Von der Logik der Zahlen

Der Ökonom Prof. Hans Werner Sinn zeigt die Folgen auf, die der deutsche Nachwuchsschwund seit Jahrzehnten verursacht hat. Er weist insbesondere darauf hin, dass die Verantwortlichen in Parlament und Regierung sehenden Auges das Land  in die wirtschaftliche und rentenpolitische Katastrophe treiben. Als Antwort auf die ständigen Mahnungen der Familienverbände, eine taugliche Familienpolitik zu fahren, wurden Alibimaßnahmen getroffen, die zwar zu enormem Wirtschaftswachstum, aber auch zu enormem Geburtenschwund führten. Die Hauptlast dieser verfehlten Politik haben aber leider jene Kinder zu tragen, die noch geboren wurden, und deren alte Eltern ebenso.

H.W. Sinn lässt den Traum platzen, durch Migration könne die Katastrophe aufgehalten werden.

 

„Wo keine Götter sind, walten Gespenster“ – Novalis 1799

Das Institut für Demografie, Allgemeinwohl und Familie IDAF veröffentlicht aktuell  unter dem Titel „Europa zwischen Leitkultur und Kultur light“ einen brillanten Aufsatz von Josef Kraus, dem viel gefragten Bildungsexperten und Buchautor. Er war bis Juni 2017 mehrere Jahrzehnte Präsident des Deutschen Lehrerverbandes. In sieben Thesen erläutert er, dass ein Europa ohne kulturelles und religiöses Selbstbewusstsein sich selbst aufgibt.

Zitat:

„…  Zugleich erleben wir in Teilen einen Hyperindividualismus und einen dramatischen Funktionsverlust der Familie. Womit übrigens eine Institution bedroht ist, die in die Uranfänge der Menschheit zurückreicht. Dass man Vater und Mutter ehren soll, ist nicht nur ein Gebot des Alten Testaments, sondern Menschheitsüberlieferung…..“

 

http://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/archiv/2018/02/11/artikel/europa-zwischen-leitkultur-und-kultur-light-von-josef-kraus.html

Ehegattensplitting – gerecht oder überflüssig?

Von linken Parteien wird politisch immer heftiger eine Änderung oder sogar die  Streichung des Ehegattensplittings  ( ES ) gefordert. Familienverbände aber verteidigen das ES  vehement, denn in vielen Umfragen wird es von Eltern als eine der wichtigsten Leistungen für ihre Familie genannt.

Der Familienbund der Katholiken klärt unter dem Slogan „Ehegattensplitting – das unbekannte Wesen“ auf über die so genannte

  • beitragsfreie Mitversicherung in der gesetzlichen Krankenkasse, das
  • Existenzminimum von Erwachsenen und Kindern, das  
                                         
  • frei verfügbare Einkommen im Horizontalen Vergleich und das
           

Für Familien kein Kurswechsel in Sicht

Über die Verschiebung der CDU-Familienpolitik in der Merkel-Ära

Von Birgit Kelle 

Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie e. V. IDAF veröffentlicht mit dem Aufsatz des Monats 1 / 2018 einen genial detaillierten geschichtlichen Überblick zur Familienpolitik der CDU unter Angela Merkel aus der Feder von Birgit Kelle.

http://i-daf.org/fileadmin/Newsletter-Druckversionen/2018/Aufsatz_des_Monats/iDAF_Aufsatz_1_2018.pdf

Das desaströse Fazit:

„Angela Merkel führt nach zwölf Jahren Kanzlerschaft eine familienprogrammatisch ausgehöhlte Partei, die dieses Feld nicht nur kampflos, sondern gar bereitwillig der SPD überlassen hat. Auch das in der zweiten großen Koalition durchgesetzte Trostpflaster der kleinen Angleichung der „Mütterrente“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Familienpolitik der vergangenen Jahre viele Opfer hinterlassen hat: Die immer noch Millionen von Mütter im Land, die der Familie statt der Karriere die Priorität geben, die im Fall einer Scheidung nun schneller hart fallen als früher, die man angesichts drohender künftiger Minirente und gar Altersarmut mit einem „Selbst Schuld, du hast ja nicht gearbeitet“ links liegen lässt. Diese ganz normalen Frauen waren nie auf der Agenda von Angela Merkel. Das dürfte sich in einer Groko III nicht ändern. Die Aussichten für Familie in einer fortgesetzten Ära Merkel bleiben nebulös und düster.“

 

Mehrkindfamilien haben besonderes volkswirtschaftliches Potenzial

Der Verband Kinderreicher Familien KRFD weist in seiner Pressemitteilung hin auf die Ergebnisse des Gutachtens des Instituts der Deutschen Wirtschaft, Köln unter dem Titel „Die volkswirtschaftliche Bedeutung der Mehrkindfamilien in Deutschland“.

 

https://www.kinderreichefamilien.de/pressemitteilungen/articles/pressemitteilung-iw-gutachten-bestaerkt-krfd-forderungen.html

Buchempfehlung zur aktuellen gesellschaftlichen Situation

Der Psychoanalytiker Dr. Hans-Joachim Maaz veröffentlichte 2017 das lesenswerte Buch:

Das falsche Leben: Ursachen und Folgen unserer normopathischen Gesellschaft

Ein Normopath ist stets normal und angepasst, sein Verhalten überkorrekt und überkonform. Die Zwanghaftigkeit, mit der er den Erwartungen entspricht, verrät indes, dass er ein falsches, ein unechtes Leben führt. Krank ist nicht nur er, sondern vor allem die Gesellschaft, in der er lebt und deren Anpassungsdruck er sich unterwirft – bis er die Gelegenheit gekommen sieht, seine aufgestaute Wut an noch Schwächeren oder am „System“ abzureagieren.
Der Hallener Psychoanalytiker und Psychiater Hans-Joachim Maaz ist bekannt für seine brillanten, zukunftsweisenden Analysen kollektiver Befindlichkeiten und gesellschaftlicher Zustände – vom Gefühlsstau, einem Psychogramm der DDR, bis zur narzisstischen Gesellschaft, einer Psycho-Analyse unserer Promi- und Leistungsgesellschaft. In seinem neuen Buch nimmt er Phänomene wie Pegida und AfD, den zunehmenden Hass auf Ausländer, aber auch die Selbstgerechtigkeit der politischen Elite zum Anlass, ein konturenscharfes Bild unseres falschen Lebens zu zeichnen, in dem wir uns lange eingerichtet haben und aus dem uns nun die zunehmende Polarisierung und Barbarisierung unserer sozialen und politischen Verhältnisse herausreißt. „Das falsche Leben“  ist das Buch zur Stunde – Augen öffnend und alles andere als Mainstream.

Zur Vorstellung dieses Buches gibt es ein Video:

https://www.youtube.com/watch?v=tJlZNmqMcD4

 

Sehr aufschlussreich auch das Video zur vierten Kanzlerschaft von Angela Merkel: „Deutschland auf der Couch“

https://www.youtube.com/watch?v=Us8n0RBRsKw

 

 

 

Jürgen Borchert: „Wer Kinderarmut sät wird Altersarmut ernten“

Die „Blätter für deutsche und internationale Politik“ bringen unter obiger Überschrift einen eindrucksvollen Beitrag des Sozialrichters a. D.  Dr. Jürgen Borchert. Doch die Politik zuckt selbst vor der Bundestagswahl nur mit den Schultern. Die „Pflästerchen“ der SPD und der CDU gehen an der Ursache für Familienarmut komplett vorbei.Familien brauchen nicht mehr und kostenlose Kitaplätze, sondern Entlastung bei den Sozialabgaben. Doch das ist mit unseren Abgeordneten nicht zu haben.

http://familiengerechtigkeit-rv.info/wp-content/uploads/2017/07/2017-07-Blätter-Wer-Kinderarmut-sät.pdf

Leistungsgerechtes Rentenkonzept statt Kollaps

Dr. Johannes Resch hat mit dem Verband Familienarbeit e. V. ein nachhaltiges, leistungsgerechtes Rentenkonzept erarbeitet:

 

http://familiengerechtigkeit-rv.info/wp-content/uploads/2017/07/Rentenkonzept-FH-Version1.pdf

 

Nachdenkliches zum Muttertag

Darf man Mütter gegenüber ihrem eigenen Kind rechtlos machen?

Der Interessenverband Unterhalt und Familienrecht (ISUV) nimmt den Muttertag zum Anlass, auf einen Gesetzentwurf des  Familienministeriums hinzuweisen, über den der Bundestag jetzt im Schnelldurchlauf entscheiden soll. Danach können Mütter – Eltern – ganz legal rechtlos gemacht werden gegenüber dem eigenen Kind.

„Als Jurist ist mir jeder Eingriff des Staates in die Privatsphäre und damit in die Familie suspekt. Ich weiß, dass ein Eingriff manchmal zumindest vorübergehend notwendig sein kann. Ich lehne es aber unter rechtsstaatlichen, aber auch menschlichen Gesichtspunkten ab, dass einer Mutter auf Grund einer Prognose das Kind weggenommen und sie rechtlos gemacht wird“, kritisiert der ISUV-Vorsitzende Rechtsanwalt Ralph Gurk.

„Die beste Amme ersetzt keine Mutter“, lautet ein Sprichwort. Genau der umgekehrten Auffassung ist Familienministerin Manuela Schwesig. Eine vom Jugendamt ausgesuchte „Amme“ – Pflegemutter – ersetzt die Mutter. Wird der Entwurf mit dem wohlklingenden Motto „Stärkung von Kindern und Jugendlichen“ Gesetz, dann können Kinder der Mutter, den Eltern auf Dauer ganz legal entzogen und Pflegeeltern beziehungsweise Pflegeheimen zugeordnet werden. Grundlagen für diesen massiven Eingriff sind Prognosen des Jugendamtes und wohl in den meisten Fällen eines Gutachters. Gerade die Gegenwart zeigt, wie fragwürdig und stark risikobehaftet Prognosen sind, insbesondere wenn es um sozialpsychologische Fragen geht. Wer kann sich schon anmaßen in die Zukunft zu schauen? – Genau auf der Basis soll dann das Familiengericht den Eltern die Kinder auf Dauer entziehen. Im Übrigen stellt sich die grundsätzliche Frage: Ist die auch Identität stiftende Qualität der Beziehung zu der Mutter, zu den leiblichen Eltern einfach austauschbar?

ISUV-Pressesprecher Josef Linsler fordert einen Paradigmenwechsel: „Starke Kinder und Jugendliche brauchen ihre natürlichen Eltern, sie sind nicht einfach austauschbar. Im Interesse des Kindeswohls müssen Mütter und Väter unterstützt, an die Hand genommen, durch die Krise geführt, Großeltern, das familiale Netz aktiviert werden. Statt beurteilen und urteilen, konkrete lösungsorientierte Hilfe im Alltag, das stärkt Eltern und Kinder – und ist zudem noch kostengünstiger.“

Muttertag – Kitsch – Klischees – Konsum – und tiefere Bedeutung

Der Muttertag hat in Deutschland eine ambivalente Tradition. Die geistige Grundlage für diesen „Feiertag“ lieferten zahllose Sprichwörter, die heute noch tief im Unterbewusstsein verankert sind: „Über Mutterliebe keine Liebe“ – „Eine Mutter versteht auch, was das Kind nicht ausspricht.“ – Albert von Chamisso stilisierte dieses Gedankengut geradezu zum Muttermythos: „Nur eine Mutter weiß allein, was lieben heißt und glücklich sein.“

Zuerst wurde der Muttertag aus anderen Ländern übernommen und ganz unpolitisch aber schon recht gesch.ftstüchtig 1922/23 durch den Verband der Blumengeschäftsinhaber als „Tag der Blumenwünsche“ eingeführt. Die Nazis erklärten den Muttertag zum Feiertag, zum „Gedenk- und Ehrentag der deutschen Mütter“, sie sollten möglichst viele Kinder gebären, dafür wurde ihnen das „Ehrenkreuz der Deutschen Mutter“ verliehen. Und Muttertag heute, eine „Event“, um den Konsum anzukurbeln. Weil vielfach die Kinder fehlen, wird „Mutti“ an diesem Tag von „Vati“ beschenkt.

In seiner unnachahmlichen Art stellte Mark Twain, befragt nach seiner Mutter, einmal fest: „Meine Mutter hatte einen Haufen Ärger mit mir, aber ich glaube, sie hat es auch genossen.“ – In diesem Sinne Dank und insbesondere auch Respekt den Müttern nicht nur am Muttertag.

ISUV – Kompetenz im Familienrecht seit über 40 Jahren

Der ISUV vertritt als größte deutsche und überparteiliche Solidargemeinschaft die Interessen von Bürgern, die von Trennung, Scheidung und den damit zusammenhängenden Fragen und Problemen betroffen sind. ISUV ist unabhängig, bundesweit organisiert und als gemeinnützige Organisation anerkannt.

Kontakt:

ISUV-Bundesgeschäftsstelle, Postfach 210107, 90119 Nürnberg, Tel. 0911/55 04 78, – info@isuv.de

ISUV-Vorsitzender RA Ralph Gurk, Ludwigstr. 23, 97070 Würzburg, 0931/45 25 940, r.gurk@isuv.de

ISUV-Pressesprecher, Josef Linsler, Moltkestraße 22a, 97318 Kitzingen, Tel. 09321/9279671 – j.linsler@isuv.de

 

Lesen Sie dazu auch die Pressemeldung des Verbands Familienarbeit e. V. auf:

http://familiengerechtigkeit-rv.info/?p=7454

 

 

 

Herwig Birg: Für ein Wahlrecht ab Geburt

Das Institut für Demographie, Allgemeinwohl und Familie IDAF veröffentlichte als Aufsatz des Monats 4 / 2017 einen Beitrag des Demographie-Experten Prof. em. Dr. Herwig Birg zum Wahlrecht ab Geburt, das „die Politik dazu motivieren würde, sich mehr an den langfristigen Lebensinteressen der nachwachsenden Generationen zu orientieren und weniger am kurzfristigen Gewinn der Macht bei der jeweils nächsten Wahl.“ ….

„Entscheidend für die Stabilität unserer Demokratie ist, daß sich durch mehr Kinder die Versorgung der Eltern und aller anderen Älteren mit auskömmlichen Renten sowie mit Gesundheits- und Pflegeleistungen verbessern ließe“.

Lesen Sie weiter unter:

http://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/archiv/2017/04/05/artikel/fuer-ein-wahlrecht-ab-geburt.html