Fehlinterpretation einer IFO-Studie

Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e.V. sieht die jüngste IFO-Studie völlig falsch interpretiert durch eine mediale Koalition von Arbeitsmarkt- und Gleichstellungspolitikern. Anstatt zu akzeptieren, dass die Kindergelderhöhung von 1996  die Wahlfreiheit der Eltern stärkte zugunsten einer längeren Familienzeit, machen sie daraus ein „Leiden“, unter dem Mütter seither ächzen.

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2 Gedanken zu „Fehlinterpretation einer IFO-Studie

  1. Egal, was eine Studie ans Licht bringt, die Ideologen verstehen es meisterhaft, die Ergebnisse nach ihrem Gusto zu interpretieren. Ich frage mich jedoch, warum Statistiker bemüht werden für eine Frage, die jeder Zweitklässler mühelos beantworten kann. Denn je mehr Geld in Händen der Eltern, umso größer die Wahlfreiheit, umso weniger Erwerbsarbeit durch Mütter und umso mehr Zeit bleibt für die Familie. Das ist doch völlig einleuchtend! Nur daraus den Müttern ein schreckliches Los als „Leidtragende einer Kindergelderhöhung“ zu stricken, das bedarf schon höchster Interpretationskunst und gelingt nur unter der Prämisse, dass Familienarbeit und Kindererziehung den WORST CASE für alle Mütter darstellt. Dass Mütter ihr eigenes Kind, selbst ersehnt, selbst getragen, selbst geboren, auch in eigenen Armen halten wollen, scheint für Arbeitsmarktstrategen jenseits aller Vorstellungskraft zu liegen. In ihren Augen finden Frauen Mutterglück nur außerhalb der Kitatür am Fließband oder an der Schreibmaschine.

  2. So wie Falschmünzer wissen, dass ihr Geld falsch ist, so wissen Ideologen auch um ihre Falschaussagen. Leider hat Francois Marie Voltaire immer wieder Recht mit den Worten: „Je öfter eine Dummheit wiederholt wird, desto mehr bekommt sie den Anschein der Klugheit.“
    Darum halten Ideologen an der gebetsmühlenartigen Wiederholung ihrer Hirngespinste fest. Im Grunde sind sie Fanatiker, die jedes Mittel für rechtens halten, wenn es denn hilft, jenes Ziel zu erreichen, das ihnen vorschwebt und das sie für erstrebenswert halten.
    Es ist schwer, gegen Unrecht anzukommen, das den Verursachern zwar bewusst ist, ihnen aber kein schlechtes Gewissen bereitet. Im Gegenteil, sie fühlen sich als Menschenbeglücker, die – falls nötig – auch krumme Wege gehen dürfen und müssen. Der höhere Zweck heiligt eben die Mittel.
    So verschafft man sich Narrenfreiheit, predigt Ehrlichkeit, Gerechtigkeit oder auch Chancengleichheit, fühlt sich den eigenen Geboten aber selbst nichtverpflichtet. Die gelten nur für andere.
    Ideologen vom Unrecht ihres Tuns zu überzeugen, ist fast unmöglich. Es bleibt nur der Weg, sie unglaubwürdig oder besser noch lächerlich zu machen – so wie Sie das, Frau Fischer, unermüdlich tun.

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