Mütter sind doch bei uns das Allerletzte!

Leserbrief zu „Ohne Idealismus keine Tagesmutter“, Schwarzwälder Bote vom 15. März 2012

Sollte die Überschrift nicht eher heißen: „Mit den Dummen treibt man die Welt um“? Schon die Mütter, die noch glauben, hauptsächlich selbst für die Erziehung ihrer Kinder verantwortlich zu sein und deshalb auf Erwerbstätigkeit verzichten, werden als doof verunglimpft („Heimchen am Herd“). In gleicher Weise gedenkt man nun wohl mit den Tagesmüttern zu verfahren: Sie sollen für’n Appel un’n Ei eine der wichtigsten Aufgaben überhaupt übernehmen, nämlich eben die institutionelle Betreuung und Erziehung der Kleinsten. Sie müssen sich dafür sogar weiterbilden lassen. Das ist sicherlich nicht verkehrt. Wenn ich aber bedenke, dass man ohne jede spezielle Ausbildung Minister- oder Bundespräsident/in, Abgeordnete/r oder Bürgermeister/in werden und welchen Lohn man dafür einstreichen kann, fehlen mir die Worte zu dem Stundensatz von 3.90 oder auch 5.50 EURO all inclusive. Mütter sind bei uns das Allerletzte! Wer wundert sich, dass sie aussterben?

Gertrud Martin,  Seb.-Kneipp-Str. 110,  78048 VS-Villingen,  Tel. 07721 56124


Ein Gedanke zu „Mütter sind doch bei uns das Allerletzte!

  1. So ist es… Schon eine verdrehte Welt…die Menschen, die grundlegendste und wichtigste Arbeit leisten werden permanent diskriminiert und missachtet.
    Wie krank ist das hier in Deutschland. Die ständig spürbare Mütterverachtung zeigt, was Kinder und deren Bedürfnisse hier wert sind. Nichts.
    Herzliche Grüße aus Konstanz

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