Toleranz geht.
      Das Thema gehört zur Frauenpolitik, wie dort erkennbar. Es geht von den Erlebnissen Erwachsener aus und möchte vermeiden, dass zukünftige Generationen gleiche Erlebnisse machen müssen.
      Frauenpolitik ist aber nicht Familienpolitik. Hier gibt es andere Voraussetzungen, die auch für die zukünftige Gesellschaft wichtig sind.

      Was mich allgemein stört ist, dass wieder Themen im Vordergrund stehen, die mit Familienpolitik nichts zu tun haben. Das ist ja beim Thema Vereinbarkeit in der Form, wie es gemacht ist, auch der Fall – Wirtschaftspolitik.
      Wann können wir endlich mal über Familie als Leistungsträger unserer Gesellschaft reden und schreiben? Hier kann man auch über Toleranz diskutieren.

    • Korrektur:
      Der Fragebogen befindet sich natürlich auf Seite 20, nicht 30. Fehler meinserseits. Außerdem war dieser Text eine Antwort auf eine Bitte von Frau Fischer, Quellen für meine Behauptungen zu nennen. Da Frau Fischer ihren entsprechenden Kommentar anscheindend wieder gelöscht hat, steht meine Erklärung hier jetzt ziemlich zusammenhanglos. Daher zur Erinnerung:
      Es handelt sich um die Quellenangabe für das Zitat: “Über den „Heterosexuellen Fragebogen“ werden Vorurteile und Stereotype deutlich gemacht.” aus dem im Artikel verlinkten Leitfaden der GEW.

      • Weil ich gestern gestört wurde, frage ich Sie heute nach Quellen, die einen solchen Hetero-Fragebogen rechtfertigen sollen. Frau Moritz behauptet einfach, der Fragebogen konterkariere den „üblichen Umgang mit Homosexuellen“. Genau diese dreiste Behauptung möchte ich belegt haben!

        Meine Erfahrung ist nämlich eine ganz andere. Meine homosexuellen Freunde finden diese Art GEW-„Schulung“ nämlich für völlig daneben und sogar schädlich für den selbstverständlichen Umgang untereinander. Sie fürchten, dass dieses schulische Vorgehen ihnen eher Misstrauen als Vertrauen einbringt. Man kann alles übertreiben und kaputt unterrichten.

        Die GEW und das Kultusministerium sollten sich nicht anmaßen, LSBTTI als Bildungsthema in die Schule zu tragen. Die Schule hat sich um kulturelle Bildungsgüter zu kümmern und nicht um sexuelle Identitäten! Die Defizite der bw Schüler im Vergleich zu den Siebzigerjahren sind sowieso schon beschämend. Der Niedergang wirft bereits scharfe Schatten auf Kultur und Wissenschaft.

        • Solche Quellen kann ich Ihnen gerne liefern

          http://books.google.de/books?hl=de&lr=&id=t5PlT9B4CM0C&oi=fnd&pg=PA197#v=onepage&q&f=false

          und

          http://books.google.de/books?id=KuWkvtbm8pQC&pg=PA79&lpg=PA79&dq=%22heterosexuelle+fragebogen%22#v=onepage&q=%22heterosexuelle%20fragebogen%22&f=false

          zum Beispiel. ”The Language of Sex: The Heterosexual Questionaire” von P. Baker wäre sicher auch geeignet, kann ich jetzt aber nicht überprüfen.

          Ich kann nicht nachvollziehen, wie sie diese vollkommen logische Erläuterung von Frau Moritz einfach so als „dreist“ bezeichnen können? Was wird denn durch sie nicht schlüssig erklärt?

          Es ist sehr wohl wichtig, das Thema LSBTTI als Bildungsthema in der Schule zu behandeln. Zur Bildung gehört nämlich auch das Abbauen von ungerechtfertigten Vorurteilen und die Erziehung zu mündigen Menschen.

          • Die Darstellung des Fragebogens im GEW-Konzept ist schlecht gemacht und irreführend.
            Deshalb Danke an „Der 8te Zwerg“ für die 2. Internetadresse.
            In dem dort erscheinenden Buch, Teil 2 von Meike Watzlawik und Simone Weil wird von einer „…. ironischen Weise ,“ gesprochen, „mit welchen Grundannahmen und vor allem Vorurteilen homo- und bisexuelle Jugendliche konfrontiert werden: Annahmen, die – formiliert man sie, wie hier, für Heterosexuelle – in vilerlei Hinsicht absurd erscheinen ….“
            So kann man das Ganze besser verstehen.

        • Das ganze Konzept ist Lobbyarbeit. Dafür sollen auch Lehrerinnen und Lehrer herhalten. Aber auch Kinder werden damit konfrontiert, ohne die Eltern angemessen um Einverständnis zu bitten. Sie haben Rechte und Pflichten. Mir ist keine derartige Anfrage bei den Eltern bekannt. Es besteht sogar die Gefahr, dass viele Eltern nicht informiert sind. Sie werden überrascht sein, wenn ihre Kinder mit diesen Themen nach Hause kommen.
          Das könnte Arbeit für Rechtsanwälte geben.

          • Genau das meine ich auch, Herr Reimann! Elternrechte werden z. Zt. mit Füßen getreten. Weshalb darf die Schule sich einfach erdreisten, in Bereiche zu dringen, die sie absolut nichts angeht? Zwerg 8, Sie tun ja gerade so, als ob sich Toleranz nur über Homosexualität erwerben ließe. Dabei habe ich 44 Jahre lang meine Schüler zu Toleranz und Respekt vor andersartigen Mitmenschen angehalten, ohne jemals von irgendjemandem gezwungen worden zu sein, sexuelle Praktiken zu „erklären“. Ich würde mich, wäre ich noch im Dienst, diese Dienstanweisung strikt verweigern, aus Achtsamkeit, kindliches Schamempfinden zu verletzen ( Kommen Sie mir jetzt bitte nicht mit Erklärungen zur „anerzogenen“ Scham!)
            Ich werde diese Diskussion hiermit beenden.

  8. Ich kann bis jetzt erkennen, dass es wieder nur um Interessen Erwachsener geht. Einige Fragen aus dem Katalog oben haben eine sehr kritische Haltung gegenüber Paaren von Frau und Mann, die selbst Kinder zeugen können, so dass Kinder sogar Angst vor Familie bekommen könnten.

    Mir fällt auf, dass kaum jemand auf die wesentlich wichtigeren zwischenmenschlichen Beziehungen eingeht. Fast alles ist auf die Sexualität bezogen. Es gibt auch noch den Menschen als Persönlichkeit. Das könnte ja auch Unterrichtstoff sein.

    • Sexualität ist nur ein kleiner Teil des menschlichen Lebens. Es gibt noch viele mehr Unterschiede. Haben Sie schon mal was von Empathie gehört. Damit wäre das obige Thema eigentlich erledigt.

  9. Wissen Sie, Frau Fischer, ich habe gar nichts dagegen, wenn Sie sagen, dass im Unterricht zu viel über Sexualität gesprochen wird. Ich habe auch nichts dagegen, wenn Sie sagen, dass Familien an den Schulen zu wenig gefördert werden, oder dass Eltern zu wenig Mitspracherecht haben.
    Ich bin da vielleicht anderer Meinung als Sie, aber ich respktiere Ihre Meinung und stellen Sie sich vor: Ich möchte sogar, dass Sie sie äußern können, weil das zu einer Demokratie gehört

    Was ich aber nicht respektieren kann, ist, wie Sie diesen Fragebogen aus dem Zusammenhang reissen und somit falsche Dinge verbreiten. Dass es so ist, habe ich auf Ihre Anfrage durch Quellen belegt. Und nachdem ich mir die Mühe gemacht habe, diese Quellen aufzuführen, wäre es nett von Ihnen, wenn Sie sich auch dazu äußern würden.

    Ich verspreche Ihnen auch sehr gerne, auf dieser Internetseite nie wieder einen Kommentar zu hinterlassen!

    • In der originalen Fassung von Martin Rochlin findet sich nirgendwo der Vorschlag „Elektroschocktherapie“. Das muss eine pikante deutsche Ergänzung sein, die dann auch den Aufruhr unter der Lehrer- und Elternschaft auslöste. Außerdem fragt Rochlin: „Wie kannst du eine ganze Persönlichkeit werden, wenn du dich ausschließlich z w a n g h a f t auf Heterosexualität beschränkst?“ Dass die GEW ein solches Papier überhaupt in ihr Konzept aufnimmt, kann ich mir nur mit homosexuellen Scheuklappen oder mit einem Missionierungsauftrag erklären.

      Meine Frage galt aber ganz anderen Quellen, nämlich: Was war für die GEW der Auslöser, ein solch fachlich fragwürdiges Papier überhaupt zu übernehmen? Ich kann mir schwerlich vorstellen, dass so etwas Krudes auf GEW-Mist gewachsen wäre.

  10. An den Zwerg bezüglich seiner Worte am 17. Februar 2014 um 13:52 :
    Und jetzt kommt bei Ihnen der moralische Appell ans Mitleid für die Homosexuellen. Natürlich findet das keiner hier gut, was der ein oder andere von ihnen mitmachen musste. Genauso wenig gut ist das, was andere aus anderen Gründen täglich erdulden müssen. Die Anzahl der Kinder, die aus nicht-homosexuellen Gründen täglich von ihren Eltern verstoßen, lieblos behandelt oder mit anderen Feindseligkeiten zu kämpfen haben, übersteigt bei weitem die Anzahl der Menschen, die sie hier in den Mittelpunkt rücken. Dennoch wird von Menschen wie Ihnen tagtäglich mehr der Eindruck erweckt, Lesben und Schwule seien die Verkörperung des Leids schlechthin, das darum in der Schule durch Werbung für die gleichgeschlechtliche Liebe einen großen Teil des Unterrichts ausfüllen müsse.
    Und das alles, um einen Lehrplan ins Leben zu rufen und durchzusetzen, der im Grunde nichts anderes bezweckt als das Gender-Mainstreaming einen weiteren entscheidenden Schritt voran zu bringen.
    Sie fragen: „Wie soll man bitte gegenüber 95% der Bevölkerung Intoleranz ausüben?“
    Dasselbe fragen sich die Angehörigen traditioneller Familien, welche die Mehrheit der Bevölkerung darstellen, schon lange und müssen feststellen, dass dies durchaus Realität ist in einem Staat, der zunehmend ausgewählte Minderheitsinteressen über Mehrheitsinteressen stellt. Da spielen andere Faktoren als demokratische die entscheidende Rolle.
    Aber das wissen Sie vermutlich ebenso gut wie ich. Darum schließe ich mich Frau Fischer in der Aussage an: „Ich werde diese Diskussion hiermit beenden.“

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