Vielfalt ermöglichen!

Familien sollen die freie Wahl haben darüber, wie sie ihren Alltag organisieren. Deshalb ist das Betreuungsgeld eine  g e r e c h t e   Idee, meint der Leiter des Heidelberger Familienbüros, Kostas Petropulos in seinem Gastbeitrag beim Tagesspiegel.

http://www.tagesspiegel.de/meinung/gastbeitrag-vielfalt-ermoeglichen/6596592.html

2 Gedanken zu „Vielfalt ermöglichen!

  1. Das mickrige Betreuungsgeld soll eine gerechte Idee sein und Vielfalt ermöglichen? Dass ich nicht lache!
    Ist es gerecht, Krippenplätze mit ca.1100 Euro zu subventionieren und die Arbeit von Eltern mit max. 150 Euro abzuspeisen? Gerecht wäre eine gleiche oder gar keine keine Vergütung.
    So schön sich Herrn Petropulos‘ Worte auf den ersten Blick lesen, so fragwürdig erscheinen sie mir auf den zweiten. Indirekt erkennen sie meinem Dafürhalten nach die teuren Kitaplätze an als Teil der Vielfalt, obwohl die zu Hause erziehenden Eltern diesen Wahnsinn mit ihren Steuergeldern mitbezahlen müssen und um eine peinlich niedrige Vergütung für ihre eigene Erziehungsrbeit geradezu betteln müssen.
    Irgendwie geht es mir gegen die Ehre, wie Eltern in der ausufernden Betreuungsdiskussion um einen Almosensbetrag argumentieren und bitten. Am liebsten würde ich sagen: Verzichtet auf die paar Kröten. Strengt lieber Sammelklagen an, damit Ihr steuerlich um den Betrag entlastet werdet, den Ihr für die Kitaplätze anderer bezahlt. Oder macht etwas anderes, Hauptsache ihr bettelt nicht und stellt den Wert eurer Erziehungsarbeit dadurch nicht unter den Scheffel.
    Lasst euch aber auf keinen Fall bestechen und das Maul stopfen mit 150 Euro. Die reichen hinten und vorne nicht, seid also nicht dankbar, wenn sie euch „großzügig“ gewährt werden.
    Meine Wut und mein Misstrauen gehen inzwischen so weit, dass ich allen misstraue, die von „gerechter“ Lösung im Zusammenhang mit dem Betreuungsgeld reden. Sie scheinen mir gefährlicher als die bekennenden Feinde.

  2. Lieber Peter L.,
    bei vollstem Verständnis für Ihren Zorn darüber, dass Eltern sich demütigen und sich zu Bittstellern machen, gibt es auch berechtigte Gründe für das Betreuungsgeld, wie Frau Kelle und Frau v. Beverförde klar machen: http://www.freiewelt.net/nachricht-9820/interview%3A-ja-zum-betreuungsgeld%21.html#kommentare.

    Denn solange die Politik sich nicht an ein familiengerechtes Sozialgesetz macht, das Familien pro Monat und Kind um ca. 300 Euro entlasten würde, solange sind 150 Euro ein winziger Schritt in die richtige Richtung. Darüber darf aber eben nicht vergessen werden, dass seit 1957 Familien strukturell ausgebeutet werden. Entweder muss eine Reform unseres Sozialgesetzes kommen oder a l l e Eltern müssen ein Erziehungs-und Pflegeeinkommen je nach Zahl und Alter der Kinder erhalten, das sie dann für die eigene oder die externe Betreuung verwenden können und gleichzeitig Versorgungsabgaben davon entrichten. ( ÖDP, Familienpartei ) Damit würde sich das Betreuungsgeld erübrigen, ebenso wie das verfassungswidrige Elterngeld, die Krippensubventionierung und andere Transfers. Lesen Sie doch bitte den Beitrag von K. Petropulos: „Familien in Deutschland – beschenkt oder ausgebeutet?“
    http://www.heidelberger-familienbuero.de/Archiv-2012/FLA-Familienpartei-Petropulos-HBF-Vortrag-191111-Tabellen-Printfassung.pdf

    Herzlich grüßt Sie
    Bärbel Fischer

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