Die „gute Mutter“ – eine Kinderbremse!!!

Zu dem Fazit des Bundesinstituts  für Bevölkerungsforschung, dass das kulturelle Leitbild der „guten Mutter“ die Lust auf Kinder bremse, erreichte uns folgender Leserbrief:

„Deutsche haben wenig Lust auf Kinder und  „Übermächtige Klischees“ 

Frauen haben ein schweres Los. Egal was sie tun, es ist verkehrt.   Jahrzehntelang hat man Frauen beschworen, sich  zu „eman(n)zipieren“ und nicht ihre Bildung und Fähigkeiten an Heim und Herd zu verschwenden. Viele haben von diesem Wandel profitiert. Die Wirtschaft erhielt gut ausgebildete und billige Arbeitskräfte. Die zusätzliche Berufstätigkeit der Frau steigerte den Konsum und das Bruttoinlandsprodukt – Wohlstand für alle! Aus diesem Ideal entstand die abgeleitete Unterbewertung der Familienarbeit gegenüber der Erwerbsarbeit. „Selbstverwirklichung“ war angesagt und verstellte den Blickwinkel auf den Generationenzusammenhang. Denn warum, so fragte sich FRAU, sollte sie das Risiko der Fortpflanzung alleine tragen, zumal eine ununterbrochene Erwerbsarbeit weit höhere Rentenansprüche erwarten ließ, als eine Biographie mit Kindern. Frau war in der Eman(n)zipation angekommen.
Seit Jahren sinkt die Geburtenrate und nun melden sich die ersten „Spaßbremsen“ zu Wort, die nicht verstehen wollen, warum Frauen keine Lust haben auf Mehrfachbelastung um Beruf, Familie, Haushalt, Kinder, Pflege eines Angehörigen unter einen Hut zu bekommen.
Schuld sei das „Leitbild von der guten Mutter“. Klischee oder Ideologie? Wer sich über „zu gute Mütter“ Gedanken macht, muss sich über Kinderlosigkeit nicht wundern!

Theresia Erdmann, Würzburg

2 Gedanken zu „Die „gute Mutter“ – eine Kinderbremse!!!

  1. Aha!
    Nicht Doppel-oder Mehrfachbelastung im Hamsterrad, nicht Termindruck, nicht Hektik, nicht Budgetverknappung, nicht ungerechte Abgabenbelastung, nicht die realitätsferne, so genannte Vereinbarkeit und nicht das miserable Ansehen in der Gesellschaft sind schuld am gebremsten Kinderwunsch. Nein, jetzt haben die Frauen den Schwarzen Peter selber in der Hand: das deutsche Leitbild der guten Mutter!

    Bravo! Meisterleistung, wertes BiB!
    Als ob das Idealbild einer guten Ärztin, Lehrerin, Designerin…. junge Frauen davon abhielte, diesen Beruf anzustreben und ihr Ziel zu verfolgen. Genauso wenig lassen sich Frauen davon abhalten, eine gute Mutter zu werden – falls sie das wollen. Viel eher kann es jedoch sein, dass Mutterschaft durch die oben genannten Bedingungen heute so unattraktiv geworden ist, dass viele Frauen es vorziehen, kinderlos zu bleiben. Und sie haben recht. Eine Frauenrolle zu übernehmen, die gesellschaftlich nicht nur keine Anerkennung bringt, sondern Häme, Spott und finanzielle Daumenschrauben, wäre Masochismus pur.

    Wie viel Augenwischerei wird uns denn noch zugemutet, nur um den Blick auf die skandalöse Realität zu trüben?

  2. Liebe Frau Erdmann, das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung spinnt doch mit seiner durchsichtigen Erklärung zum rasanten Geburtenschwund. Die „gute Mutter“, die zu Hause bleibt, um sich wenigstens die ersten 3 Lebensjahre selbst ums Kind zu kümmern, soll also schuld sein am mangelnden Nachwuchs, weil sie ihren erwerbstätigen Geschlechtsgenossinnen ein schlechtes Gewissen macht.
    Zumindest ist diese Erklärung mal originell und widerspricht allem bisher Gelehrten.
    Bisher mussten die „guten Mütter“ doch immer ein schlechtes Gewissen haben, weil sie sich auf Grund ihres beschränkten Horizonts vom heimischen Herd nicht trennen konnten und die Kinder zu Hause verblöden ließen anstatt sie ins Bildungsparadies „Krippe“ zu schicken.
    Sie galten doch als Inbegriff schlechter Frauen und Mütter, weil sie zu wenig beruflichen Ehrgeiz zeigten und den Nachwuchs fernhielten von allem, was angeblich bessere Erziehung durch geschulte Fachkräfte ausmacht.
    Welch trickreiche Haken die Politiker und ihre Domestiken doch schlagen, wenn ihre Rechnung nicht aufgeht und die Geburtenrate weiter sinkt trotz erheblicher Anstrengungen um immer mehr Fremdbetreuung.

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